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Noch’n Buch........

 

 


wo es doch schon viel zu viele gibt, täglich werden hunderte neuer Werke auf den Markt geschleudert, sogenannte Bestseller und anderer Müll, die meisten verschwinden nach einiger Zeit sang- und klanglos wieder von der Bildfläche oder landen im günstigsten Falle auf den Wühltischen der Kaufhäuser.

Also soll diese Schrift nicht auch noch publiziert werden, und das hat den Vorteil, daß ich ganz ehrlich formulieren kann und nicht eitel sein muß (denn meine Meinung interessiert sowieso niemanden), und wenn ich mich damit in den elitären Zirkel der Misanthropen begebe: um so besser !

Ich möchte auch die fiktive (oder virtuelle?) Leserschaft nicht damit quälen, irgendwelche religiöse oder philosophische Erkenntnisse – und auch auf diesem Gebiet sind wir überreichlich und mit sich widersprechenden Theorien beglückt worden – verdauen zu müssen. Wenn nur jeder seine eigenen grauen Zellen gebrauchen könnte oder wollte, würde das schon ausreichen.

Aber vielleicht hat ja kaum jemand Zeit oder Lust zum Nachdenken, vielleicht sind alle zu beschäftigt (mit sich selbst), oder der alte Sebastian Brant hat doch recht gehabt mit seinem „Narrenschiff“ – sei es, wie es sei, mir ist es einerlei.

 

 


 

 

 


Begonnen in Hamburg, im April 1998

 


Der Mensch

 

 

wird oft als die „Krone der Schöpfung“ bezeichnet, geschaffen am letzten Tage derselben, sozusagen gedacht als Sahnehäubchen auf der ansonsten recht gut gelungenen Natur. Aber ob der liebe Gott schon etwas er-schöpft war oder ob er sich einen Scherz erlauben wollte, ist heute nicht mehr festzustellen. Denn bei näherem Hinsehen hätte er bemerken müssen, daß die Ausschußquote verhältnismäßig hoch war und ist, und daß er dieser Spezies nie die Möglichkeit des Herrschens über den Rest der Schöpfung, die ganze organische und anorganische Welt, hätte geben dürfen.

Das Dilemma beginnt schon damit, daß der Mensch nicht einmal fähig ist, mit sich selbst klarzukommen, wie sollte ihm das dann mit seinen Mitmenschen gelingen !

Daher rührt der Erfolg der Religionen und anderer Ideologien mit ihren simplen Freund- und Feindbildern, da weiß man doch wenigstens, woran man ist, wen man zu lieben und wen man zu hassen hat, und der Einfachheit halber schlägt man die Feinde gleich tot. Soll ich erst Beispiele nennen?

Trotz aller Kriege, Hungersnöte und Seuchen gibt es aber immer mehr Menschen auf der Erde, und leider müssen sie sich immer dort multiplizieren, wo das Leben am schwierigsten ist. Neger, Inder und andere genetische Meisterwerke scheinen nichts mehr zu schätzen als Ficken. Und ihre zahlreichen Nachkommen – wenn sie nicht schon als Kinder verhungern oder an Aids sterben müssen – setzen diese Tradition fort und geben sich ihrer Geilheit so oft wie möglich hin, denn es gibt ja nichts Schöneres als Ficken, Ficken, Ficken.....

Noch problematischer und umweltfeindlicher wird es dann, wenn der letzte Chinese oder Russe endlich sein eigenes Auto hat und fordern kann: Freie Fahrt für freie Bürger ! Denn nur mit einem Auto kann man sich richtig verwirklichen und seinen unterdrückten Aggressionen freien Lauf lassen. Da können wir noch so heuchlerische grüne Parolen absondern, wenn man uns unser Auto nehmen will, hört der Spaß wirklich auf.

So ist also die Krone der Schöpfung dabei, nicht nur seine Feinde, sondern auch seine Freunde und sich selbst auszurotten. Ob das wohl die Absicht des großen Meisters war, als er sie schuf ?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Menschen sind gleich –

 

 

wie oft wird diese schwachsinnige Behauptung aufgestellt ! Natürlich sind alle Menschen verschieden, jeder ist ein Unikat.

Man kann es schon von weitem und von außen bemerken: Es gibt große und kleine, schwarze und weiße, schöne und häßliche, junge, alte, gesunde, kranke, Männer und Frauen, blonde oder dunkle.

Und bei näherer Beschäftigung mit ihnen kann man noch viel mehr Unterschiede entdecken, denn da gibt es stolze und bescheidene, dumme und schlaue, ehrliche und verlogene, kreative, phantasielose, herrschsüchtige, unterwürfige, geizige, großzügige, liebevolle, haßerfüllte, gerechte, beschränkte.......

Schlaue Ideologen behaupten: Der Mensch ist gut (oder sagen sie: Der Mensch ist schlecht – ich habe es vergessen), jedenfalls brauchte man ihn nur mit den richtigen Methoden zum friedvollen Edelmenschen zu erziehen. Was dabei herauskommt, erleben wir jetzt, nämlich rücksichtslose Selbstverwirklicher.

Ich meine, daß sich nicht jeder selbst verwirklichen darf. Bei Verrückten, Größenwahnsinnigen oder Kriminellen muß das unbedingt verhindert werden, und zwar mit autoritären Methoden. Das darf gern schon in der Familie beginnen und nicht in der Schule enden.

Die gleichen Ideologen, es sind die bärtigen, strickenden Weicheier der 1968er Studentengeneration, bezichtigen „die Gesellschaft“ (sie meinen die kapitalistische), wenn aus ihren Gleichmenschen nicht ihr Idealbild geworden ist. Dann sind entweder die dominanten oder unterdrückten Mütter oder die immer geilen und besoffenen, vergewaltigenden Väter schuld. Nicht etwa das Erziehungssystem, nicht die Gesetzgebung und erst recht nicht die Justiz, denn dort sitzen inzwischen besagte Weicheier und bemühen sich erfolgreich, das verhaßte System kaputtzumachen.

 


 

 

 

 

 

 

 

 


Männer und Frauen

 

 

passen überhaupt nicht zusammen, sagt Loriot. Vielleicht passen sie in einer Angelegenheit zusammen, aber nur solange, wie es dauert.

Danach geht es zur Sache, und es muß sich herausstellen, wer im täglichen Machtkampf die Oberhand gewinnt. Wenn der Sexualrausch abklingt – und leider passiert das fast unmerklich und gegen den Willen der Beteiligten – stellen sich Gewöhnung, Gleichgültigkeit, Abneigung, sogar Haß ein. Warum ? Ich habe keine Antwort darauf. Die Natur wird sich schon etwas bei ihrer Planung gedacht haben. Denn dieses“ Bis daß die Scheide euch tötet, nein pardon, bis daß der Tod euch scheidet“, hat sich in der Praxis nicht besonders bewährt.

Sicher müssen Kinder einen sicheren und ruhigen Platz haben, um zu diesen schon einmal erwähnten Edelmenschen heranzuwachsen. Aber das erfordert viel Zeit, vielleicht zwei Jahrzehnte, und in diesem Zeitraum hat sich nach und nach einiges verändert: Der Mann, ständig besoffen und immer geil (außer bei der eigenen Frau), geht im günstigsten Fall fremd, im ungünstigsten vergewaltigt er ohne Rücksicht auf Verluste Töchter, Frau und Söhne. Die Frau, ständig unzufrieden, keifend und in Krankheiten flüchtend, wird im günstigsten Fall zum meckernden Hausdrachen, im ungünstigsten zur Emanze.

Also Freunde, was lernen wir daraus ? Sich paaren und ficken sind zwei grundlegend verschiedene Angelegenheiten.

Eine kleine Anmerkung kann ich mir nicht verkneifen. Wenn einmal ficken lebenslängliche Sklaverei bedeutet, heißt es den Zynismus noch zu toppen, wenn zudem das halbe Vermögen und im ungünstigsten Falle Haus und Hof zur Disposition stehen, dann lieber onanieren.

Wenn aber sich paaren hieße, eine harmonische Partnerschaft eingehen, die auf Toleranz, Freiheit oder gar Liebe beruht, dann könnte man zuraten........

 


 


 

 

 

 


Der Zeitgeist

 

 

ist ein komisches Ding, er wechselt mit den gesellschaftlichen Systemen und kann sich anpassen wie ein Chamäleon. Einige Menschen plappern gehorsam das nach, was offiziell und über die Medien verbreitet wird, später einmal will es jeder besser gewußt haben, er war ja schon immer dagegen, sogar ein Widerstandskämpfer !

Im Moment gilt die „politische Korrektheit“, will sagen das Gutmenschentum. Wir treten für die Menschenrechte ein, lieben alle Ausländer und Behinderten, sind für eine saubere Umwelt, friedliebend, ehrlich und gut. Wir hassen  Gewalt

gegen Frauen, Kinder und Ausländer, aber nicht von Frauen, Kindern und Ausländern. Welch verdammte Heuchelei ! Man darf die Dinge nicht mehr beim Namen nennen (Zigeuner, Neger, Idioten, Verbrecher), sondern umschreibt mit gefälligen Bezeichnungen.

In den Schulen sitzen nur Begabte, Frauen sind die besseren Menschen, vor Gericht sind alle unschuldig, niemand betrügt bei der Steuer, niemand feiert krank, ohne krank zu sein, Werktätige sind fleißig, alle Ausländer sind politisch Verfolgte und hier willkommen, niemand verschmutzt die Umwelt (und wenn doch, sind es die Anderen), niemand arbeitet schwarz und / oder beschäftigt gar Schwarzarbeiter, niemand ist dumm,fett, alt oder häßlich, mit anderen Worten: Es wird gelogen, was das Zeug hält. Und das soll politisch korrekt sein? Vielen Dank für solchen Zeitgeist !

Ich behaupte, daß im Volk sehr wohl hin und wieder Klartext gesprochen wird. Aber kein Politiker oder Journalist könnte sich erlauben, so zu formulieren. Es kämen sofort Vorwürfe wie „Populismus“ oder „Stammtischparolen“. Aber, liebe Freunde, das Volk und die Stammtische und die Kaffeekränzchen, das sind die Wähler – angeblich der Souverän – die alle vier Jahre einmal zur Urne schreiten dürfen. Dazwischen wagt man es nicht, sie zu wichtigen Themen wie zum Beispiel

Euro, Asyl, Kriminalität, Steuern zu Wort kommen zu lassen.

Solange der soziale Friede hält, wird das alles so weitergehen. Aber wehe, wenn das Volk immer mehr von seinem Wohlstand einbüßt !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Arbeit

 

 

ist der Sinn des Lebens, so hört man es oft tönen. Was aber dann, wenn jemand arbeitslos wird oder in Rente geht: Hat dann sein Leben den Sinn verloren?

Unter Arbeit versteht man ja meistens die Ausübung eines Berufs zum Gelderwerb. Diese Arbeit ist natürlich gesellschaftlich sinnvoll und notwendig, denn sie hält die Wirtschaft in Gang, schafft Werte, versorgt die Bevölkerung mit Waren und Dienstleistungen. Daß diese Art Betätigung auch persönliche Befriedigung schafft, ist völlig unbestritten, denn der Mensch braucht Erfolgserlebnisse. Damit kommen wir dem Lebenssinn schon etwas näher.

Aber was ist mit anderen Formen der Arbeit – in der Schule, im Haushalt, im ehrenamtlichen Bereich – die nicht so viel materielle oder ideelle Anerkennung finden? Sind denn diese Beschäftigungen weniger wert, weil sie kein Geld bringen?

Also was ist nun der Sinn des Lebens? Vor allem das Leben selbst, das leben, so hat es die Natur oder meinetwegen auch besagter Schöpfer gemeint. Die alten Griechen meinten: Das Glück ! Mit dem Gedanken könnte ich mich anfreunden, und glücklich kann allerhand machen, nicht nur die Arbeit. Die kann übrigens auch mal unglücklich machen, wenn man unter- oder überfordert wird, unterdrückt ist oder keine Anerkennung findet.

Aber mit dem Glück kann man viel anfangen, wenn man es denn überhaupt haben will. Wer negativ denkt und pessimistisch ist, wird auch das Glück nicht gerade anziehen. Und negative Gefühle wie Haß, Neid, Angst machen außerdem krank, und Krankheit macht unglücklich: Das ist ein Teufelskreis !

Nochmal zurück zur Arbeit. Wenn man außer ihr nichts für sinnvoll hält, versäumt man einiges im Leben. Und wenn man keine anderen Interessen entwickelt, wird man zum Fachidioten. Dann wird allerdings der Verlust oder die Aufgabe des Jobs zum schweren Problem, ja zur Lebensgefahr.


 


Eine Bewerbung

 

 

sollte in angemessener Form erfolgen. Man muß sich bescheiden-überlegen, kreativ, phantasievoll darstellen. Und die Form des Schreibens muß dieser äußerst bedeutungsvollen Angelegenheit Rechnung tragen. Das Papier muß von exquisiter Qualität sein und darf keine Kaffee-, Rotwein- oder Spermaflecken aufweisen.  Der Stil darf brilliant oder originell sein und die Ordograpfie und die Gramaddik müssen der letzten Version der Rechtschreibreform entsprechen.

Etwa so:

„Sehr geehrte EntscheiderInnen,

bitte entschuldigen Sie, daß kein Porträtfoto beiliegt, ich wollte mich nicht zu vorteilhaft darstellen, sonst hätten ja etwaige Mitbewerber überhaupt keine Chance mehr. Sofern die ausgeschriebene Stelle noch frei ist, kommt sie nur für mich in Frage. Schon als Kind habe ich Ihre geschätzten Produkte konsumiert, und nun, als reifer Mann, besticht mich Ihre Firmenphilosophie. Außerdem habe ich erfahren, daß in Ihren Betrieben ein außergewöhnlich gutes Klima herrscht, so schlimme Phänomene wie etwa Mobbing oder Ellenbogenkarrieren sind dort unbekannt.

Ich würde Ihnen Tag und Nacht zur Verfügung stehen und mich ständig weiterbilden. Geld ist mir nicht wichtig, aber wenn Sie mir unbedingt etwas zahlen wollten, würde ich es karitativen Einrichtungen zur Verfügung stellen.

Wenn in Ihrer Firma überhaupt noch etwas zu verbessern wäre, dann vielleicht der Börsenkurs und die Umsatzzahlen. Genau genommen fühle ich mich für diese hohen Ziele unwürdig, und ich bitte Sie, doch lieber von einer Einstellung meiner Person Abstand zu nehmen.“

 

 

 

 


 


Ein Lebenslauf

 

muß ehrlich und vor allem lückenlos sein. Wer mag schon gerne Lücken, besonders Zahn- und Gedächtnislücken können sehr lästig sein. Wenn im Lebenslauf Lücken auftauchen, dann könnte der Delinquent während dieser Zeiten vielleicht im Knast gesessen oder gerade an einer schweren Syphilis gelitten haben. 

Man sollte auch vielleicht nicht verschweigen, daß man geisteskrank (na !!) oder sogar schwanger oder schwul (nanana !!!) ist. Denn je ehrlicher man auftritt, um so mehr Chancen hat man in der Personalabteilung.

Vielleicht könnte man einen Lebenslauf doch so beginnen: „Ich wurde geboren.“ Das macht sich immer gut, und es kann ja jedem passieren. Auch kann man ganz beiläufig erwähnen, wer die Eltern sind – dann kommt nicht der Verdacht auf, man sei zugelaufen oder ein Findelkind. Natürlich hatte man eine glückliche und geborgene Kindheit, in Schule und Universität war man allseits beliebt und äußerst erfolgreich.

Natürlich hat man keine Schwierigkeiten mit dem anderen Geschlecht, und deshalb gründete man bald eine Familie und führt bis dato eine harmonische Ehe. Bei den bisherigen Arbeitsverhältnissen war man strebsam, bescheiden und kollegial (siehe beiliegende wohlwollende Zeugnisse), aber auch konsequent, selbstbewußt und eine Führungspersönlichkeit.

Um die Arbeitskraft in vollem Maße zur Verfügung stellen zu können, treibt man auch diverse Sportarten, so zum Beispiel Tennis, Golf, Segeln und Reiten. Daß ein Pilotenschein vorhanden ist, versteht sich von selbst.

Etwaige Krankheiten oder gar menschliche Schwächen sind nicht vorhanden, und ein moralisch einwandfreier Charakter ist eine Selbstverständlichkeit.

Amen !

Wer das alles glaubt, wird selig !

 

 


 

 

 

 

 


Ein Testament

 

 

muß handschriftlich und mit Datum und Unterschrift versehen sein. Außerdem muß man daraus entnehmen können, daß der Verfasser während des Schreibens nicht betrunken oder geistig verwirrt war. Auch von starken Gefühlsregungen wie Haß oder Liebe muß abgeraten werden. Es ist in kurzer, unmißverständlicher Form der letzte Wille auszudrücken.

Vielleicht könnte man diese schwierige Aufgabe so lösen:

„Ich erkläre hiermit, daß ich weder wahnsinnig noch normal bin, sondern nur ein sterblicher Mensch. Sollte letzteres wider Erwarten eintreten, dann soll das Erbe an meine Erben gehen. Ich möchte Feuer- und anonym bestattet werden, weil das am wenigsten Platz beansprucht. Die Feier soll bescheiden und am besten ohne Predigt sein, denn irgendwelche Lobhudeleien sind oft an den Haaren herbeigezogen oder dreiste Lügen.

Bei der Musik vermeide man alles Traurige, vielmehr bitte ich um Ausschnitte aus „Jauchzet, frohlocket !, Freude, schöner Götterfunken ! und Till Eulenspiegels lustige Streiche“,  damit die Feier optimistisch ausklingt.

Sollten sich überhaupt Gäste eingefunden haben, dann bitte man sie anschließend in ein gutes griechisches Restaurant und fülle sie während des Festmahles kräftig mit Ouzo und Retsina ab. Vielleicht könnte auch der anschließende Besuch eines Bordells erwogen werden.

Ich habe mich während meines Lebens immer bemüht, alles positiv und nicht so bierernst zu sehen, und alle verbissenen oder jammernden Typen waren mir fremd. Vielleicht hätte ja bei viel mehr Fleiß und besserer moralischer Führung aus mir etwas werden können......

Macht’s gut und bleibt gesund !“

 


 

 

 

 

 


Bedenkenträger

 

 

muß es auch geben. Aber wenn ein ganzes Volk nur noch aus Zögerern, Angsthasen, Verhinderern und Neinsagern zu bestehen scheint, dann kann man schon mal nachdenklich werden.

Daß mit diesem Volk der Wiederaufbau und die Wiedervereinigung möglich waren, grenzt an ein Wunder. Das Wunder wird etwas verständlicher, wenn man an das große Ziel denkt: Die Deutsche Mark, oder wie es jetzt ganz aktuell heißt: Mehr Geld.

Und in diesen Monaten vor der großen Wahl versprechen die Politiker aller Parteien mehr Geld für alle und für alles. Wo es herkommen soll, bleibt noch etwas im Dunklen – aber wenn es nicht aus Steuererhöhungen stammen soll, kann es nur durch mehr Produktivität entstehen. Doch man braucht kein großer Experte zu sein um vorherzusagen, daß es wohl eher weniger Geld sein wird, das zur Verfügung stehen kann, denn nach mehr Arbeitsplätzen und mehr Konsum sieht es momentan nicht aus, und außerdem sind wir ja das Sozialamt für die halbe Welt geworden.

Aber alles, was nicht ganz direkt mit mehr Geld zu tun hat, wird von den Bedenkenträgern erstmal abgelehnt, nach dem Motto: Ich bin gegen alles ! 

   - sei es Volkszählung, Transrapid, Lauschangriff, Gentechnik, Atomkraft, Zensuren, Autobahn, Rechtschreibreform, Euro, Dosenbier, Kapitalismus, Gefängnisse, Aktien, Autorität, Computer, Schweinefleisch.......          

  -  bis sie irgendwann einmal darauf kommen, daß manche dieser schrecklichen Dinge doch vielleicht ganz nützlich sein können und sogar den ewigen Neinsagern zu mehr Geld (auch „Staatsknete“ genannt) verhelfen. 

Wie Helmut Kohl ganz richtig erkannt hat, sind die Deutschen am besten, wenn es ihnen schlecht geht und sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Oder im Umkehrschluß: Es geht ihnen zu gut, und sie wissen ihren Wohlstand, Frieden und Fortschritt überhaupt nicht zu würdigen.

Nun fällt mir gerade noch rechtzeitig ein, daß ich auch gegen einiges bin:

-       jede Mode mitmachen

-       die Grünen

-       Schönreden

-       Dummheit und Arroganz

-       Streit

 

 

 

 

 

 

Die Börse

 

 

handelt mit Aktien und Wertpapieren. Dieses ist an sich noch nichts Schlimmes, und es hat sich im Laufe der Geschichte weltweit durchgesetzt. Allerdings hat dieser Handel mit Kapital oder Geld (was ist Geld? eine Vereinbarung? das wäre ein neues Thema für dieses Buch!) immer den Geruch des Unmoralischen gehabt.

Denn man muß natürlich sein Geld auf ehrliche Weise verdienen, das bedeutet, durch seiner Hände Arbeit, am liebsten als Bauer oder Erbauer. Ein sehr erbaulicher Gedanke.

Falls man zu faul zum Arbeiten ist, kann man auch sein Geld arbeiten lassen. Blödsinn! Geld kann selbst nicht arbeiten! (was ist Geld? siehe oben). Man kann aber das Geld investieren, um Menschen arbeiten zu lassen.

Wenn man sein Geld investiert, hat man zwei Interpretationsmöglichkeiten:

· Die Sozi-Variante: man beutet Menschen aus,

· Die Kapi-Variante: man schafft Arbeitsplätze.

Wenn die Börse steigt, ist es besonders unmoralisch, denn man hat sich auf Kosten anderer bereichert und Neid erregt.

Fällt sie, dann hat man Pech gehabt. Man hätte sein Geld eben nicht verzocken sollen, sondern spenden müssen. Das wäre dann äußerst moralisch gewesen.

 

Natürlich kann man sein Geld auch zu 2% auf das Sparbuch legen.........

oder man kann es ausgeben.........

 

 

Hurra ! Heute ist die Börse wieder explodiert !

 


 

 

 

 


Schönrederei

 

 

zu deutsch „Euphemismus“ gab es schon immer, aber zur Zeit ist es so arg, daß man kaum noch frei sprechen kann, ohne gegen die political correctness zu verstoßen.

Besonders vorsichtig muß man bei menschlichen Eigenschaften sein, und es gilt als ungezogen, jemanden fett, alt, dumm, häßlich oder arrogant zu nennen. Es heißt natürlich: übergewichtig, älter, einfach, interessant oder selbstbewußt.

Waren sind nicht billig oder gar altmodisch, sondern preiswert und kultig. Es gibt auch kein Ungeziefer und Unkraut mehr, nur noch Nützlinge und Wildkräuter. Die lieben Kleinen sind nicht ungezogen oder frech, sondern ursprünglich und spontan. Räuber und Mörder findet man kaum noch, dafür mutmaßlich zu Unrecht Verdächtigte.

Noch ein paar schöne Beispiele:

Neger                                                    Farbige

Zigeuner                                     Roma und Sinti

Eskimos                                       Innuit

Flüchtlinge                                  Asylanten

Asoziale                                      sozial Benachteiligte

Verrückte                                   Verwirrte

Geisteskranke                            Behinderte

Arbeiter                                     Werktätige

Lagerarbeiter                            Fachkraft für Lagerhaltung

Bedienung                                   Servicemitarbeiter         

Knecht                                         landwirtschaftliche Fachkraft  

Student                                       Studierender

Penner                                         Obdachloser

Polizist                                        Bulle (ach nee, das paßt hier nicht rein....)

 

Ich bin sicher, daß auch diese Mode irgendwann durch einen anderen Schwachsinn ersetzt wird, aber bis dahin heißt es feste heucheln und lügen, um nicht als radikaler Barbar zu erscheinen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Touristen,

 

 

besser gesagt Massentouristen sind immer die anderen. Man selbst ist natürlich ein Individualreisender.

Als solcher benimmt man sich im Ausland korrekt und unauffällig, will heißen man interessiert sich für Land, Leute und die hochstehende Eingeborenenkultur, man verbraucht keinen Strom und kein Wasser, verursacht keinen Müll, läuft nicht besoffen und halbnackt durch die Gegend und schändet keine einheimischen Jungen und Mädels. Das alles tun natürlich die Touristen, und deshalb stimme ich voll mit den grünen Fundis überein, die das Reisen reglementieren wollen. Sonst wehren wir uns zwar gegen alle Vorschriften, aber diese muß wirklich sein. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder Proletarier den Touristen spielen kann?

Ich bin dem Massentourismus dankbar, denn er hat es ermöglicht, daß man in aller Welt preiswerte Hotels vorfindet und daß das Fliegen für den Normalbürger erschwinglich geworden ist. Und nebenbei entstehen dadurch in vielen armen Ländern Arbeitsplätze. Selbst habe ich schon etwa 100 Flugreisen gemacht (Teufel auch ! Aber ohne mich wären die Flieger vielleicht auch geflogen), und hoffentlich bin ich noch für 100 weitere gut.

Die ganzen Eindrücke und Erlebnisse, die mir diese Reisen verschafft haben, möchte ich nicht missen, und es ist so ähnlich wie mit gemachten Erfahrungen: Die kann einem niemand mehr nehmen, nicht einmal die Grünen.

( Warum protestiert eigentlich niemand gegen Massenveranstaltungen, Fußball, Pilgerreisen, Autorennen, Flugshows, Olympiaden, Freizeitparks, Kreuzfahrten ? Darüber müßte man einmal länger nachdenken. )

 

Nun habe ich noch eine gute Empfehlung, nämlich eine „Traumreise“. Die ist ökologisch korrekt, gratis und garantiert ungefährlich. Man muß nicht extra einen fliegen oder fahren lassen, verschmutzt garantiert nicht die Umwelt, wird weder von Fliegen und Ratten, noch von Räubern oder Bettlern belästigt, holt sich keine Krankheiten wie Tripper, Malaria oder Hepathitis, sondern es erfüllen sich alle Träume hinsichtlich Kultur, Klima, Geilheit, Gastronomie ect......


( leider stammt dieser Einfall nicht von mir, sondern von einem anderen Sachsen namens Karl May ! ).

Ingenieure

 

 

werden wieder einmal dringend gesucht, denn wer ist wohl noch bereit, ein solch „trockenes Fach“ zu belegen. Und wenn es dann jemand durchgestanden hat und ist dabei noch nicht zum Sonderling oder Fachidioten verkommen, wird ihm jeder beliebige Geisteswissenschaftler vorgezogen.

Außerdem heißt es, daß das Ingenieurwissen allein heutzutage nicht mehr ausreicht, es müssen mindestens noch zwei Fremdsprachen perfekt, Führerschein, Flexibilität,  Psychologie, Führungsstärke, Computerwissen, betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Allgemeinbildung, Kreativität, Teamgeist, Risikobereitschaft, Weltbürgertum, Spontaneität, Kunstsinn, Askese, Selbstdisziplin, Bescheidenheit, Durchsetzungsvermögen, Heterosexualität und politische Korrektheit nachweisbar sein.

Natürlich haben die echten Ingenieure, beispielsweise die Erfinder und Entdecker von Stromversorgung, Telefon, Auto, Funk und Fernsehen, Ton- und Bildaufzeichnung, Film, Computer und anderer sensationeller Dinge diesen unerbittlichen Kriterien nur teilweise genügt, aber sie waren erfolgreich.

Doch bitte, nennt mir einmal ihre Namen  !

Die großen Philosophen, Dichter, Herrscher, Musiker, Maler kann fast jeder auf Anhieb benennen. Aber die Ingenieure ?

Außerdem ist auch die Bezahlung dem Aufwand nicht immer angemessen („mehr Geld !“), so daß die geisteswissenschaftliche Richtung jedem zu empfehlen ist, dem die oben  genannten Anforderungen etwas zu überzogen erscheinen. Oder härter ausgedrückt: Eines Tages wird sich diesen Ansprüchen niemand mehr zu stellen wagen.

 

„Der Inschenör hat‘s schwör“ ,

„Früher wußte ich nicht, wie sich Inschenör schreibt, und nun bin ich einer !“

 

Die Berufsbezeichnung beruht auf so anspruchsvollen Sprachwurzeln wie :

Schöpferische Geisteskraft, Erfindergabe, Scharfsinn, freimütiges und kunstvolles Erdenken.


 


Kinder und Jugendliche

 

 

sind unsere Zukunft. Aber über jeden Trapsvogel, Frosch oder jedes Unkraut macht sich die Politik mehr Gedanken als über den Nachwuchs.

Wenn Kinder kriminell werden, spätestens dann könnte man vielleicht mal auf den Gedanken kommen, daß die Erziehung gescheitert ist. Doch wer wird denn so kühn sein, die freimütige Erziehung freier Eltern, Lehrer, Ausbilder, Psychologen, Hochschullehrer, Großeltern und anderer begnadeter Pädagogen in Zweifel zu ziehen ! Denn sie lieben alle die Kinder soo sehr, daß sie nur ihr Bestes wollen !

Welches Kind nicht das Glück hat, von vermögenden Eltern auf eine gute Schule oder ein Internat geschickt zu werden, muß sich in den öffentlichen Schulen mit einem repräsentativen Querschnitt unserer „multikulturellen“ Bevölkerung im wahren Sinn des Wortes herumschlagen. Die Lehrer dürfen oder wollen keine Autorität ausüben, denn das könnte ja die kleinen Wesen daran hindern, sich selbst zu verwirklichen. So wächst eine ganze Generation von egoistischen und bequemen Rotzlöffeln heran, die später einmal im Berufs- oder Privatleben mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Einige dieser Erziehungswunder sind angeblich schon nicht mehr in der Lage, richtig schreiben und rechnen zu können, und das gesellschaftliche Erstaunen ist groß, wenn man ihnen keine akzeptablen Lehr- oder Arbeitsstellen anbietet.

Andere werden gewalttätig oder kriminell, um sich Dinge zu verschaffen, die ihnen weder gehören noch zustehen.

Und eine kleine Elite, also Menschen, die intelligent genug sind, trotz unseres begnadeten Bildungssystems etwas zu lernen und später den sehr strengen Kriterien des Berufslebens zu genügen, werden verteufelt und später wegen ihres hohen Lebensstandards gehörig beneidet.

Ja, sie werden sogar über ihre Steuern und Abgaben dazu gezwungen, die vielen faulen und asozialen Analphabeten zu unterhalten !

Es gibt nur eine Lösung: Autoritäre Erziehung zu Fleiß, Disziplin und Bescheidenheit in Familie und Schule – die Selbstverwirklichung kann gerne  ein paar Jährchen warten, damit der Lebensweg nicht schon in der Jugendzeit im Knast oder in der Gosse endet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gefängnisse

 

 

scheinen keine besonders abschreckende Wirkung mehr auf Verbrecher zu haben. Weil kaum einem dieser Täter zugemutet wird, dort vorübergehend seinen Wohnsitz zu haben, denn vor Gericht stoßen diese Herrschaften oft auf sehr verständnisvolle und milde Richter, Sachverständige, Psychologen und andere Spezialisten. Und wenn doch – natürlich völlig unberechtigt – ein Urteil ergeht, sind die Verteidiger erst richtig in ihrem Element. Dann war der Richter befangen, hat Formfehler begangen oder es wird gleich Revision eingelegt und so lange eine höhere Instanz bemüht, bis endlich der Freispruch erfolgt ist.

Natürlich sitzen in den Gefängnissen auch nur Justizopfer und Unschuldige (das würde ja bedeuten, daß die wahren Schuldigen noch frei herumlaufen). Und was ein rechter Mörder ist, der kann sich auch nicht über mangelndes Interesse von Psychologen und Sozialarbeitern beklagen. Da gibt es häufig Ausgang (mit reichlich Gelegenheit zur Flucht), damit sich der arme so in seiner Persönlichkeit verletzte Täter an seine sowieso baldige Freilassung gewöhnen kann.

Um die Opfer kümmert sich niemand, obwohl die einen guten Psychologen nötig hätten. Wer sollte denn das bezahlen? Von Schadenersatz ganz abgesehen ! Das Opfer hat eben Pech gehabt, denn beim Verbrecher ist ja nichts zu holen, weil ihm die böse Gesellschaft nicht erlaubt hat, sich ein Vermögen zu erwerben.

Die Gefängnisse scheinen recht komfortabel zu sein, denn die Insassen können dort ihren Neigungen nachgehen, so weit das möglich ist. Denn es scheint manches möglich zu sein, beispielsweise Rauschgift, und das wird stillschweigend geduldet, damit die Herrschaften keine Gefangenenrevolte beginnen. Es wäre doch auch sehr inhuman, wenn man einem Süchtigen seine Rauschmittel vorenthielte !

Es wird immer viel über die Menschenrechte und die menschliche Würde geredet, besonders die in anderen Ländern als in Deutschland. Bei uns ist die Freiheit ein so hohes Gut, daß man sie Kriminellen beläßt oder schnell zurückgibt und daß man Asozialen die Entscheidung überläßt, würdevoll in der Gosse zu landen.


 

 


Steuern

 

 

zahlt niemand gern, aber sie müssen sein, damit der Staat seine Wohltaten an jedermann verteilen kann und auch seine eigenen Diener nicht im Regen stehen läßt.

Wenn nun jedes Einkommen ohne Ausnahme gerecht besteuert würde, und zwar ohne Progression und ohne „Schlupflöcher“ oder Abschreibungsmöglichkeiten, dann müßte das doch eigentlich ausreichend sein. Aber nein, die heuchlerischen Politiker, die sonst so verfeindet tun, sind sich in dieser Beziehung unheimlich einig: Sie streuen das Gerücht aus, daß sie alle Welt mit Steuergeschenken beglücken wollen – aber in Wirklichkeit denken sie sich immer neue  Steuern aus.

Dem Erfindergeist sind da keine Grenzen gesetzt ! So lange es überhaupt Staaten oder Regierungen gibt, sind Scharen von Beamten damit beschäftigt, sich ständig neue Schikanen auszudenken, wie sie das Volk schröpfen können. Denn nur die Masse des Volkes bringt die gewaltigen Einnahmen – wenn man den paar Reichen ihr Geld wegsteuerte, wäre dieses bald wieder ausgegeben.

So hat man sich die Salzsteuer, die Fenstersteuer, die Vergnügungssteuer , die Autosteuer, die Sektsteuer, die Regensteuer, die Grundsteuer ausgedacht.

Worauf noch keiner gekommen ist: eine Fick- und eine Furzsteuer einzuführen. Aber im Moment ist bei allen Gutmenschen eine neue Steuer hochwillkommen, nämlich die Energiesteuer. (Nach dem Motto : Wir sind doch alle für eine saubere Umwelt! ). Ein meisterhafter Akt der Heuchelei, und zudem ein ökonomischer Schwachsinn ohne Beispiel.

Aber die goldene Palme gehört dem  Erfinder einer Steuerart, die man immer, auf alles und von jedem erheben kann: Die Mehrwertsteuer. Das ist nun die Perfidie überhaupt, daß jeder Bürger, dem sein Geld schon einmal durch die Lohn- oder Einkommensteuer aus der Tasche gezogen wurde, für jede Dienstleistung oder Ware, die er von seinem schon versteuerten Geld kauft, noch einmal 16% des eigentlichen Preises drauflegen muß.

Aber seltsamerweise hat das entweder noch niemand bemerkt, oder es ist den Leuten egal, weil sowieso alle zuviel Geld haben: Es wird stillschweigend geduldet.

Und wenn das Einkommen nicht reicht, dann gehen wir eben zum Sozialamt und holen uns was. So einfach ist das mit den Steuern.

 

 

 

 

 

 

Geld

 

 

oder noch besser mehr Geld ist immer und bei jedermann willkommen. Da machen auch Kirchen, Sozis, Ethiker, Pazifisten, Ökofreaks, Nazis, Rentner, Neger, Gewerkschaftler, Kinder, Finanzämter, Bettler, Geschäftsleute, Frauen, Spieler und Banken keine Ausnahme.

Geld hat selbst keinen Wert, sondern es steht nur für das, was man dafür bekommt. Es ist ein Wertsymbol für erbrachte Leistungen und Waren, und deshalb als Produkt von Arbeit auch als Entlohnung für Arbeit geeignet.

Als Geld noch Gold war, hatte es zumindest noch den Metallwert, und selbst der ist nicht absolut, sondern beruht auf Vereinbarung. Man drückte und drückt also den Wert des Goldes auch durch einen variablen Geldwert aus.

Aber Geld als Papiergeld kann von einem Tag zum anderen nichts anderes mehr als nur bedrucktes Papier sein.

Andererseits verleiht der Besitz von Geld Macht und Prestige, besonders wenn man es nicht ausgibt (sonst hätten es die anderen).

Besonders geil ist es, wenn man über anderer Leute Geld verfügen kann, es umverteilen, stehlen, enteignen, entwerten, versteuern, beschlagnahmen, verschleudern und verteufeln kann. Wer tut denn sowas? Politiker, die vom Volk gewählt sind.

 

 

Noch ein paar starke Sprüche zu diesem Thema:

 

„Geld regiert die Welt“,

„Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt“,

„Lieber reich und gesund, als arm und krank“,

„Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen“,

„Wie gewonnen, so zerronnen“.

 

 


 

 


Süchte

 

 

sind menschlich und gelten sogar als krankhaftes Verhalten. Wenn ich also sage: Ich bin zwanghaft arbeitssüchtig und muß deshalb erstens therapiert und zweitens pensioniert werden, dann geht das in Ordnung.

Folgende Dinge können süchtig machen

·       Drogen                        hui !

·       Alkohol                        pfui !

·       Rauchen                       igitt !

·       Spielen                        uuh !

·       Kaufen                         ooh !

·       Arbeiten                     iih !

·       Essen                           eeh !

·       Sex                              aaaaaahhhhh !!

Seltsamerweise werden Alkohol und Rauchen von unserer sonst so toleranten Gutmenschenbande am wenigsten toleriert, ja sogar verteufelt. (Obwohl fast jeder mit diesen beiden Sachen zu tun hat oder hatte, mag sich kaum noch jemand öffentlich dazu bekennen). Was früher als geselliges Verhalten galt, wird heutzutage mit Schwäche, mangelndem Bewußtsein, Umweltverschmutzung und Rücksichtslosigkeit in Zusammenhang gebracht.

Dabei bringen Alkohol und Tabak gewaltige Steuern in das Staatssäckel, und so könnte es eigentlich für einen Staat höchst unerwünscht sein, wenn niemand mehr rauchte oder söffe.

 

PS: Diese Seite wurde im Alkoholrausch geschrieben.

 

 


 

 

 

 

 


Drogen

 

 

sind eine schreckliche Sache, gelten aber aus mir unverständlichen Gründen als irgendwie geil, exotisch, geheimnisvoll, lüstern.

Obwohl verboten, scheint die Drogensucht doch sehr verbreitet zu sein. Wie oft werden von der Polizei oder vom Zoll große Mengen, kilo- und sogar zentnerweise, aus dem Verkehr gezogen. Und wieviel wird denn erst unentdeckt nach Deutschland gelangen !

Da ist wohl die Frage erlaubt, wer das alles konsumiert. Etwa die paar Penner, die das öffentlich tun und zur Freude aller braven Bürger in Bahnhöfen und Parks mit ihren unappetitlichen Spritzen hantieren?

Oder vielleicht Hausfrauen, Staatsanwälte, Rentner, Prostituierte, Ärzte, Lehrer, Journalisten, Kinder, Yuppies, Beamte, Verkäuferinnen, Richter, Omas, Pastoren, Lehrlinge, Politiker, Manager?

Wenn meine Theorie stimmt, dann ist es kein Wunder, daß das Mäntelchen der Nächstenliebe und Verschwiegenheit über diesen Skandal geworfen wird.

Und was auf keinen Fall ausreicht ist, daß man zur Beruhigung des Gewissens die „Dealer“ verteufelt. Zu dieser Kette gehören noch einige mehr:

·       Die Erzeuger              Arm! Bauern! Dürfen aus Gründen der Korrektheit nicht

                                          verurteilt werden,

·       Die Verteiler              Die großen Kartelle (reich! ) sind ganz böse,

                                          Die kleinen Dealer (Neger, Kurden ) wollen auch leben,

·       Die Konsumenten        Krank! Unschuldig!

 

Ohne die Konsumenten würde die ganze gewaltige Organisation austrocknen, absterben, verarmen. Dann wäre auch die Verführung zum Einstieg nicht mehr gegeben, vielleicht würden noch ein paar Unbelehrbare ihren Hanf im Blumentopf anbauen, oder der Konsum von Medikamenten würde steigen.

Ich meine, daß man alle bekannten und asozialen Drogensüchtigen zwangsweise dem Entzug und einer guten medizinischen Versorgung zuführen sollte. Selbst wenn es teuer wird, aber für die menschliche Würde ist nichts zu teuer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kunst

 

ist heutzutage schlecht dran, denn wegen der allgemeinen Kommerzialisierung (alles muß Profit bringen) und einer falsch verstandenen Demokratisierung (jeder habe den gleichen schlechten Geschmack) muß sie sich prostituieren.

Die Kunst der vergangenen Jahrhunderte konnte nur durch ein konsequentes Mäzenatentum existieren. Offensichtlich hatten die Kirchenfürsten und Adligen einen besseren Geschmack als das Volk, und sie haben sich damit durchgesetzt. So können wir uns als Bildungsbürger jetzt an vielem erfreuen, was uns -  quasi als Museum - erhalten geblieben ist.

Momentan ist die Kunst gespalten, für die Elite und für die Masse findet man ganz verschiedene Richtungen, was nicht unbedingt heißen soll, daß dabei etwas Gutes herauskommt.

·      Die bildende Kunst bietet entweder abstrakte Scheußlichkeiten oder Kitsch in jeder Form, Kaufhauskunst oder Souvenirs.

·      Die moderne Musik existiert fast nur noch als atonales Gequietsche und elektronisches Piepsen. Was von der Mehrheit konsumiert und akzeptiert wird ist Rock, Pop oder die sogenannte Volksmusik. Schade eigentlich.

·      Die Literatur kann außer Bestsellern, Comics und Lore-Romanen  nichts weiter bieten. Von den Theaterstücken und Drehbüchern für Film oder Fernsehen reden wir besser nicht.

 

Wenn es einen für unsere Verhältnisse gültigen Stil gäbe, würde der sich auch durchsetzen. Aber vielleicht geht es uns momentan um anderes als Kunst, es ist „FUN“ angesagt.


 

 

 

 

 

 

 


Kirche – Religion – Glaube

 

sind so verschiedene Dinge, daß sie nicht sehr viel miteinander zu tun haben.

Glaube ist eine persönliche Angelegenheit, und man sollte es sich nicht erlauben, darüber zu urteilen oder jemanden zu beeinflussen. Offenbar braucht der Mensch solche Hilfen oder Rettungsringe, um das Leben besser erklären und ertragen zu können.

Religion ist schon gefährlicher, aber auch sie scheint für viele Menschen nötig zu sein, weil sie mit ihren Kulthandlungen und ihrem Brimborium den Eindruck der Gemeinschaftlichkeit und der Geborgenheit verschafft, und weil man dabei seine

primitiven Gefühle zeigen darf, ohne verspottet zu werden. Und als Ausgleich für das eigene armselige Leben werden jedem Gläubigen nach dem Tode paradiesische Zustände versprochen. Das setzt allerdings die Annahme voraus, daß die Seele unsterblich ist, eine etwas gewagte Vision.

Die esoterischen Sekten sind besonders erfolgreiche Verführer, und sie manipulieren die Leute bis zur Selbstaufgabe.

Kirche ist eine Organisation zur Ausübung von Einfluß und Macht. Sie hat es immer verstanden, ihre Schäfchen freiwillig oder durch Psychoterror bei der Stange zu halten und ihnen viel Geld abzunehmen.

Zugegebenermaßen ist von den Kirchen auf sozialem und kulturellem Gebiet viel getan worden. Aber es sind von ihnen auch Kriege, Unterdrückung und Verfolgung ausgegangen.

Natürlich stehen hinter den Kirchen Millionen von Menschen, denen es bei allen Friedensgesängen und Gebeten offensichtlich ganz recht ist, wenn man ihnen die moralische Rechtfertigung dafür liefert, Andersgläubige zu unterdrücken oder umzubringen.

Ich halte es jedenfalls für eine Anmaßung, jemanden mit einem anderen Gesangbuch als Barbaren, Ungläubigen oder Heiden zu bezeichnen und ihn deshalb zu verachten oder zu vernichten. Besser würde ich es allerdings finden, wenn man sich nicht von einer Religion abhängig und damit manipulierbar machte.

 

Amen !


 

 


Ausländer

 

sind wir alle irgendwo. Aber das ist noch kein Grund, uns in Deutschland von Ausländern überschwemmen zu lassen.

Daß sie alle kommen wollen, ist nur zu verständlich, denn hier werden sie sehr gut versorgt und auch wegen unseres Nazikomplexes äußerst korrekt behandelt. Und wer einmal Entwicklungsländer bereist hat oder die ehemaligen sozialistischen Paradiese kennt, weiß bescheid. Ob auf dem Balkan, in Afrika, Asien, Mittel- oder Südamerika – es herrschen schlimme Zustände. Verkommenheit, Armut und eine resignierte und stumpfsinnige Bevölkerung lassen für die nächsten Jahrhunderte für die Menschheit und die Umwelt nichts Gutes erahnen.

Natürlich wollen alle an unserem so verteufelten und konsumorientierten Leben teilnehmen, nur wohin soll das führen? Andere Länder haben ihre Grenzen längst für Einwanderer geschlossen, nur unsere linken Tölpel haben es noch nicht begriffen. Oder sollten sie unser System sabotieren wollen?

Als die Einwanderung begann und alles noch so angenehm exotisch erschien, sprach man von der multikulturellen Gesellschaft. Alle Menschen werden Brüder und bereichern sich gegenseitig. Das war damals auch akzeptabel, als dringend benötigte Arbeitskräfte gerufen wurden, und als ausländische Geschäftsleute, Wirte, Facharbeiter und Dienstleister kamen und hier fleißig arbeiteten.

Als aber mit dem Fall der Mauer auch alle Dämme brachen, fluteten hier die schlimmsten Völkerstämme herein, „Asylanten“, angeblich alle politisch verfolgt, und wie sich herausgestellt hat, bereit zu neuen Taten.

Das harmloseste ist noch, wenn sich hier verfeindete Sippen oder Parteien gegenseitig terrorisieren und umbringen, das hätten sie sich vielleicht in ihren  Heimatländern nicht erlauben können, aber in Deutschland haben wir für alles Verständnis. Aber daß sich diese multikriminellen Banden hier betätigen – da hört der Spaß auf.

·       Polen als Autoklauer

·       Neger und Kurden als Drogenhändler

·       Rumänen als Einbrecher

·       Zigeuner als Diebe

·       Albaner als Zuhälter

·       Vietnamesen als Zigarettenschieber

·       Chinesen als Erpresser:

 

Alle raus!

 

 

 

 

Das Weltall

 

ist so riesig – vielleicht sogar unendlich – daß die Wahrscheinlichkeit von Leben auf irgendwelchen fernen Planeten äußerst groß ist.

Mich würde nur interessieren, wie die Wesen vom anderen Stern, vorausgesetzt sie wären „vernünftig“, ihr Zusammenleben organisiert haben.

Wenn sie ähnlich angelegt sind wie wir, also egoistisch, aggressiv, dominant, nie zufrieden, geil, intolerant, verfressen und stur, dann kann man doch sicher annehmen, daß dort alles so läuft wie auf unserer Mutter Erde.

Offenbar kann sich das Leben nur entwickeln und behaupten, wenn diese Eigenschaften vorhanden sind. Also Freunde, findet euch damit ab und macht das Beste draus.

Ein gewisser Trost ist nur, daß diese bewohnten Himmelskörper nur ein paar Fliegenschisse im All sind, man kann sie vernachlässigen, denn der größte Teil des Universums ist leer.

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Gott

 

ist ein Denkmodell oder eine Metapher, von Menschen erdacht und deshalb mit menschlichen Zügen versehen, dazu allwissend und allmächtig.

Alle Vorgänge in der Natur, menschliche Schicksale und Verhaltensweisen, Glück und Unglück – alles möchte man auf göttlichen Einfluß zurückführen. Wenn man zum Beispiel Kriege, Unfälle oder Naturkatastrophen einem göttlichen Willen zu-schreiben will, gerät man allerdings bald ins Schwitzen und in einen beträchtlichen Erklärungsnotstand.

Wenn man sich an Gott mit Gebeten und eindringlichen Bitten wendet, egal wie egoistisch sie auch sein mögen oder ob man vielleicht sogar anderen Menschen damit Schaden herbeiwünscht, wird es dann schon etwas bedenklicher.

Und wenn in Gottes Namen und mit Gottes Segen Kriege geführt werden, grenzt das schon an Blasphemie. Wenn sich beispielsweise Christen, Juden und Moslems so hassen, daß sie sich am liebsten gegenseitig ausrotten möchten – obwohl sie doch angeblich alle inbrünstig an Gott glauben – was soll man denn bloß davon halten? Oder haben die alle ihren eigenen Gott? Dann sind sie alle Heuchler und Arschlöcher, also Menschen wie du und ich und nicht besonders fromm.

Für mich kann Gott nur als die Natur als solche erklärbar sein, und die Natur hält sich nur an ihre physikalischen Gesetze und kümmert sich einen Dreck um die Menschen. Und der Mensch möchte doch bitte sein Schicksal selbst verantworten und mit seinesgleichen und seiner Umwelt behutsam und schonend umgehen. Alles auf Gott abzuwälzen mag vielleicht sehr bequem sein, aber für anständig und intelligent halte ich es nicht.

Und außerdem sollte sich der Mensch nicht als Gott oder sein Ebenbild aufspielen („macht euch die Erde untertan....“), sondern mit einer gewissen Demut und Bescheidenheit sein Leben leben. Schließlich haben wir doch alle etwas Intelligenz geerbt, in etwas müssen wir uns schließlich von den Affen unterscheiden.......

 

Zitat: Wenn ein Dreieck vernunftbegabt wäre, würde es sich Gott dreieckig vorstellen.

Frauenrechtlerinnen stellen sich Gott als Frau vor.

Einen Menschen zum Gott zu machen (Jesus) ist Blasphemie.

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Naturwissenschaften

 

versuchen, der Natur und ihren Gesetzen auf die Schliche zu kommen. Ohne diese Erklärungen hätte der Mensch nur Angst vor der Natur oder irgendwelchen Göttern und würde sich noch auf dem Niveau von Neandertalern befinden.

Aber unbewußte Ängste vor scheinbar Unerklärlichem kann man auch heutzutage noch finden (daher die Erfolge der Esoterik), und die Naturwissenschaften werden ja deshalb ganz gern verteufelt.

·      Die Physik ist was ganz Unheimliches und Übermächtiges, und sie hilft mit bei so schlimmen Dingen wie Atomkraft, Raketen, Flugzeugen, Autos, Fernsehen, Elektrizität und dem ganzen Maschinenkram.

·      Die Chemie stellt nur Gifte und umweltfeindliche Dinge her, eine schreckliche Wissenschaft ist das! Künstliche Düngemittel, Farben, Medikamente, Aromen, Kosmetika – alles unnützes Teufelszeug!

·      Die Biologie kommt noch am besten weg, es ist ja alles natürlich und gottgewollt, was da so wächst. Mit Ausnahme der Gentechnik und anderer Manipulationen wie künstlicher Befruchtung oder Überzüchtung.

 

Anmerkung: Wenn jemand „biologische“ Nahrungsmittel verkauft, dann kann er gleich kräftig was auf den Preis aufschlagen. Dabei ist doch wohl alles Gewachsene biologisch, oder etwa nicht? Man meint damit „ökologisch“, also möglichst ohne Chemikalien oder Medikamente behandelte pflanzliche oder tierische Nahrung. Aber was will man machen, die menschliche Dummheit braucht ständig neue Nahrung. Und man darf nicht etwa behaupten, daß mit Angst vor Krankheiten oder auch übertriebenem Körper- und Jugendkult tüchtig Geld verdient werden kann und die übersättigten Wohlstandsmenschen regelrecht beschissen werden. Das wäre politisch nicht korrekt.

 

 

Die Naturwissenschaften vereinen die Menschen,

die Religionen trennen sie.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Esoterik

 

ist eine gefährliche Angelegenheit. Sie gibt sich als geheime Wissenschaft aus, damit man ihr nicht so schnell auf die Schliche und hinter die Tricks kommt. Auf jeden Fall sind schon immer die Menschen mit geheimnisvollem Brimborium zu faszinieren und zu manipulieren gewesen; das haben Priester, Zauberer, Hexen, Hypnotiseure, Wahrsager, Geisterbeschwörer, Wunderheiler, Astrologen und sogar manche Therapeuten ganz gut erkannt und auch gemacht und sind dabei nicht gerade arm geblieben.

Mit Steinen, Drogen, Lichteffekten, Berührungen, Beschwörungen, ja sogar mit physikalisch nicht meßbaren „Strahlen“ und „Energien“ werden die armen Opfer malträtiert und um ihr Geld gebracht. Allerdings helfen solche Verfahren in manchen Fällen, meistens dann, wenn die Patienten mit ihren Seelenqualen nicht selbst fertig werden.

Und warum funktioniert das? In allen Lebewesen stecken Urerfahrungen, die im Laufe der Evolution über die Gene weitergegeben werden. So brodeln auch in uns Menschen unbestimmte Ängste vor dem Tod, vor Krankheit und Katastrophen. Nun hat der Mensch aber vielleicht eine gewisse Intelligenz, und die müßte doch genügen, um sich nicht einem dumpfen Aberglauben hinzugeben.

Aber gerade in der modernen Zeit, die von Wissenschaft und Technik geprägt ist, und deren materielle Vorteile von allen ganz gern genutzt werden (obwohl manchmal mit gespieltem Widerwillen), sind viele Menschen für Esoterik, Sektenunwesen oder Katastrophenszenarien sehr empfänglich. Das scheint mir eine Flucht aus unserer Realität zu sein, die manche überfordert und die als bedrohlich empfunden wird.

 

Merke: Die Menschheit will betrogen werden und ist bereit, dafür auch noch zu bezahlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2000

 

 

Wie schon vorher bemerkt: Die menschliche Dummheit ist grenzenlos. Ein weites Feld für die Medien und irgendwelche „Sachverständige“.

 

1.     Weltuntergang ! Die  Sonnenfinsternis, Kometen- oder Meteoriteneinschlag,  Katastrophen, Seuchen, Apokalypse ! Der Jüngste Richter wird uns alle her- und hinrichten !

2.    Doppelnull ! Alle Computer stürzen ab ! Wir werden alle erfrieren,  verhungern, verunglücken, auf die Stufe von Steinzeitmenschen zurückfallen !

3.    Der Euro  !  Inflation  !  Unser Vermögen wird halbiert werden  !

 

Mit eigenem kritischen Nachdenken wäre da schon viel getan, aber man sollte von den Menschen wohl nicht zu viel erwarten.

 

 

 

2001

 

 

Das wahre Problem wird entweder nicht erkannt oder verschwiegen, denn die Menschheit vögelt nach wie vor fröhlich weiter.

 

1.     In den nächsten hundert Jahren werden 30 Milliarden Menschen geboren werden, so viele, wie von Eva bis Alice Schwarzer zusammengenommen.

2.    Da die alle fressen, saufen, scheißen und autofahren wollen, kann man sich die Folgen leicht ausmalen.

3.    Dumm fickt besonders gut (alte Arbeiter- und Bauernregel), und deshalb wird nicht nur die Bevölkerung, sondern auch die Dummheit explodieren.

 

Für die Lösung dieser Probleme ist es schon viel zu spät, und auch Naturkatastrophen, Seuchen oder Kriege können da nicht mehr helfen. Aber es nützt auch nichts, sich deshalb das Leben zu nehmen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Atome

 

stellt man sich nach dem anschaulichen Modell von Bohr vor, wobei die Elektronen auf Kugelbahnen um einen Kern rotieren. Das ist gut nachzuvollziehen, entspricht doch dieses Modell dem Wahrnehmungsvermögen des Menschen für seine Umgebung, der Natur und dem Kosmos. Die ganze Chemie ist damit erklärbar.

Aber vielleicht darf man trotzdem einmal ein paar ganz naive, fast dumme Fragen stellen, oder aber Skepsis gegenüber diesem dreidimensionalen Atomaufbau aufkommen lassen.

Ein Atom ist ja das stabilste Gebilde, das man sich vorstellen kann, und wenn man es zerstören will, sind gewaltige Energien nötig. Ein „normales“ Atom besteht quasi unendlich lange. Warum?

Was hält den Kern zusammen?

Warum behalten die Elektronen ihre Bewegung bei?

Was befindet sich zwischen Kern und Elektronen? Nichts?

Warum behält feste Materie ihre Gestalt?

Warum ziehen sich Massen an?

Was hält die Welt zusammen?

Die Gravitation natürlich, ABER WARUM UND WIE funktioniert sie? Wer das erklären kann, hat sich einen Nobelpreis verdient. Gleichzeitig wäre das sehr gefährlich, denn die Wissenschaft würde bald Methoden finden, um die Schwerkraft aufzuheben oder umzukehren. Dann gute Nacht!

 

Eventuell müssen zur Erklärung dieser physikalischen Phänomene wieder einmal die Philosophen ran. Die Physik scheint festgefahren oder durch Vorurteile gebremst zu sein, sonst würde es doch jemand wagen, mit einer neuen Vorstellung vom Atom herauszukommen.

Ist das Atom dreidimensional?

Rotieren die Elektronen wirklich?

Werden Atome durch Gravitation zusammengehalten oder anders?

Wie entstehen die chemischen Eigenschaften eines Elements?

 

Man möge mir diese Entgleisungen verzeihen!

 

Was kann ich wissen?

Was soll ich tun?

Was darf ich hoffen?     (Kant)

 

 

 

 

Öffentlicher Verkehr

 

findet in öffentlichen Verkehrsmitteln statt, denn dort gibt es reichlich Platz, und man kann viele Leute kennenlernen. Deshalb (und nicht nur deshalb) habe ich damals mein Auto abgeschafft, denn im Auto ist es doch viel zu eng dafür.

Diese weisen Erkenntnisse galten früher, also zu meiner Zeit, aber heutigentags ist sowieso alles anders. Jetzt herrschen andere Regeln des menschlichen Zusammenseins, geprägt durch die Schwere unseres Lebens, die Verschmutzung der Umwelt, die Vergiftung unserer Nahrung, die weitverbreitete Armut, die Arbeitslosigkeit,  die Zivilisationskrankheiten, die Ausländerfeindlichkeit, die Benachteiligung der Frauen und Behinderten, die Atomkraftwerke, die Klima- katastrophe, den Kapitalismus – und überhaupt !!

Und so kann man denn in den Bahnen und Bussen auch keine Lebensfreude oder gar Geilheit mehr erwarten.

Selbst wenn man einmal über die vielen Freunde des Alkohols (Säufer), des Schlafes (Penner), der Rauschmittel (Junkies) und über die vielen Neger und andere Kanaken hinwegsieht, wird man auch vom Rest der Fahrgäste nicht besonders animiert. Jugendliche mit bitterbösem Gesichtsausdruck, Omas mit hängenden Mundwinkeln, tätowierte und gepiercte Schlägertypen, anhaltend gähnende, schwarzgewandete Mädels sowie frustrierte, schweigende Paare tragen nicht dazu bei, daß große Freude aufkommt.

Selten, daß mal jemand lacht. Und wenn überhaupt gesprochen wird, dann in ein Handy. Und wenn mal jemand nett guckt, ist es vielleicht ein Zugbegleiter.

Vielleicht passiert öffentlicher Verkehr nur noch in den Talkshows.

 

 

 


 


 



Beziehungen

 

sind wohl immer problembeladen. Also sollte man auch nicht zu hohe Ansprüche an sie stellen, die Enttäuschung folgte sonst sicherlich.

Ob man will oder nicht – immer hat man es mit seinen Mitmenschen zu tun, ob mit den Eltern, Schulkameraden, Kollegen, Nachbarn und nicht zuletzt mit dem Sexualpartner (früher Ehegatte, heute Lebensabschnittsgefährte genannt).

Und alle Beziehungen bieten nicht nur Schönes, sondern auch reichlich Konflikte und Kampf um die Macht. Offenbar können „normale“ Menschen damit ganz gut umgehen oder sie geben es zumindest vor. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, daß Ärger und Streit gut für die Gesundheit sind.

Ein ganz besonderes Kapitel sind die Zweierbeziehungen mit dem Ziel des Zusammenlebens, der Sexualität, der Haushaltsführung, der Kindererziehung, der Freizeitgestaltung und des Zugriffs auf das Geld. Was sich da – abgesehen von all dem Schönen, Geilen, Gemütlichen, Verantwortungsvollen, Geistigen und Erhabenen – so in den Partnerschaften abspielen kann, braucht wohl hier nicht erwähnt zu werden. Es muß ja nicht gleich mit Mord und Totschlag enden, aber warum ist denn wohl die Scheidungsrate so hoch?

Alles Diskutieren, Lamentieren, Philosophieren, ja selbst eine Eheberatung nützen nichts mehr, wenn der Karren im Dreck steckt. Und auch Fremdgehen oder die Flucht ins Frauenhaus sind nur Notlösungen.

Die Entwicklung dieser Partnerschaften kann über Geilheit, Liebe, Geborgenheit, Gemütlichkeit, Gewöhnung, Langeweile, Überdruß, Abneigung bis zum Haß führen. Das alles näher zu erläutern würde zu lange dauern und ist auch nicht meine Absicht. Fest steht für mich nur, daß gegen „Impotenz“ weder Vorwürfe, Reizwäsche, Pillen, Spott, Sport, Vakuumpumpen oder spanische Fliegen helfen. Wenn es mit dem Ficken nicht mehr klappt, dann ist die Partnerschaft im Arsch. Und das beste Mittel ist ein Ende mit Schrecken einschließlich Wechsel des Modells.

Sehr ordinär, aber es stimmt doch, oder nicht?

Und nun singe ich das Hohelied des Singledaseins:

·       Ich kann tun und lassen, was ich will.

·       Ich kann ficken wann und wen ich will.

·       Ich muß nicht ficken, wenn ich nicht will.

·       Ich kann mit meinem Geld machen, was ich will.

·       Ich kann gut auf Streit und Vorwürfe verzichten. Was ich will!

·       Und einsam sein kann man auch in einer Partnerschaft, nur ist es dann doppelt so schlimm.

 

 

 

Liebe

 

was ist das eigentlich? Ein Gefühl oder eine Absicht? Das Gegenteil von Haß? Ist dieser Zustand vorübergehend oder dauerhaft? Ist er ehrlich oder geheuchelt? Ist Liebe egoistisch oder altruistisch?

Was bewirkt die Liebe? Selbstaufgabe? Blindheit? Geilheit? Hochgefühl? Gesundheit? Besitzenwollen? Gebenwollen? Fortpflanzung? Hingabe? Lüge? Glück? Enttäuschung?

Die Bibel sagt: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst...“ . Papier ist geduldig. Und daß diese Aufforderung überhaupt nötig ist, beweist doch, daß in dieser Hinsicht ein Handlungsbedarf bestanden hat und immer noch besteht. (Die gleiche Überlegung gilt übrigens auch für die 10 Gebote! ).

Ich bin jedenfalls immer etwas skeptisch, wenn ich die Leute so schwärmerisch über die Liebe sprechen höre.

 

Mehr fällt mir zu diesem Thema nicht ein – leider.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Gewalt

 

sei ein Zeichen von Schwäche, so sagt es die moderne Seelenlehre. Das ist ganz bestimmt zutreffend, wenn es um Beziehungen auf der persönlichen Ebene geht.

So ist sicherlich körperliche Gewalt bei der Kindererziehung oder in einer Partnerschaft Ausdruck von Unsicherheit oder Überforderung. Wobei aber anzumerken ist, daß hin und wieder die „Opfer“ so lange provozieren, bis sich die Aggressionen in Form von Gewalt entladen.

Auch die unter Schülern, Fußballfans, Skinheads, Chaoten oder irgendwelchen Primitiven zu beobachtende körperliche Gewalt verrät eine geistige Armut, man ist nicht fähig, Konflikte anders als durch Schläge und Tritte zu lösen.

„Wenn wir schon nichts im Hirn haben, besitzen wir doch wenigstens unseren Körper, und den setzen wir dann ein!“.

Nun wird dieses Verhalten heutzutage nicht etwa auf die Dummheit der Schläger, sondern auf „die Gesellschaft“ zurückgeführt, will sagen, wer schon von Kindesbeinen Gewalt kennenlernt und empfängt, wird sie später auch ausüben. Mag sein, und für die Familien wird das zutreffen. Aber schon in der Schule wird doch angeblich gewaltfrei (besser gewaltlos) erzogen, wieso passiert denn dann gerade in Schulen so viel Gewalt? Für mich ist das ein Widerspruch. Und auch die Justiz geht doch sehr sanft mit Verbrechern um, wieso steigt eigentlich die Kriminalitätsrate immer mehr?

Ketzerisch wie ich bin behaupte ich (und ich berufe mich dabei mal ausnahmsweise auf sämtliche Religionen und Staatslehren), daß der Mensch sehr wohl Gewalt braucht, und zwar um die Hierarchien aufrechtzuerhalten :

Staatsgewalt; Autorität und Zwänge in Betrieben, Schulen und Organisationen; und selbst – jaja ! – in Partnerschaft und Familie. Wenn der Mensch nicht erfährt, wo es langgeht und wer der Boss ist, wird er verunsichert und sucht sich ständig neue Grenzen.

Das Problem ist nur, daß mit dieser Art von Gewalt nicht immer sehr verantwortungsbewußt umgegangen wird. Denn auch an der Spitze der Hierarchien stehen nicht immer nur die edelsten Menschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Körper – Geist – Seele

 

In einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist. Stimmt das? Ich glaube, man liegt richtig in der Annahme, daß ein gesunder Körper einen gesunden Geist und eine gesunde Seele voraussetzt. Und daß einer stabilen körperlichen Form ein positives Bewußtsein, möglichst frei von Haß, Neid, Angst und Aberglauben zugrunde liegt.

Körper und Geist lassen sich weitestgehend trainieren und in Form bringen. Aber wie ist das mit der Seele?

Was ist das überhaupt, die Seele? Vielleicht das Wesen des Menschen? Oder die Gesamtheit der Gefühle und Empfindungen? Oder die Art, wie auf Gefühle und Empfindungen reagiert wird?

Ist die Seele angeboren oder erworben? Gibt es sie denn überhaupt, oder braucht man nur dieses Modell, um die chemischen und physikalischen Vorgänge  im Körper erklären zu können?

Wenn man es sich einfach macht (vielleicht zu einfach), kann man bestimmt vieles rein naturwissenschaftlich erklären und auf Physik und Chemie zurückführen, auch die Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist (mentales Training, Biofeedback, Entspannungstechniken, Selbstbeherrschung).

Aber wie passen die Gefühle dazwischen? Wie funktioniert die Seele?

Ich weiß es nicht.

 

 

 


 

 

 

 

 

 


Die Gene !

 

Mein Lieblingsthema ! Ich finde es genial, wie die Natur durch die Kombination einiger Moleküle die Anlagen jedes Individuums festlegt.

Und darin besteht für mich das „Wunder der Schöpfung“, daß aus zwei winzigen Zellen nur durch Sonnenlicht und chemische Umwandlung von Wasser, Luft und Erde die ganze Vielzahl der Arten entstehen kann. In diesen beiden Zellen sind Millionen von Informationen enthalten, die zusammen die Eigenschaften des neuen Lebewesens bestimmen.

Zu den Aufgaben des Individuums gehört die Erhaltung der Art durch Weitergabe der Gene. Auch da hat sich die Natur viel einfallen lassen, denn die Schönsten, Stärksten und Gesündesten haben die größten Chancen für die Vermehrung.

Irgendwann einmal haben sich Pflanzen und Tiere entschlossen, getrennte Wege zu gehen. Während die Tiere, verfressen und geil, intelligent und kreativ, sich ständig im Kampf ums Dasein befinden, wachsen die Pflanzen ruhig, in Würde und Schönheit heran. Wer hat wohl den besseren Weg gewählt? Wer wird wohl große Katastrophen überleben?

Der Mensch hat schon immer der Natur ins Handwerk gepfuscht, indem er Einfluß auf die genetische Entwicklung nahm. Schon ohne wissenschaftliche Kenntnisse hat er durch Zucht und Auswahl neue Tier- und Pflanzenarten geschaffen. Aus dem Wolf hat er den Hund gemacht, mitunter als lächerliche Karikatur, aber auch als gefährliche Kampfmaschine. Aus Grasarten unsere ganzen Getreidesorten, wie gut für uns Nachkommen.

Nach der Entzifferung der Gene besteht nun die Möglichkeit des direkten Eingriffs und der Manipulation, und das kann durchaus zum Segen werden, aber es droht auch – wie überall -  die Gefahr des Mißbrauchs.

Der Mensch hat sich nun mal zum Herren der Welt hochstilisiert, mal sehen, was daraus noch wird.

 

 


 


Unsere Vorfahren

 

 

haben uns die Gene mitgegeben, und es schlummert da in uns die ganze Evolution.

Wollen wir mal eine kleine Rechenaufgabe lösen ?

Jeder Mensch hat zwei Eltern, vier Großeltern, acht Urgroßeltern und so weiter und so fort. Wenn wir nun pro Jahrhundert drei Generationen annehmen, dann bedeutet das

·       vor 100 Jahren zwei hoch drei Vorfahren (8),

·       vor 200 Jahren 2 hoch 6 (64),

·       vor 1000 Jahren 2 hoch 30 (etwa 1 Milliarde),

·       und um das Jahr 1000 vor der Zeitrechnung 2 hoch 90 (eine 1 mit 27 Nullen).

Unvorstellbar und unmöglich, aber rechnerisch nicht anfechtbar. Wo liegt also der Fehler?

Erstens hatte jedes Elternpaar nicht nur ein Kind, sondern viele, und deshalb können mehrere Menschen auf den gleichen Stammbaum und auf gemeinsame Vorfahren zurückblicken.

Zweitens haben offenbar entferntere und nähere Verwandte fröhlich durchein-ander gevögelt (nicht pikiert sein, sowas soll heutzutage auch noch vorkommen!).   Das führte dazu, daß die Menschen einer geographischen oder politischen Religion alle mehr oder weniger verwandt wurden. Warum sind sonst die verschiedenen Rassen mit jeweils gleichen Merkmalen entstanden? Warum gibt es „Doppelgänger“?

Außerdem hat es die Natur so eingerichtet, daß die archaischsten und primitivsten Völker am geilsten und am fruchtbarsten sind. Entsprechend niedrig ist dann die Lebenserwartung.

Und die modernen „zivilisierten“ Menschen scheinen das Interesse an der Fortpflanzung zu verlieren, Ficken nur noch als Freizeitvergnügen, ansonsten sind angeblich Unfruchtbarkeit, Impotenz und Frigidität weit verbreitet.

Schaun wir mal....

 

 

 


 

 

 


Die Eltern

 

sind an allem schuld! Denn man kann sie sich nicht aussuchen oder sie an der Kasse umtauschen. Außerdem wird man in ein bestimmtes Milieu hineingeboren, das für die Entwicklung eines Kindes prägend ist. Also ist bei der ganzen Sache viel Zufall (oder Schicksal) dabei.

Zusätzlich haben die Eltern noch die undankbare und verantwortungsvolle Aufgabe, für die Versorgung und die Erziehung der Kinder zu sorgen. Wobei man nicht immer voraussetzen kann, daß sie die Fähigkeiten dafür mitbringen.

Trotz alledem kann man sie aus ihrer Verantwortung nicht entlassen, und selbst wenn alles nicht so perfekt abläuft – was ist im Leben schon ganz perfekt? -  ist ein Elternhaus durch nichts zu ersetzen. Dabei könnte man wieder stundenlang über die Geschlechterrollen diskutieren.

Ich jedenfalls bin meinen Eltern dankbar

·       für die Gene und

·       für eine behütete und gut versorgte Kindheit.

Der Rest lag bei mir. Zum Beispiel mußte ich mich über einen begrenzten Horizont und über gewisse Vorurteile hinwegsetzen. Und auch erkennen, wie sich bestimmte Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen auswirken können. Das war manchmal etwas unbequem.

Was mir aber keinesfalls geschadet hat: daß es ab und zu mal Prügel gab, und daß nicht jeder Wunsch und jede Forderung erfüllt wurden.

Mit meinen eigenen Kindern habe ich es ähnlich gehalten – auch wenn mir im Nachhinein manches davon peinlich ist. Aber es scheint ihnen nicht besonders geschadet zu haben, denn sie erscheinen mir doch recht lebenstüchtig.

Wenn ich nun heutzutage die teils verwöhnte, teils leistungsunwillige, teils kriminelle Bande sehe, dann kann mir übel werden. Da sind offensichtlich bei der Erziehung ein paar kleine Fehler gemacht worden, wenn man denen aus falsch verstandener Liebe, Güte, Toleranz und Menschlichkeit nicht beigebracht hat, wie man sich eigentlich verhalten sollte und auch könnte.


 


Sex

 

 

ist eine wunderbare Sache, wenn damit nur phantasievoll, locker, geil und auf der Basis der Toleranz und Freiwilligkeit umgegangen würde.

Zwischen Menschen - unabhängig von Geschlecht und Alter, ob allein, zu zweit oder in Gruppen, ob vaginal, anal, oral oder manuell, ob anonym oder bekannt, ob einmal oder immer wieder, unabhängig von Zeit und Ort – ist es doch nur eine Frage des gegenseitigen Einverständnisses, daß einer geilen Fickerei nichts im Wege steht. Es braucht ja durchaus nicht immer der Produktion von Nachwuchs zu dienen, es gibt sowieso schon jetzt zu viele Menschen auf der Erde.

Aber muß es denn unbedingt mit Gewalt, Erpressung, Fesselung, Schlägen, Drogen, Exkrementen, Blut, Magie, Leichen, Tieren, Kleinkindern zu tun haben?

Ich bin kein Pfaffe oder Moralprediger, Moral hat man oder auch nicht, außerdem stehen die Grundbedürfnisse an erster Stelle („Erst kommt das Fressen, dann die Moral“), und jeder ist für seine Sexualität selbst verantwortlich. Aber über Fragen des guten Geschmacks wird man schon mal diskutieren dürfen.

Unmoralisch finde ich es allerdings, wenn Geld im Spiel ist:

1.    bei der Prostitution, weil beide Seiten gedemütigt werden. Der Kunde, weil er seinen Sex nur gegen Geld bekommt, und der Dienstleistende, weil er sein Geld nur gegen Sex bekommt. Ich kann mir nicht vorstellen, daß das besonders großen Spaß macht.

2.   bei der Ehe, weil da der Sex gegen materielle Absicherung aufgerechnet wird. Daraus entstehen dann die „ehelichen Pflichten“, also lebenslänglich und zweimal wöchentlich mit immer dem gleichen Partner, ob man nun will oder nicht. Ein Alptraum! Und außerdem sehr teuer. Und Ursache menschlicher Tragödien.

Meine Meinung: Wenn der Geschlechtsverkehr kein gegenseitiges Geben und Nehmen ist und nur durch Bestechung oder Gewalt erreichbar wird, dann ist er nichts wert, und man kann die ganze Angelegenheit vergessen.

 


 

 


Sprache

 

 

Ohne Sprache ist kein Denken möglich. Außerdem dient sie der Verständigung („Der Mensch spricht, um verstanden zu werden.“). Leider gibt es zu viele verschiedene Sprachen auf der Welt, was zwar kulturell zu begrüßen ist, aber auch sehr trennend sein kann. 

Schön wäre es, wenn sich jeder um eine klare und nicht allzu weitschweifige Form bemühen würde, um seine Gedanken und Absichten auszudrücken. Aber leider muß man immer wieder elitäres Geschwätz, Fachchinesisch, Partygewäsch, Szene- oder Modeausdrücke, Politiker- und Behördendeutsch ertragen.

Nun wird es wieder heißen: Erziehungssache! Aber es kann mir keiner erzählen, daß ein Arzt oder ein Rechtsanwalt dazu erzogen wurde, sich möglichst kryptisch auszudrücken. Es wird wohl eher so sein, daß man mit dieser künstlichen Sprache zeigen will, zu einer bestimmten, natürlich ganz großartigen Kaste zu gehören. Denn man hat es hier mit intelligenten Leuten zu tun, denen sowas nicht unterläuft, und die sich wie ganz normale Menschen ausdrücken könnten.

Ein besonderes Kapitel sind die Dialekte. (Manchen Menschen wird es überhaupt nicht bewußt, daß sie Dialekt sprechen. Andere wiederum behaupten, ihr Dialekt sei kein Dialekt, sondern eine eigene Sprache.). Es kann ja ganz apart sein, eine landsmannschaftliche Färbung und Zugehörigkeit zu erkennen, aber wenn man den Sprechenden nicht mehr versteht, hört der Spaß auf. Das führt auch zu einer Ab- und Ausgrenzung, weil sich die guten Leutchen nur noch innerhalb einer bestimmten Region richtig verstehen.

Ich habe an unserem Schulsystem eine ganze Menge auszusetzen, aber etwas muß ich zugeben: Wenn die jungen Leute schon nicht richtig lesen und schreiben lernen, eines können sie alle – viel und eindringlich reden. Besonders wenn es darum geht, etwas zu „fordern“ oder ihre Meinung vorzutragen. Ob das immer und überall angebracht ist und zum Erfolg führt, ist eine andere Sache.

 

Also, ich würde sagen:

Ja, ich denke nämlich mal, daß man eigentlich ziemlich viel labern kann, sozusagen ohne was zu sagen. Eben halt, oder so, nä? Natürlich!

 

 

 

 

 

 

 

 

Emanzipation

 

 

Eigentlich wollte ich ja nicht, aber ich kann einfach nicht anders, und ich muß auch zu diesem Thema meine inkompetente, unintelligente, persönliche (und deshalb völlig unwichtige) Meinung sagen.

Ich halte die Zerschlagung des Patriarchats und damit der führenden Rolle des Mannes für die zweitgrößte Dummheit dieses Jahrhunderts oder sogar des Jahrtausends. Die allergrößte Blödheit ist allerdings der Haß (weiblich!) und das dadurch bedingte Kriegspielen (kindlich!) und Morden (männlich!).

Mit Ausnahme der Wirtschaft, wo die Männer sich noch einen Rest von Herrschaft bewahrt haben, ist es den Damen hierzulande gelungen, Einfluß und sogar Macht zu erlangen. Warum die Schweifträger es dazu kommen ließen, ist mir noch nicht ganz klar geworden.

Ist es vielleicht so, daß sie vom vielen kriegführen, saufen, ficken, arbeiten, streiten, geldverdienen, kämpfen, weinen, rauchen, autofahren, sporttreiben, bauen, jagen und durch andere kräfteverzehrende Tätigkeiten  den Blick für die Realitäten verloren haben?

Oder aber ist es so, daß sie das eigentlich schwache Geschlecht sind und sich von den viel zäheren und gesünderen, aber immer unzufriedenen und meckernden Tanten in die Defensive treiben ließen?

Nichts ist einfacher für eine Frau, als dem Mann das Selbstvertrauen und die Potenz zu erhalten - oder zu rauben.

Und die Ergebnisse der Emanzipation sind:

·   zerstörte Familien, und damit Zerstörung des Autoritätsprinzips

·   Chaos im Erziehungswesen mit der Tendenz zu Anarchie und Gewalt

·   Chaos in der Justiz, Mitleid mit Verbrechern

·   Chaos in der Politik, viel reden und wenig tun

·   die zu liberale Demokratie wird sich selbst zerstören.

 

Die alten Kulturen wußten schon, warum sie den Frauen nicht zu viel Macht gegeben haben, sondern ihnen nur bestimmte Bereiche überlassen haben. Jedoch im Zuge der allgemeinen „Selbstverwirklichung“ und Gleichmacherei wollen die Damen es den Männern mal zeigen, wer wirklich der Herr im Hause ist.

 


Im Moment gibt es nur eine Möglichkeit: Abhauen und schwul werden.

Dummheit

 

(Stupidität) ist leider ein weit verbreitetes Phänomen und hat wenig mit dem sogenannten Intelligenz-Quotienten zu tun, sondern mit der gering entwickelten Fähigkeit des Menschen, Situationen und Zusammenhänge objektiv zu erfassen oder darauf angemessen zu reagieren.

Gehen wir mal wohlwollend davon aus, daß jeder Mensch mehr oder weniger „schlau“ geboren wird. Aber die gesamte Umgebung, Familie, Schule, Gesellschaft ect. wird  alles daran setzen, ihm seine natürlichen Instinkte auszutreiben und ihn mit Vorurteilen, Religionen, Philosophien, Ideologien und anderem Blödsinn zu beeinflussen, um ihn manipulierbar zu machen.

Und da der Mensch zu faul zum Denken ist und es sich nicht mit seinen Angehörigen, Freunden, Partnern oder anderen Herdenangehörigen verderben will, geht er den Weg des geringeren Widerstandes und quatscht und macht alles nach, was man ihm beigebracht hat.

Als Dank dafür bietet man ihm

1.   eine geistige und gefühlsmäßige Heimat,

2.  Hilfe und Schutz in allen Lebenslagen,

3.  Vergebung aller Sünden und Verbrechen.

So haben es Familien, Vereine, Kirchen, Parteien schon immer gehalten. Und das führt zu der bekannten Einstellung: „Ich und meine Freunde, wir machen alles richtig. Und unsere Gegner machen alles falsch und müssen unschädlich gemacht werden.“

 

Eigene Gedanken sind immer unbequem und gefährlich. Die kühnen Theorien von Jesus, Luther, Marx oder Nietzsche galten zu ihrer Zeit als revolutionär, weil sie gegen den Zeitgeist waren. Inzwischen sind sie allerdings leider zu Dogmen erstarrt und lassen keine Diskussionen bei ihren Anhängern mehr zu, denn sie dienen inzwischen selbst der Manipulation und helfen dabei, aus Schlauen Dumme zu machen.

 

Dumm, dümmlich, dämlich = arrogant, verblendet, beschränkt, ein-gebildet, un-

gebildet, intolerant.

 

Dummheit frißt.........

 

 

 

 

 

 

 

Intelligenz

 

säuft. Lustig, woll? Wieder so ein lockeres Vorurteil, das einem bei der Beurteilung von Menschen helfen soll.

Intelligenz ist ein genetisches Geschenk, die Hardware im Gehirn mit den grauen Zellen und ihren Verbindungen. Diese Hardware muß allerdings dauernd und möglichst zeitig beginnend mit geeigneter Software gefüttert werden, damit sie gut arbeiten kann. Darunter verstehe ich Anleitung zum Denken, Informationen, Bildung, Anregung der Kreativität.

Und da der Mensch kein Computer sein soll, braucht es zusätzlich noch gewisse Kontrollmechanismen, damit die Intelligenz sich nicht verselbständigt und irgendwelchen „Unsinn“ macht: Instinkte, Gefühle, Gewissen.........

 

Einige Intellektuelle, Theoretiker, Ideologen, Politiker, Journalisten, Priester, Künstler, Lehrer liefern Beweise dafür, daß sich Intelligenz und Dummheit nicht unbedingt gegenseitig ausschließen müssen.

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


Angst

 

ist ein Gefühl, das gern heraufbeschworen wird, um die Menschen zu manipulieren. Wer Angst hat wird nicht frech, bleibt bescheiden, läßt sich leichter führen. Versicherungen, Therapeuten und Apotheken verdienen mit der Angst viel Geld.

Die Politik und die Religionen beschwören unheilvolle Szenarien herauf. Die Medien sind voll von Meldungen über Umweltschäden, Katastrophen, Kriege, Morde, Überfälle, Flugzeugabstürze, Vergewaltigung, Mißbrauch, tödliche Krankheiten, Gift in der Nahrung.

Und die Leute wollen offenbar Angst haben, sonst würden sie sich nicht noch freiwillig irgendwelche Gruselfilme, Krimis mit Mord und Totschlag, Flugshows, Verkehrsunfälle mit viel Blut, Operationsberichte mit blutigen Gedärmen, Sado-

Masoshows reinziehen.

Dabei hat doch wirklich jeder mit irgendwelchen Phobien zu tun, Angst vor Mäusen, Spinnen, Gespenstern, Höhenangst, Angst vor dem Fliegen, vor Menschenmassen, Plätzen, vor dem Geschlechtsverkehr, vor neuen Aufgaben, vor dem Tode...........

Was wird durch diese Ängste alles im Leben versäumt! Wieviel Energie wird verschwendet, um mit ihnen fertig zu werden! Wieviel dummes Zeug wird gesagt und geschrieben (!!), um dieses alles zu erklären oder zu heilen.!

Das wäre alles nicht nötig, wenn man sich doch über die Sinnlosigkeit dieser Angstmacherei im Klaren wäre.

 

Wofür ich allerdings Verständnis aufbringe: Wenn jemand nicht vor, sondern bei einer schlimmen Situation Angst empfindet. Dann ist immer noch Gelegenheit und Zeit dazu.

 

 


 

 

 

 


Trauer

 

erscheint mir sehr berechtigt, wenn jemand ein Wesen (Mensch oder vielleicht sogar Tier) aus seiner eigenen Umgebung verliert.

Aber was sagt man denn zu folgenden Phänomenen:

·      Wenn eine sogenannte „Königin der Herzen“ verunglückt, dann stürzen Hunderttausende, vor allem Frauen, in eine abgrundtiefe Trauerstimmung. Heul! Schluchz! Verzweifel! Das Leben ist so grausam! Selbst wenn die Familie der Toten nach einem Jahr bittet, endlich einmal mit der Lamentiererei aufzuhören, geht das weiter.

·      Wenn einige Kinder vergewaltigt und ermordet werden, oder wenn ein Haus mit Asylanten abbrennt: Große „Betroffenheit“! Demo! Kerzen anzünden!

·      Wenn ein Flugzeug abstürzt oder ein Zug verunglückt und es kommen Hunderte ums Leben: Schrecklich, aber wir sind ja gottseidank nicht unter den Opfern.

·      Wenn es jährlich in Deutschland Tausende von Verkehrstoten gibt: Statistik! Sie hätten ja auch ein bißchen aufpassen können.

·      Wenn durch Kriege, Hungersnöte oder Naturkatastrophen ganze Landstriche entvölkert werden: Schlimm, aber was sollen wir machen. Es gibt eh zu viele Menschen auf der Erde.

 

Deshalb betrachte ich diese zur Schau getragene Trauer immer mit größtem Mißtrauen. Ob denn die Motive vielleicht Egoismus und Selbstmitleid („Ich bin so krank! Ich bin so einsam! Niemand liebt mich!“ ) oder Unzufriedenheit mit der eigenen miserablen Situation („Ich werde verkannt!  Ich bin zu Höherem geboren!“ ) sind?


Denn die Psychotherapie behauptet ja, daß man durch die Aktivierung sehr starker Gefühle von seinen Depressionen geheilt wird.

 

 

 



Eine kleine Pause

 

 

macht der Schreiber nun, denn es gilt mal wieder: Cara al sol, y pecho adelante. Und die edlen Teile auch.......

Also fliegen wir doch nach Spanien, bevor es verboten wird.......


 


 

 


Yo como follajista...

Recuerdos de tiempos remotos......

 

Wenn es zu peinlich wird, könnte man ja diese Seite rausreißen........

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich

 

komme gerade wieder einmal von einer Urlaubsreise zurück. Na gut, also man ist nicht mehr der Jüngste, und die dynamischen Zeiten sind wohl so langsam vorbei. Aber was einem von den Medien suggeriert wird, nämlich diese ständigen Aktivitäten, freudig erregtes Herumzappeln und Livestyle, sehe ich auch von Jüngeren nicht. Am Strand zum Beispiel sehe ich die Leute nur faul herumliegen, günstigstenfalls im flachen Wasser stehen, auf ihren Liegen pennen oder irgendwelche zweifelhaften Dinge in sich hineinfressen oder –lesen.

Ich lasse mich jedenfalls von den Erwartungen an einen eventreichen Aktivurlaub nicht verrückt machen, denn ich brauche

kein climbing, mountain-biking, surfing, diving, dancing, horseback-riding, skating, body-building, para-gliding, jogging, sailing,

kein petting, spanking, bonding, sucking, fucking,

kein arroganten oder frustrierten Weibern honey um de mouth smearing oder sugar in de ass blowing.

Nun waren ja meine Motive zum Losfahren immer Sex, Klima und Kultur, und zwar in der Reihenfolge.

Viel Kultur kann man an den Stränden nicht erwarten, also dieses Kriterium ist für einen Badeurlaub zu streichen.

Das Klima ist nach wie vor gut und sehr gesund, und das ist besonders schön und zu empfehlen, wenn hier Winter oder ein schlechter Sommer ist.

Nun bleibt noch das heikle Thema Sex. Mir ist ja nichts Menschliches fremd, und wenn es sich nicht gerade um Quälkram oder Sex mit Tieren oder Kindern handelte, habe ich gerne so manche Gelegenheit wahrgenommen. Aber ob es nun an mir liegt (das Alter?) oder ob die Geilheit generell und tendenziell abnimmt: Es tut mir leid, aber von Sexualität an diesen Urlaubsorten ist nicht mehr viel zu spüren.

Früher trieb man es am Strand oder in entsprechenden Dünen und Wäldchen, doch diese interessanten, jetzt naturgeschützten Gebiete sind nunmehr wohl nur noch zum Wandern bzw. zum Schlafen da.

Außerdem muß ich gestehen, daß auch meine Ansprüche an die Mitmenschen mit der Zeit und ungerechterweise immer höher werden. Am besten wäre es natürlich, wenn mir junge und ansprechende Partner auf dem goldenen Tablett serviert würden.

Aber man kann ja nun nicht alles haben!!

 

 

 

 

 

 

Mann und Frau

 

mögen mir meine abseitigen Ansichten verzeihen, aber ich muß sie einmal loswerden. Ich finde nämlich, daß auch beim Sex Männer und Frauen überhaupt nicht zusammenpassen.

Männer wollen einfach nur ficken.

Frauen müssen dazu in langwierigen Prozeduren „verführt“ werden.

Mit Geschenken, Herumtanzen oder in einer plüschigen Puff-Atmosphäre, am besten nachts und im Halbdunkel, mit Musik, lila Kerzen, Reizwäsche, Parfüm und stundenlangem Küssen und Fummeln, verbunden mit Schmeicheleien und Liebeserklärungen. Alkohol ist unerwünscht, denn ein betrunkener Mann ist unberechenbar und abstoßend.....

Und wenn es dann endlich zum Vollzug gekommen ist, darf nach getaner Arbeit nicht etwa geschlafen werden, sondern es muß weitergefummelt sein......

Zur Liebeserklärung: Ein Mann gilt als normal, wenn er alle Frauen begehrt und wenn er, sobald eine erscheint, und sei sie noch so alt und häßlich, einen steifen Schwanz bekommt. Aber wenn er sein Interesse zeigt oder gar gleich zur Sache kommen will, gilt das als äußerst unangemessen. Einmal im Leben darf er sich allerdings für eine entscheiden, und um da zum Zuge zu kommen, heißt es dann „Ich liebe dich, bis daß der Tod uns scheidet!". Selbstbetrug, Heuchelei? Das muß doch früher oder später in eine Sackgasse oder in die Katastrophe führen.

Zum Fummeln: Ich finde ja auch Zärtlichkeiten und Streicheleinheiten sehr angenehm, nur sind die auf die Dauer so entspannend, daß man darüber einschlafen könnte. Eine Ausnahme bildet natürlich die einzige erogene Zone.....

 

Am schönsten ist es doch am Tage, bei Sonnenschein, in freier Natur, mit Wald, Wiese oder Strand, es kann auch gern mal mit Fremden sein, wenn die Geilheit auf beiden Seiten vorhanden ist.....

Am einfachsten ist es mit Männern, da entfallen jegliche Vorspiele, es kann gleich zur Tat geschritten werden, und danach kann man unverbindlich und ohne große Dankesbezeugungen wieder auseinandergehen.....

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Instinkte

 

sind manchmal nützlich, manchmal peinlich, je nach Situation. Den Menschen wurde über Jahrtausende hinweg beigebracht, die Instinkte zu unterdrücken und zu beherrschen und sich juristisch, kulturell und politisch korrekt zu benehmen.

Aber wer kann schon immer gegen die Forderungen der Gene, Hormone und des animalisch Unterbewußten kämpfen und sich wie ein Musterbeispiel von Anstand, Güte, Bildung oder Bescheidenheit verhalten?

Ich will das wieder einmal an Hand meines Lieblingsthemas (Männer und Frauen passen nicht zusammen) zu beschreiben versuchen:

Männer wollen – der Stimme der Natur gehorchend – ihre Gene möglichst oft und weit verbreiten. Das bedeutet, daß sie immer wieder nach jungen, attraktiven und weiblichen Frauen Ausschau halten müssen. Unsere Zivilisation bringt sie andererseits dazu, überhaupt keine Kinder mehr zu wollen; aber die polygame Geilheit ist ihnen geblieben.

Frauen müssen für eine kleine Zahl eigener Kinder ihren Partner sehr sorgfältig wählen, ein falscher Partner hat für sie ernstere Konsequenzen als für einen Mann. Also sind sie nicht so schnell zum Geschlechtsverkehr bereit wie ein Mann, aber wenn es dann der „Richtige“ ist, wird an ihm festgehalten; er wird als Beschützer und Ernährer gebraucht.

Dieses ist meiner Meinung nach nur sehr schwer zu vereinbaren, und die Praxis zeigt, wie oft das schiefgeht. Ein Glück nur, daß  heutzutage die Trennungen nicht mehr so schwierig sind wie früher, als der Staat, die Kirche , die Nachbarn und die Familien durch strenge Vorschriften und soziale Kontrollen viel zu viel Einfluß ausüben konnten.

Gebt das bloß keiner Emanze zu lesen, sonst muß ich samt meinem Computer dran glauben.........

 

 

Andere Instinkte sind Gier, Faulheit, Geltungssucht, Aggression, Egoismus.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Clinton

 

hat etwas getan, was in jeder gutbürgerlichen Familie vorkommen kann. Leider hat er den Fehler begangen, es abzustreiten, was zwar sehr verständlich ist, ihn aber nun angreifbar macht.

Was war denn? Wichsen, blasen, lecken, das Ficken hat er ja ausgeschlossen, mein Gott, Freunde, stellt euch doch nicht so an, wer ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein.

Wen es wirklich etwas angeht: seine Frau natürlich, die das alles jahrelang ertragen hat, um ihre Machtgeilheit auszuleben, und seine Tochter, die jetzt bestimmt gehörig verspottet wird.

Was die Frau betrifft, kann Clinton froh sein, wenn er sie los wird. Sicherlich wird sie ihn spätenstens dann verlassen, wenn er nicht mehr Präsident ist.

Wer von den Damen wird sich dann noch für einen verarmten Mann ohne Macht und Einfluß (und Attraktivität) interessieren? Dann wird es für ihn etwas schwerer werden, seine sogenannte Sexsucht zu befriedigen.

 

Beim Amtsenthebungsverfahren wird nun die Sache wieder neu aufgerollt. Ich habe dazu folgenden Vorschlag zu machen: Clinton und die dicke Moni stellen alle Szenen vor laufenden Kameras nach. Das Ganze wird über die Medien ausgestrahlt, damit sich jedermann (-frau,-kind ) ordentlich informieren kann. Erst dann wird ganz Amerika wie ein Mann ( Frau, Kind ) hinter seinem Präsidenten stehen und sein Verbleiben im Amte durchsetzen, notfalls mit Gewalt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mord !

 

Mord gehört sich nicht, ob an Kindern, Taxifahrern, Ehepartnern oder sonstigen Geiseln. Und einen Mörder muß man nicht umerziehen wollen, sondern aus dem Verkehr ziehen. Am besten mit der Todesstrafe. Wie es die archaischen Kulturen gehalten haben: Auge um Auge, Zahn um Zahn.

Wie wir es in Deutschland schon einige Male erlebt haben, sind angeblich so sehr gebesserte und resozialisierte Mörder nach ihrer viel zu frühen Freilassung wieder rückfällig geworden. Wo bleibt da der öffentliche Protest oder gar ein Reagieren der Politik?

Und wenn in Amerika zwei Mörder hingerichtet werden, selbst wenn es Deutsche sind, sollte man nicht lamentieren oder gar protestieren, denn es gibt nun zwei Mörder weniger.

Wo blieben eigentlich die Lamentos, als die Perser einen Deutschen zum Tode verurteilten, der angeblich eine Muslima gefickt haben soll? Da verweist man nur auf die hochstehenden muselmännischen Traditionen. Aber es kann doch wohl nicht wahr sein, daß auf Ficken die Todesstrafe steht! (Obwohl vielleicht dann die Weltbevölkerung nicht mehr so schnell anwachsen würde).

In manchen Diktaturen werden auch Wirtschaftskriminalität, Spionage, Ehebruch, Desertation und sogar politische oder religiöse Gegnerschaft mit dem Tode bestraft. Dieses wiederum geht wirklich zu weit, und da gäbe es für unsere lieben Menschenrechtler doch noch sehr viel zu tun.

 


 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

Schrecklich !

 

Man denkt sich nichts Böses und fährt mal in die Stadt, und was muß man sehen? Neger und andere Kanaken, Penner, Schmierereien und scheißende Hunde allerorten. Ab und zu auch mal eine Demo von irgendwelchen Exoten, die ihren Haß und ihre unberechtigten Forderungen herausschreien. Nur zu, hier in Deutschland ist das alles erlaubt.

Niemand wagt mehr zu sagen, daß das Maß des Erträglichen längst überschritten ist, und daß es langsam an der Zeit ist, die Toleranzschwelle zu senken. Nach meiner Erkenntnis ist es dafür auch schon zu spät, und eine Umkehr wäre nur möglich, wenn unser Staat wegen seiner übergroßen und grundgütigen Sozialleistungen für alle und für alles zugrunde gehen würde.

In Jugoslawien, wo jeder auf jeden einschlägt, spricht man von „ethnischen Gleichgewichten“. Das sollte man mal in Deutschland wagen, wo es ebenfalls angebracht wäre, aber dann würde man sofort als Chauvinist oder Faschist diskriminiert werden. Warum lernt man nicht aus der Geschichte: Überall dort, wo verschiedene Völkerstämme aufeinandertreffen und zusammenleben müssen, gibt es früher oder später schwere Probleme. Selbst im „Schmelztiegel“ Amerika gärt es. Und die sogenannte Globalisierung löst die Probleme nicht, sondern macht sie erst richtig sichtbar.

Denn was sich im Laufe der menschlichen Entwicklung herausgebildet hat, kann man nicht einfach übergehen. Offensichtlich brauchen Menschen eine Gruppen-

identität, die sie über Sprache, Religion und Folklore erhalten. Woher kämen sonst die separatistischen Bestrebungen, die man überall beobachten kann – außer in Deutschland natürlich, denn wir waren schon immer klüger als der Rest der Welt.

 

 


 

 

 


Älter werden

 

wir automatisch, alt werden will jeder, aber alt sein möglichst nicht. Und ans Sterben denken wir auch nicht so gern. Dabei hat das die Natur ganz weise eingerichtet, man stelle sich mal vor, alle blieben Babies und wären unsterblich. Oder aber die Medizin machte solche Fortschritte, daß auch die Alten nicht mehr sterben und zu Milliarden die Erde bevölkern.

Es ist auch ganz praktisch, daß man sich nach dem Tode auflöst und für immer verschwindet, sonst wäre dieser Planet längst wegen Überfüllung geschlossen. Einige Menschen nehmen sich so wichtig daß sie glauben, sie würden immer wieder neu geboren und als Inkarnation ständig zurückkehren. Das wäre ja schrecklich! Es reicht doch wohl, wenn jeder einmal hier gewesen ist (bei vielen würde man sich sogar wünschen, daß sie niemals geboren worden wären).

Wenn manche Menschen den Eindruck haben, daß sie schon einmal gelebt haben, könnte es daran liegen, daß in unseren Genen die ganze Evolution gespeichert ist. Vielleicht können dadurch gewisse Erinnerungen auftauchen.

Auch sollte man sich nicht dem Kinderglauben hingeben, daß die Seele unsterblich ist. Dieses könnte bei instabilen Menschen zu psychischen Schäden oder zu esoterischen Entgleisungen führen.

Ich habe niemals jünger oder älter sein wollen, als ich es wirklich war, und ich habe mich auch nie besonders jung oder alt gefühlt. Jedes Alter hat etwas Interessantes, und dümmer wird man im Laufe der Zeit auch nicht. Wiederholt zu werden braucht nichts, und es reicht ja wohl, wenn man das ganze Leben nur einmal mitmacht. Es könnte höchstens sein, daß einem der Verfall (körperlich und hoffentlich bloß nicht etwa geistig!! ) mal zu schaffen macht, und daß man dann vielleicht den Zeitpunkt der Löffelabgabe herbeisehnt.

Aber noch ist es nicht soweit, erstmal wollen wir doch sehen, was das so oft heraufbeschworene neue Millennium bringen wird.

 


 


 

Philosophen

 

stellen den Menschen nie so dar wie er ist, sondern wie sie ihn gerne hätten. Und weil es nun schon so viele verschiedeneTheorien darüber gegeben hat, wie der Mensch zu sein hätte, wirken diese Bemühungen teils weltfremd, teils lächerlich. Den Vogel schießt Marx ab mit seinen utopischen Ansichten: Wenn die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beseitigt ist und die Arbeiterklasse die Führung übernommen hat, kann man getrost den Staat abschaffen. Jeder bekommt nach seinen Bedürfnissen, und wo es keine Privilegien mehr gibt, sind auch keine Repressalien mehr nötig.

Dieses setzt natürlich ein „sozialistisches Bewußtsein“ voraus, das sich – wie es zu erwarten war – „noch“ nirgends herausgebildet hat. Denn wer arbeitet schon freiwillig und unentgeltlich, und wer zahlt ohne Zwang Steuern und Gebühren?

Edel sei der Mensch, hilfreich und gut: Diese fromme Parole läßt ja  schon ahnen, 

daß er es in Wirklichkeit nicht ist, sondern daß man wohl Primitives, Egoistisches und Böses erwarten muß. Ob man diese netten Eigenschaften mit Moralpredigten ändern kann? Oder ob doch nicht lieber der Staat mit Gesetzgebung und Rechtssprechung zuständig sein sollte?

Die Kirche geht an diese Problematik recht geschickt heran. Sie gesteht dem Menschen das Böse zu („der Teufel“), verspricht aber dem Einsichtigen Heil und Erlösung (wovon eigentlich?). Einmal die Beichte und das Abendmahl, und jeder kann sich wieder zu den Guten zählen. Und dann wird noch kräftig Geld gespendet, damit das Gewissen ganz rein ist.

Was sind wir doch alle für prächtige Exemplare!

 

 


 

 

 

 

 

 

 


Eine heile Welt

 

hätte wohl jeder gern, aber die Welt war niemals heil, und sie kann es niemals sein, weil sie von Menschen bevölkert ist. Über die menschliche Natur habe ich mich ja schon häufig geäußert, man braucht nicht alles zu wiederholen, nur das Eine darf nochmals gesagt werden: Der Mensch selbst ist nicht heil, wie soll denn dann seine Welt heil sein ? Es gibt allerdings Ideologien und Heilslehren zur Genüge, alle versprechen sie Harmonie, Geborgenheit, Güte und Glück. Aber wo ist das auch nur ein einziges Mal verwirklicht worden ?

Immer hat es Gewalt, Seuchen,  Hungersnöte, Sklaverei und Kriege gegeben, und es wird sie auch immer geben, trotz aller gegenteiligen Behauptungen, Bemühungen, Demonstrationen und Programme.

Aber ich möchte die Behauptung wagen, daß wir hier in Europa einigermaßen vom Glück begünstigt sind, im Moment jedenfalls, und daß es uns allen Jammereien und Meckereien zum Trotze doch recht gut geht. Wir leben im Frieden und Wohlstand, und selbst die schon oft totgesagte Natur hat ihren Geist nicht aufgegeben.

Davon abgesehen gibt es allerdings auch bei uns ständig Probleme im menschlichen Bereich. Ehe und Partnerschaften zerbrechen oder stellen eine kleine Hölle dar. Im Arbeitsleben wird „gemobbt“, genervt oder ausgebeutet. Die Kriminalität ist hoch und wird nicht genügend bekämpft. Die Medien manipulieren. Die Kunst liegt am Boden. Die Politiker sind überfordert.

Oft schon habe ich versucht, mir eine eigene, innere heile Welt zu verschaffen, indem ich mich in die Kulturgeschichte, die Musik, die Natur, den Computer oder einfach nur in die Einsamkeit geflüchtet habe. Aber das klappt auch nicht immer, denn selbst bin ich doch auch nicht heil.....

 

 


 

 

 

 

 


Als Mensch

 

und Bürger, Arbeitnehmer, Partner, Verkehrsteilnehmer, Vorgesetzter oder Familienangehöriger gelten für mich die folgenden Prinzipien:

1.     Ich bin ein guter und moralisch korrekter Mensch, liebe meine Mitmenschen, alle Tiere und die Umwelt, und achte alle Gesetze, Regeln und Vorschriften.

2.    Sollte ich doch einmal eine davon übertreten, dann muß man sich nicht so anstellen. Denn ich weiß schließlich selbst, was ich verantworten kann. Außerdem tun das doch sowieso alle.

3.    Im Falle eines Problems, Unfalls, Streites oder anderen Konfliktes bin immer ich im Recht, die Schuld haben die Anderen.

 

Offensichtlich leben alle nach diesen Leitsätzen ganz komfortabel und ohne die Spur von Selbstkritik oder Bedenken. Man kann die Menschen wegen dieser Skrupellosigkeit eigentlich nur beneiden, aber lieben – nein danke !

Nach gewissen Theorien sollen reiche Leute böse sein und arme edel. Außerdem sollen Kinder und Naturvölker unschuldig und gut sein. Na ja, damit liegen wir ganz schön daneben. Der menschliche Egoismus ist unabhängig vom sozialen und kulturellen Niveau, Beruf, Geschlecht oder Alter. Daran ändern auch noch so schöne „Gebote“ nichts.

Seit grauer Vorzeit war hier ein weites Betätigungsfeld für Erzieher, Richter, Pfaffen, Polizisten, Philosophen, Diktatoren, Rechtsanwälte, Dichter und Journalisten vorhanden. Und man kann gestrost vorhersagen, daß es diesen Leuten nie an Arbeit mangeln wird. Sie werden zwar den Menschen nie ändern oder gar „verbessern“, aber das ist vielleicht auch nicht in ihrem Interesse.....

 

 

 

 


 

 

 


Arschlöcher

 

Hier schlagen wir mal eine vulgäre und geschwätzige Seite auf – also bitte umblättern.

Wenn ich überhaupt mal von einer „Sinnkrise“ meinerseits sprechen kann, dann vielleicht nur im Hinblick auf mein Menschenbild. Dieses ist nämlich, na sagen wir mal, leicht getrübt. Eventuell hat man das schon den bisherigen Ausführungen entnommen.

Es könnte wohl dadurch enstanden sein, daß ich zu einem gewissen Realismus neige und mir meine lieben Mitmenschen weder schönreden noch –saufen kann. Auch habe ich im Laufe meines Lebens von Kindesbeinen an bis dato eine ganze Menge an Verachtung oder sogar Mißachtung erfahren müssen.

Man könnte einwenden, daß das nicht nur mir passiert oder daß ich selbst daran schuld bin. Vielleicht bin ich ja solch ein Arschloch, daß ich es nicht besser verdient habe, aber merke: Ein Arschloch kommt selten allein ! Und everybody’s darling is everybody’s Arschloch !

Und nun habe ich außerdem auch keine Lust mehr, jedem Arsch in selbigen zu kriechen. Vielmehr möge man mich an ebendiesem lecken.

Könnte es eventuell sein, daß man mit zunehmendem Alter immer verbitterter wird? Dann hätte ich ja noch allerhand vor mir. Aber eigentlich war das nicht meine Absicht, und ich werde mich wohl in der Zukunft weniger mit dieser Problematik beschäftigen und die Menschen Menschen sein lassen müssen. Was sollen auch diese ganzen Betrachtungen, es kümmert sich doch sowieso keiner drum (sondern nur um sich selbst...).

Trotzdem möge man mir diese geschwätzigen Auslassungen nachsehen, und ein paar Seiten über solche Themen müssen noch in dieses Buch hinein.


 

 

 

 

 

 

 


Hans Sachs

 

Wahn, Wahn, überall Wahn !!

Vielleicht muß man erst so alt werden wie der Hans Sachs in den Meistersingern, um das so zu sehen oder überhaupt zu erkennen. Es gibt auch noch andere Autoren, die die Menschen als eine Horde Verrückter („Narren“) sehen, und ich kann dieser Darstellungsweise nur zustimmen.

Allerdings meine ich, daß sich die größten Verrücktheiten erst in den Gemeinschaften, Gruppen, Herden, Armeen, Verbänden, Sekten, Partnerschaften oder Parteien herausbilden, wegen der „Gruppendynamik“, wie man heutzutage so schön sagt.

Wenn ein Mensch für sich alleine verrückt ist, dann ist er fast schon wieder normal, denn er entzieht sich jedem Vergleich. Erst wenn er sich vor anderen damit produzieren kann oder sich von anderen verrückt machen läßt, wird es offensichtlich.

Solange es sich um harmlose Verrücktheiten handelt, kann man noch mit Humor darüber hinweggehen oder –sehen. Dazu rechne ich jede Form von Eitelkeit, etwa übertriebenes Gehabe, supermodische Kleidung, Protzen mit Gegenständen wie Schmuck oder Autos, abstrakte Kunst, bestimmte Sportarten, ständiges Herumbalzen, albernes Tanzen oder Reden.

Gefährlich wird es aber, wenn der Mensch in der Gruppe gewalttätig oder fanatisch wird. Selbst ein sonst ruhiger Charakter kann so manipuliert und aufgeputscht werden, daß er zum Schlimmsten fähig ist. Sämtliche Kriege sind nur auf diese Weise vom Zaun zu brechen und durchzuführen, und alle diese Grausamkeiten des Krieges haben mit normaler menschlicher Vernunft nichts mehr zu tun. Oder ist es etwa normal, wenn sich Menschen wegen ihrer irrationalen und absurden Religionen gegenseitig umbringen?

Ein besonderes wahnhaftes Verhalten will ich noch extra erwähnen. Wenn Jugendliche in dem zwanghaften Drang, sich in ihren Gruppierungen um Anpassung und Anerkennung zu bemühen, zu Vandalen, Schlägern oder sogar zu Mördern werden, dann sieht das die Gesellschaft als „normal“ an. Wenn das wirklich so ist, dann ist für mich „normal“  und „verrückt“ identisch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Faust

 

Habe nun, ach! Philosophie.... durchaus studiert, mit heissem Bemühn.

Da steh ich nun, ich armer Tor! Und bin so klug als wie zuvor.

Auch diese Erkenntnis kann man erst machen, nachdem man sich lange Jahre darum bemüht hat, dem Leben einigermaßen hinter die Schliche zu kommen. Aber was nützt es, wenn man daraus keinen Nutzen ziehen kann außer dem, daß man erkennen muß, „nichts“ zu wissen.

Der alte Faust versucht es dann noch mit Magie (Esoterik), weil ihm die Religion auch nichts geben konnte. Und je mehr Vorteile, Eindrücke, Ablenkung er sich verschaffen läßt, desto unzufriedener wird er.

Ja ja, vielleicht liegt das Geheimnis in der (Selbst-) Beschränkung auf ein möglichst einfaches Leben. Und die ständige Sinnsuche führt nur zu Gedankenspiralen und zu keinem Ergebnis. Woher auch?

Da haben es die Doofen doch viel einfacher, besonders wenn sie sich noch zusätzlich von einer Religion einlullen lassen – oder anders ausgedrückt: freiwillig auf das eigene Denken verzichten. Selig sind die Dummen, denn sie werden in den Himmel kummen. Aber beneiden möchte ich sie darum auch nicht.

Aber was schreibe ich denn da ! Ich habe ganz vergessen, daß doch angeblich alle Menschen gleich sind, und daß gewisse Unterschiede nur auf die Schuld der Gesellschaft zurückgehen. Also brauchte man doch nur eine paradiesische Gesellschaft zu bilden, in der Glück, Zufriedenheit, Friede, Freude, Eierkuchen zu Hause sind.

Ich bin bereit. Wer macht mit?

 

 


 


 

 

 

 

 

 

 

 

Nathan der Weise

 

Es eifre jeder seiner unverfälschten, von Vorurteilen freien Liebe nach !

Bravo, Herr Lessing, gut gebrüllt, aber leider vollkommen daneben. Dieser Aufruf bezieht sich auf die drei monotheistischen Religionen, könnte und sollte aber allgemeine Gültigkeit haben.

Erstens setzt der Spruch das Vorhandensein einer Liebesbereitschaft oder auch –fähigkeit voraus. Da melde ich schon meine ersten starken Zweifel an. Ich sehe bei meinen Mitmenschen viel eher starke Eigen- und Gruppeninteressen, und wenn überhaupt Liebe, dann aus Egoismus.

Sodann meinen wir doch alle, im Besitz des richtigen Weltbildes und der allein seligmachenden Religion und Kultur zu sein. Die Philosophien und Religionen sind ja immer so angelegt, daß sie diesen Anspruch haben müssen, um nicht angezweifelt zu werden. Also müssen wir zwangsläufig die andersdenkenden oder –gläubigen als Agnostiker, Ignoranten und Heiden bezeichnen, um nicht die eigene Identität in Frage zu stellen.

Also müssen wir die anderen doch nicht lieben, sondern hassen, wenn sie uns vom einzig richtigen, leuchtenden Pfad der Wahrheit abbringen wollen !

Wer steht denn schon so über den Dingen, daß es ihm egal ist (außer mir selbst natürlich) ? Und wer möchte denn schon als Verräter, Außenseiter, Abtrünniger dastehen – wo man doch in einer Gruppe so wohlige Geborgenheit findet?

Übrigens hat Lessing für seine humanistische Einstellung viel Kritik einstecken müssen, vor allem von den drei monotheistischen Lagern.

Wen wundert es ? Mich nicht.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Heinz Erhardt

 

Auf!! Lasst von Tonne zu Tonne uns eilen,

wir wollen dem Müll eine Abfuhr erteilen !

Ich mein ja man nur, daß der Mann recht hat mit der Aufforderung, sich seines ganzen seelischen Mülls zu entledigen. Erhardt selbst hat ja viel dazu beigetragen, die Leute zu erheitern und hat ihnen geholfen, vieles nicht so schwer zu nehmen oder zu verbissen zu sehen. Dabei waren damals in den Fünfzigern und Sechzigern die Leute noch nicht so gutsituiert wie jetzt und  mit wenig  Luxus zufriedener. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde in diesen Zeiten auch mehr gelacht als heutzutage, wo man die guten Leutchen mit ernsten, verbissenen oder jammervollen Mienen allerorten einherwandeln sehen kann.

Ich möchte mich durch dieses  Motto mit meiner Weltschau in etwas leichteres Fahrwasser begeben, gemeckert habe ich ja nun wirklich genug, das mußte mal alles raus, aber viel fröhlicher bin ich dadurch  auch nicht gerade geworden.

Das Weltgeschehen ermuntert einen natürlich nicht gerade, und vielleicht tut man gut daran, vieles von diesem Mist an sich vorbeigehen zu lassen, ohne sich dauernd über alles zu ärgern. Ändern kann man es sowieso nicht, und wir werden schon die vielen vorhergesagten Weltuntergänge und jüngsten Gerichte heil überstehen. Warum sollte das auch alles gerade uns passieren.

Also hoch die Tassen und gute Stimmung sei angesagt, und schließlich will ich auch noch Martin Luther zitieren mit der bedeutenden Erkenntnis:

Aus einem verzagten Arsch fährt kein fröhlicher Furz.......

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Noch’n Gedicht

 

Scheisse ! sprach der Grossherzog

als sein Volk vorüberzog.

Und die Herzogin sprach leise:

Scheisse ! Scheisse !! Scheisse !!! Scheisse !!!!

Dieses Poem stammt – soviel ich weiß – weder von Schiller noch von Goethe, ist aber trotz allem dem deutschen Kulturgut zuzurechnen, denn es wurde während meiner Kindheit von meinem Vater oft vorgetragen.

Und wie oft werde ich daran erinnert. Man braucht sich nur in der Innenstadt mal irgendwo niederzulassen und die vorbeilatschenden oder auch –hastenden Menschen zu betrachten. Mein Gott, Walter! Es kann doch nicht angehen!

Natürlich kann man niemandem seine Gebrechen, das Alter oder die Häßlichkeit anlasten, das scheint sogar die Norm zu sein, aber man hat fast den Eindruck, daß die Innenstädte von den etwas „edleren“ Typen gemieden werden. Wohl befinden sich diese an ihren qualifizierten Arbeitsplätzen oder fahren mit ihren Autos umher, ohne einen Parkplatz zu finden. Ihre Heimstätten haben sie im sogenannten „Speckgürtel“, also außerhalb, wo sie sich selbst und ihre Kinder so wichtigen Tätigkeiten wie Golfspielen, Reiten, Rasenmähen oder Vereinsarbeit widmen können und weniger von Kriminellen, Bettlern, Pennern, Negern oder Demonstranten belästigt werden.

Unterdessen gibt es schon ganze Stadtviertel, die wie amerikanische Slums aussehen, weil sich dort wiederum das „Volk“ angesiedelt hat und die man besser nach Einbruch der Dunkelheit meidet. Dort geben sich die Leute ihren berauschenden Tätigkeiten hin, prügeln sich oder bringen sich auch hin und wieder gegenseitig um. Als Begründung dafür wird angegeben, daß sie in diesem Staat der sozialen Kälte keine Chancen auf dem regulären Arbeitsmarkt haben. Warum wohl ?

Ich habe auf meine alten Tage resigniert und die Hoffnung aufgegeben, daß sich an diesen Zuständen etwas ändert, und ich bin langsam dabei, das alles zu verdrängen, um mich nicht immer wieder darüber ärgern zu müssen.

 

 

 


 


Früher

 

war alles viel, viel besser !  Wer, meine lieben Freunde, hat nicht schon einmal in Momenten der größten Frustration diese zutreffende, von Vorurteilen völlig freie Erkenntnis gewonnen ?

Nicht nur, daß heute alles Scheiße ist, nein nein, die vergangenen Zeiten sind dermaßen verklärt worden, daß man sie sich ganz dringend zurückwünscht.

So war zum Beispiel früher die Luft reiner, der Sommer sommeriger und der Winter winteriger, und die Katastrophen waren längst nicht so katastrophig. Die Speisen und Getränke waren völlig frei von Schadstoffen, so daß das Leben insgesamt viel gesünder war. Es gab keine Krankheiten, und die Menschen erreichten ein Alter von 150 Jahren.

Das Zusammenleben war ohne Probleme, es gab keine Kriege oder andere Streitigkeiten. Auch kriminelle Vergehen  wie beispielsweise Mord, Totschlag, Diebstahl, Vergewaltigungen waren unbekannt.

In den Partnerschaften herrschte eine  vollständige Harmonie. Weder gab es Schwierigkeiten zwischen Männern und Frauen, noch unter  den Generationen, Rassen oder Religionen.

Es war alles so billig, daß sich jeder jedes leisten konnte. Und falls doch nicht, waren alle zufriedener und dankbarer als heutzutage.

Auch hatten alle viel mehr Zeit als heute, genau 24 Stunden am Tag. Solche unnützen Sachen wie  Freizeit und Urlaub waren überhaupt nicht nötig, denn sie lenkten auch nur von der eigentlichen Bestimmung des Menschen, nämlich Kinder zeugen, Beten und Arbeiten, ab.

Auf überflüssige Dinge konnte man getrost verzichten, wozu braucht der Mensch auch Maschinen, Autos, Fernsehen, Computer, Telefon, das alles erschwert nur das Leben. Dafür hatte man viel mehr Zeit für das persönliche Gespräch, um seine kleinen Problemchen ausführlich zu behandeln.

Nun können wir aber leider die Zeit nicht zurückdrehen. Was machen wir denn da ? Eventuell müssen wir es notgedrungen ertragen, in dieser schrecklichen Ära leben zu müssen. Vielleicht wird man sich in 100 Jahren nach dem zwanzigsten Jahrhundert zurücksehnen. Dann wird man wohl sagen: Damals hatten sich die Menschen noch so richtig und von Herzen lieb !

 


 


Pensioniert !!

 

Als das eintrat, habe ich laut gejubelt. Denn ich hatte zwei Jahre lang den Rest meiner Kraft und das bißchen Phantasie eingesetzt, um dieses Ziel zu erreichen. Also bin ich aus meinem Traumberuf geflohen ? Ja, allerdings, denn alles muß einmal ein Ende haben, und wenn es auch noch so schön war.

Aber Spaß beiseite: Wenn man so ausgebrannt ist, weil man jeden Tag ein kleines Stück seiner Seele verkauft hat, dann hilft nichts mehr – oder es geht an die Substanz und ans Leben. Und ich will gerne noch ein paar Jährchen bei guter Gesundheit genießen.

Wie gesagt, war die Tonmeisterei mein Traumberuf, aber auch ein Ausweg aus einem Dilemma. Denn mir wurde während meines Studiums der Elektrotechnik etwas schmerzlich klar, daß ich da einen falschen Weg eingeschlagen hatte. Das ganze Berufsleben in einem Labor oder einem Büro zubringen? Jeden Tag das Gleiche tun und mit den gleichen Leuten zusammensein? Na ja.

Und außerdem gehörte meine Liebe nicht unbedingt der Technik, ich habe sie immer nur als Vehikel und Mittel zum Zweck genutzt. 

Da kam mir die Möglichkeit einer musikalischen Ausbildung gerade recht, um mich der trockenen Materie der reinen Wissenschaft zu entziehen (in den Augen meiner Kommilitonen war das äußerst suspekt und unseriös ! ), und ich habe dieses Schlupfloch genutzt und landete schließlich – mit etwas Glück und Zufall – in Hamburg und damit „im Westen“.

Und so war dann meine Arbeit recht interessant und vielseitig, vor allem durch die Vielfalt der Inhalte, Einsatzorte und –zeiten, verrückte Menschen, Künstler, Stress, Ärger, Erfolg und ein gewisses Prestige.

Alles das – und weniger die fachlichen Dinge – führte allerdings im Laufe der langen 30 Jahre zum Verschleiß meiner „armen Nerven“ , zumal durch eine recht gnadenlose Dienstplanung keine Rücksicht auf einen alternden Esel genommen wurde. Ohne meinen selbst inszenierten Ausstieg hätte ich gut und gerne noch sechs Jährchen weiterarbeiten müssen. Lieber nicht.


Wenn es nun nicht so gekommen wäre mit dem Traumberuf, was hätte mir denn dann geblüht ? Dieses konnte ich ganz gut meistern. Vielleicht hätte ich mich ja auch noch in anderen Berufen wohlfühlen können, aber irgendwie fällt mir dazu nichts mehr ein. Eine gewisse Faulheit will ich mir auch gern eingestehen, und im Leben gibt es doch auch noch andere Dinge als Arbeit.

Geschmack

 

Über Geschmack und Weltanschauungen läßt sich nicht streiten, aber man kann doch in einer schwachen Stunde mal darüber nachdenken, warum die Leute so ganz verschiedene Vorlieben haben. Das kann ja nicht alles erlernt und anerzogen sein, denn zu manchen Dingen wird man bestimmt nicht erzogen.

Gelsenkirchener Barock, Apfelsinenkisten, teure Stahlmöbel, rosaroter Plüsch – womit sich die Menschen in ihren Wohnungen umgeben, ist schon mal sehr aufschlußreich.

Der Kunstgeschmack differiert ebenfalls, vom röhrenden Hirsch und der etwas proletarischen Volksmusik geht es über gehobene Bestseller, Museumskult, Klassik bis zur abstrakten Kunst, die manchen Intellektuellen zum Schwärmen bringt – vorausgesetzt, er ist ehrlich und versteht überhaupt etwas davon.

Die eine Kuh frißt nur Gras und säuft nur Wasser, bis sie auf den Tod abgemagert ist, die andere haut alles an Fett und Süßigkeiten in sich rein, bis sie platzt. Und eine dritte säuft ihren eigenen Urin, weil man ihr weisgemacht hat, daß das gesund ist.

Und erst die sexuellen Vorlieben! Männer, Frauen, Kinder, Tiere, Fetische, Prügel, Fesseln, Exhibitionismus, ficken, blasen, wichsen, Titten, Schwänze, Mösen, Ärsche – (oh, Entschuldigung, ich bin schon mal wieder entgleist...).

Bei den Ideologien und Religionen (sofern die denn etwas mit Geschmack zu tun haben) gibt es so viele Varianten, daß man den Überblick verlieren kann und sich nur immer wieder wundert, daß sich für jeden Quatsch Anhänger finden lassen.

Und wer nicht das bißchen Mut für einen eigenen Geschmack aufbringen kann, der macht einfach jede neue Mode mit und kauft jeden Mist, der gerade „in“ ist.

Dabei kann man nicht viel falsch machen, denn was die Mehrheit tut, ist doch in jedem Fall richtig.

Dieses ganze irrationale oder auch irrsinnige Verhalten unterscheidet nun den Menschen vom Tier. Da können wir aber mächtig stolz drauf sein !!

 

 


 

 

 


Der Neue Mann

 

Was ist das eigentlich, ein neuer Mann? Wahrscheinlich das Gegenteil von einem alten Mann. Aber mir ist ein alter Mann immer noch lieber als eine alte Frau.

Und wenn die Alte zu sehr zickt und meckert, sollte Mann sich eine junge Frau oder eine neue Frau nehmen.

Aber Spaß beiseite und Zynismus her: Die Forderung nach dem neuen Mann stammt natürlich von den Frauen, die durch ihre vielen Rechte oder sogar Bevorzugungen übermäßig und frech geworden sind. Sie wünschen sich als Partner Weicheier, denen sie überlegen sind und die sie dominieren können.

Abgesehen von ihren (berechtigten) Forderungen nach Gleichbehandlung im Arbeitsleben und in der Politik wollen die Damen nach wie vor umworben werden. Je älter und häßlicher sie sind, umso mehr Komplimente erwarten sie. Natürlich müssen sie auch vor allen harten und schmutzigen Tätigkeiten bewahrt werden, dafür sind schließlich die Männer da. Selbst in ihrem ureigensten Terrain, im Haushalt nämlich, verlangen sie von dem „Hausherrn“ tätige Mitwirkung, damit sie sich ihren Hobbies widmen, Esoterik betreiben und sich „für ihren Mann schön“ (?) machen können. In Wirklichkeit sind sie inzwischen zu faul zum Kochen und Saubermachen, na gut, dann übernehmen wir Männer das auch noch, denn auch dieses können wir besser. (Wer hat schon einmal eine Frau beim Fensterputzen beobachtet? Warum sind alle professionellen Köche Männer?).

Eines können Frauen und nur Frauen gut: Kinder kriegen und aufziehen. Als Mütter und Erzieherinnen sind sie durch keinen Mann zu ersetzen, denn sie sind einfühlsamer und emotionell belastbarer als Männer. Und meine Hochachtung gilt den alleinerziehenden Müttern, die sich – aus welchen Gründen auch immer – dafür entschieden haben, die ganze Angelegenheit allein durchzustehen.


Doch einen Neuen Mann wird es nicht geben, vielleicht aber mehr Singles und Geschiedene, denn welcher Mann läßt sich schon innerhalb der Familie das Ruder aus der Hand nehmen und dauernd darüber belehren, wie er eigentlich zu sein hätte!

 

 

 

 


11. 08. 1999

 

An diesem Tag wird es eine Sonnenfinsternis geben, und schon melden sich wieder irgendwelche Angstmacher und Katastrophenheinis mit ihren finsteren Visionen. So hat zum Beispiel ein Modefritze vorausgesagt, daß die Raumstation „Mir“ an diesem Tage auf Paris fällt und alles plattmachen wird, weshalb er es vorzieht, diese schöne Stadt lieber zu meiden, es aber allen anderen Bewohnern überläßt, zu bleiben und elendiglich zu verrecken.

Nun könnte besagte Station, vorausgesetzt sie fiele wirklich am 11. August auf Paris (warum eigentlich gerade auf Paris ?), höchstens Notre Dame umlegen, aber immerhinque, man hat wieder einer Menge dummer Schafe, die nun einmal alles glauben müssen, einen gehörigen Schrecken eingejagt.

Was tut also dieser Blödmann, wenn besagtes Ereignis nicht eintritt und er wieder nach Paris zurückkommt ? Man sollte meinen, daß er dann blamiert ist bis auf die Knochen und für alle Zeiten die Klappe hält. Aber der hält sich für so begnadet, daß er garantiert wieder irgendwelchen Stuß von sich geben wird.

Wenn nach dem Jahrtausendwechsel alle vorhergesagten Katastrophen, Weltuntergänge, Abstürze, Hungersnöte und Seuchen nicht stattgefunden haben (Wetten, dass ?), wäre es endlich mal an der Zeit, mit diesen  perversen Säuen, die nur Schlechtes prophezeien, gehörig abzurechnen.

Denn wie immer werden sich diese selbsternannten Seher, Deuter, Propheten, Skeptiker, Mystiker  und Gurus geirrt haben. Aber Schwamm drüber, denn die tun nur das, was das einfältige Volk von ihnen erwartet: Uns tüchtig das Gruseln lehren !!

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 


Pro und Kontra

 

Wir leben ja angeblich in einer pluralistischen Gesellschaft, in der jedermann seine Interessen vertreten kann, und in der sich scheinbar jeder „selbstverwirk-    lichen“ kann.

Das führt dazu, daß viel geblödelt, getanzt und gelabert wird, aber wenn es darum geht, etwas Konkretes zu erreichen: Fehlanzeige. Es darf zwar in der modernen und populären Kunst jedweder Mist produziert werden. Es dürfen alle Sportarten betrieben werden, auch solche, bei denen man sich vom Leben zum Tode oder wenigstens andere Menschen in Gefahr bringen kann. Es darf auch in Parlamenten und Versammlungen und Kirchen der unglaublichste Quatsch zum Vortrage gebracht werden.

Aber ab und zu müßte ja auch mal etwas Sinnvolles durchgesetzt werden, doch dann heißt es: Moment, nicht so schnell, das muß alles wohl überlegt und gut durchdiskutiert sein !

Das läuft so ab, daß jemand einen guten Vorschlag macht (man sollte es nicht für möglich halten, aber das kann selbst in Deutschland passieren ! ). Darauf kommen sofort Gegenvorschläge, Proteste und schärfste Ablehnungen. Entweder, weil der Vorschlag der eigenen, höchst wichtigen und allein seligmachenden Ideologie widerspricht, oder weil man sich ärgert, nicht selbst als Erster darauf gekommen zu sein.

Die schlimmsten Reaktionäre und Lobbyisten (sie protestieren erst einmal vorsorglich gegen alles) sind:

Die Kirchen (mit Ausnahme der Kirchensteuer),

die Gewerkschaften (mit Ausnahme der Lohnforderungen),

die Umweltschützer (mit Ausnahme der Radwege),

die Alt-Sozis (mit Ausnahme der Steuererhöhungen),

die Ossis (mit Ausnahme der D-Mark).

So kann man wohl in dieser übersättigten und arroganten Gesellschaft im Moment keinen wirtschaftlichen, technischen und kulturellen Fortschritt erwarten. Alle Welt ist zwar am Meckern, aber ändern sollte sich bitte nichts.

 

 


 

 


Gerechtigkeit !!

 

Darüber könnte man ganze Bücher schreiben („nein, bitte nicht“, schreit da der gepeinigte Leser). Ich kann trotzdem mit diesem Begriff nicht viel anfangen, denn Gerechtigkeit beruht auf subjektivem Empfinden und kann als allgemeiner Wert nicht dienen.

Nehmen wir beispielsweise mal an, jemand läßt einen Furz und ein anderer zieht ihn deswegen vor Gericht. Da versammeln sich dann äußerst bedeutende Typen, Richter, Anwälte, Sachverständige, Justizangestellte, und es beginnt ein großes Palaver. Man wirft sich gegenseitig Inkompetenz oder Befangenheit vor (da ist ja auch was dran), spricht ein Urteil und legt Einspruch ein. Vielleicht hat man sogar das positive Recht, also die Gesetze, richtig angewandt, aber wem ist wohl Gerechtigkeit widerfahren?

Im politischen Leben wird zur Zeit ständig soziale Gerechtigkeit gefordert. Da sich alles nur ums Geld dreht, kann das nur Umverteilung von Vermögen heißen. Das kann für die Empfänger des Geldes natürlich sehr angenehm sein, aber auch hier kann man doch kaum von Gerechtigkeit sprechen.

Bedeutet das eigentlich

·       Jeder erhält das Gleiche, oder

·       Jeder erhält nach seinen Bedürfnissen, oder

·       Jeder erhält nach seinen Leistungen?

Und wer will sich wohl anmaßen, das zu entscheiden?

Fragen über Fragen....

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 


Leichen

 

Die ganze Abgeschmacktheit und Perversität der Medien kann man am besten an den Nachrichtensendungen und Magazinen ablesen. Es wird da ständig und an erster Stelle von Kriegen, Morden, Seuchen, Katastrophen und Unfällen berichtet, wobei die Meldung am wichtigsten ist, in der die meisten Toten vorkommen. Natürlich werden die Leichen ausführlich und lange im Bild gezeigt, und wenn keine auffindbar sind, kann man sich darauf verlassen, daß die dann an den folgenden Tagen nachgeliefert werden.

Ist das denn nun wirklich nötig, und interessiert es die Leute in dem Maße, und gäbe es nichts Besseres und Bedeutenderes, als immer und immer wieder von Eisenbahnunglücken in Indien, Erdbeben in Japan, Kindesmorden in Sachsen oder Amokläufen in Amerika zu berichten?

Zu kurz kommen allerdings die Menschen, die eines natürlichen Todes sterben, dabei kann man sich auch nicht so aufgeilen oder erregen.

Ich schlage deshalb folgendes Verfahren vor: Im unteren Teil des Fernsehbildes wird ständig ein Lauftext eingeblendet, der etwa so aussehen könnte:

 

...Heute gibt es  wieder weltweit mehr als 153.746 Tote !! ...

 

Diese Zahl muß unbedingt immer aktualisiert werden, damit die richtige Dosis von Betroffenheit und Trauer erzeugt wird. Natürlich kann man diese Toten nicht alle abbilden, das würde zu lange dauern. Deswegen muß man sich auf die besonders abstoßenden und ekelhaftesten beschränken. Zusätzlich werden in gewissen Abständen die Betroffenen und Trauernden gezeigt, zum Beispiel sich umarmende, wimmernde Engländerinnen oder kreischende Zigeunerweiber.

Der Sender, der diesen Service als erster bringt, hätte garantiert die höchsten Einschaltquoten.

Vielleicht wird es eines Tages wieder Mode, auch einmal Positives und Erfreuliches zu berichten. Aber bis es so weit kommt, müssen wir uns noch etwas gedulden.


 

 

 


Medien

 

Es ist Funkausstellung, und wieder einmal wird alles angeboten, was den Menschen Freude macht, aber eigentlich unnütz ist.

Die Medien Funk und Fernsehen haben sich schon überall eingenistet, und das arme Publikum wird mit Informationen aller Art überschwemmt. Und wem das noch nicht reicht, der kann sich durch alle möglichen Bild- und Tonträger von früh bis spät volldröhnen lassen, damit die gefürchtete innere Leere gar nicht erst aufkommt. Das ist schon bemerkenswert, denn sonst lassen die Menschen eigentlich nichts oder niemanden in ihre heilige Wohnung, aber die Medien schleichen sich über Funk und Kabel herein und verpacken ihre Botschaften unterhaltsam, interessant oder sensationell.

Nun haben wir auch noch das Telefon ! Allseits beliebt und viel verwendet; es ist auch bequemer, sich am Telefon zu unterhalten als von Angesicht zu Angesicht. Aber da kommt etwas ganz schrecklich Schönes fast unbemerkt durch die Hintertür herein: Das Internet !!! Aber hallo !! Wer einen Computer hat, kann schon zuschlagen, und bald ist das auch für jedermann über den Fernseher möglich. Und dann dringt in die gebenedeiten Wohnungen jede Menge Kommerz, Betrug, Pornographie, Hetze und noch mehr überflüssiges Zeug ein.

Was die Medien bieten, zerfällt in zwei Abteilungen. In der ersten plätschern seichte Unterhaltung, Popmusik, Sport und albernes Gequatsche vor sich hin, und das ist es, was das geplagte Publikum anscheinend am meisten mag.

Die zweite Abteilung enthält die „seriösen“ Kanäle, und diese strotzen und triefen vor Moral und Ideologie. Was in alten Zeiten die Pfaffen gepredigt und die Lehrer gelehrt haben, geht nun unter dem Titel Menschenrechte, soziale Gerechtigkeit, Frieden und Freiheit ab. (Die Juden, die Nazis, die Ausländer, die armen Frauen und Kinder, die Behinderten, die bösen Firmen und Banken...........). Daß dieses ständige Moralisieren  abstoßend und verlogen ist, merken die selbst ernannten Erzieher nicht. Und wie man sehen kann, ändern sich das Wesen und Verhalten der Menschen dadurch auch nicht.

 

 


 


Kunst oder Porno ?

 

Wer entscheidet darüber, was Kunst und was Pornographie ist ? Heutigentags ist ja fast alles erlaubt, und wenn auf den Theaterbühnen gefickt, onaniert, gekotzt oder geschissen wird, ist die Kritik des Lobes voll über so viel Realitäts- und Kunstsinn.

Die Gemälde des 17. bis 19. Jahrhunderts zeigen auch so allerhand Nacktes und Perverses, aber sie sind eben Kunst und damit über alle Zweifel erhaben. Wenn beispielsweise sechs nackte Jungfern um einen Baum tanzen, dann ist das ein Bild aus der Mythologie und als äußerst ästhetisch einzuordnen. Man stelle sich nur vor, daß sechs nackte Weiber irgendwo auf der Straße herumtollen, entweder findet sich sofort die Polizei ein oder ein Team von RTL. Wenn es Leda mit dem Schwan auf dem bewußten Bilde treibt: Hohe Kunst, und nicht etwa Sodomie !!

Nun ist es allerdings sehr verständlich, daß auch damals jede Gelegenheit zur Aufgeilung hochwillkommen war, auch die Kirchenfürsten wollten mal ihren Spaß haben. Und weil Porno in allen Epochen als pfuiteuflisch gilt, mußte eben die Kunst herhalten.

In unseren entfesselten Zeiten ist da einiges mehr möglich. Von allen Zeitungs- kiosken grüßen dicktittige Mädels oder knackärschige Bengels, ohne daß man gleich von Pornographie spricht. Aber eines darf um Gottes Willen nicht sein, es ist tabuisiert und darf nicht gezeigt werden: Steife Schwänze. Selbst die Fick-  szenen sind so gestaltet, daß der (hoffentlich) steife Pimmel nicht zu sehen ist. Es könnten ja Frauen schockiert und Kinder versaut werden. Es verstößt gegen die political correctness. Ich weiß auch nicht, aber es ist doch für die Frauen noch viel schockierender, wenn er überhaupt nicht steif wird.


 

 

 

 

 

 


Neigungen

 

Verliebt, verlobt, verheiratet.... und dann treiben es Mutti und Vati höchst leidenschaftlich zusammen, bis daß der Tod sie scheidet. Klingt gut, geht aber an der Wirklichkeit haarscharf vorbei. Immer haben die kirchlichen und staatlichen Institutionen strengstens darauf geachtet, daß die Sexualität nur im Ehebett stattfindet, zumindest scheinbar. Denn wenn die Wogen der Geilheit allzu hoch schlagen, ist nicht nur die Familie, sondern auch die kirchliche und staatliche Autorität in Gefahr.

Das Harmloseste ist noch das Fremdgehen (Vati geht in den Puff oder hat eine Freundin). Dieses wurde schon immer praktiziert und insgeheim geduldet.

Nun soll es aber gewisse sexuelle Neigungen geben, also wissense, nee, kaum zu glauben !! Mit Verkleiden, Fesseln, Hauen, Anpissen, und manchmal soll der Schwanz sogar in die verkehrten Löcher rutschen. Zeigen, Zugucken, auch geile Bildchen betrachten, böse Worte gebrauchen und alles diese netten Sachen.

Sehr üblich und in gewissen Kreisen schon fast Pflicht ist es, sich als schwul oder lesbisch zu „outen“ (selbst wenn es nicht stimmt, aber man möchte doch schließlich dazugehören).

Aber es ist immer noch sehr suspekt und nicht „normal“, wenn jemand bisexuell ist. Dieses muß nach wie vor noch verborgen bleiben und wird von jeder anständigen geilen Sau abgelehnt. Dabei gehören vor allem in südlichen und orientalischen Ländern sehr viele Männer zu dieser Kategorie, aber überall auch Priester, Matrosen, Gefangene, Soldaten, neugierige Jungen (streng geheim!!). Die Gründe dafür sind verschieden, Gelegenheit macht Liebe.....

Man kann ja auch mal was zugeben, zumal die soziale Kontrolle über einen singulären Stadtmenschen nicht so gnadenlos ist.

 


 

 

 

 

 


Jugendliche

 

Blödes Wort. Es gibt ja auch keine Alterlichen. Höchstens junge Alte. Ältere Junggebliebene.

Ich habe mich bisher immer sehr zu jungen Menschen hingezogen gefühlt. Vor allem sexualtechnisch, aber auch überhaupt. Die Alten können einem aber auch auf die Nerven gehen mit ihrer Besserwisserei und Jammerei.

Aber nun die Jugend“lichen“ – was ist bloß mit denen los ? Gewalttätig, frech, faul, von nix viel Ahnung, aber Forderungen stellen. Fürchterliche Musik, schreckliche Kleidung (zu Recht Klamotten genannt), häßliche Schuhe. Sie betreiben zwar Sex (es soll keine Jungfrauen über 12 Jahre mehr geben), wirken aber auf mich abstoßend und asexuell.

Alle wollen angeblich unbedingt viel lernen und fleißig arbeiten (Auszubildende, Studierende), aber wenn es darauf ankommt: Lehrlinge sind ungeeignet, weil sie nicht richtig schreiben und rechnen können, von Allgemeinbildung ganz zu schweigen. Die berühmten Sekundärtugenden sind ihnen fremd. Studenten studieren zwar, aber recht lange und die falschen Fächer. Absolventen sind nicht zu vermitteln, andererseits fehlen Bewerber auf technische Stellen.

Die wenigen Anständigen oder sogar Elitären gehen in der Masse unter. Es ist auch nicht „in“, gegen den Strom der Mittelmäßigkeit zu schwimmen.

 

PS: Ich hasse Pauschalurteile !


 

 

 

 

 

 

 

 

 


Weisheiten

 

J Jung gefreit hat nie gereut J oder sollte es vielleicht heißen „Eine Junge gefreit hat nie gereut“ ? Am besten „Nie gefreit hat nie gereut“ !!

J Probieren geht über studieren J Prima, wozu also noch studieren, wenn das probieren viel effektiver ist ?

J Ein voller Bauch studiert nicht gern J Das kommt dann vom vielen probieren, macht aber nichts, siehe oben.

J Arbeit macht frei J Fragt sich nur, wen und wann.......

J Lieber arm und gesund als reich und krank J Falsche Korrelation, es muß natürlich heißen „Lieber reich und gesund als arm und krank“ !

J Frühstücke wie ein König... J - also im Bett.

J Bete und arbeite J aber vergiß darüber das essen und vögeln nicht !

J Dem Glücklichen schlägt keine Stunde J - also braucht er auch nicht pünktlich zu sein.

J  Was lange währt, wird gut J Freunde, bloß keine Hektik !  Ein Hoch auf die Langsamkeit.

J    Morgenstunde hat Gold im Munde J und Abendstunde Blei im Hintern.

J In vino veritas J Die Lüge liegt im Etikett.

J Der Mensch denkt und Gott lenkt J Lieber selbst einen Führerschein erwerben !

J Ein Unglück kommt selten allein J Es kann auch gern mal mit einem Glück zusammen kommen !

J Der Klügere gibt nach J Besonders wenn er in der schwächeren Position ist.

J Liebe macht blind J Wenn der Schwanz steht, ist der Verstand im Arsch.

J Ohne Fleiß kein Preis J Wirklich ?

J Not macht erfinderisch J Not kennt kein Gebot J Vor allem wenn man ganz nötig aufs Klo muß !!

J Spare in der Zeit, dann hast du in der Not J - wenn man dich nicht inzwischen enteignet hat.

J Bescheidenheit ist eine Zier J - viel weiter kommt man ohne ihr.

J Geld macht nicht glücklich J Ein guter Spruch, um die Armen zu trösten.

J Geben ist seliger als nehmen J Das sieht gewiß jeder ein, besonders wenn er was braucht.

J Aller Anfang ist schwer J sagte die Dame zum Matrosen.

J Ende gut, alles gut J - aber entscheidend ist der erste Eindruck.

 

 

 

 

 

 

9. 9. 99

 

Diesem kuriosen Datum wohnt für mich ein starker Zauber inne. Nicht etwa, daß ich ein Numerologe (Sauerei !) oder Zahlenmystiker wäre, aber eine Schnapszahl übt doch immer eine gewisse Faszination aus, und ich kann deshalb auch das heutige Ereignis gebührend begießen.

Ähnliche Konstellationen gibt es nur alle 11 Jahre, aber der 11. 11. 11 mogelt sich zusätzlich dazwischen, und wir können uns vorstellen, daß dann um 11 Uhr 11 der Frohsinn nicht mehr zu überbieten ist.

Der Mensch braucht anscheinend solche „runden“ Daten oder Jubiläen, um einmal innezuhalten und nachzudenken. Wobei man sich nicht etwa einbilden muß, daß an solchen Tagen oder von nun an besondere Dinge passieren oder sich alles ändert. Denn das menschliche Verhalten ist dermaßen konstant und unverbesserlich, daß man sich dahingehend keine Illusionen machen darf.

Hingegen hält sich die Natur an keinen Zahlenzauber, und das Dezimalsystem ist ihr unbekannt. Das hat sich der Mensch aus seinen zehn Fingern gesogen. Die Natur hat ihren eigenen, kosmischen Rhythmus, und es ist sinnlos, für runde Kalenderdaten irgendwelche Naturereignisse oder Katastrophen vorherzusagen.

Was ich nun überhaupt nicht verstehen kann: Daß die Leute wie die Lemminge in ihr Unglück rennen und unbedingt heute massenweise heiraten müssen. Als ob es nicht schon genug Leid auf der Welt gäbe !!

 

1. 1. 2000Das nächste faszinierende Datum ist der


 


Sport

 

Diese Thema ist mir so unangenehm, daß ich es bis heute vor mir hergeschoben habe. Denn Sport in jeder Form ist mir immer zuwider gewesen ( „No sports please“), und ich bin trotzdem gesund geblieben ( „Treibe Sport, oder bleibe gesund“). Dabei habe ich immer alle, die in den verschiedenen Sparten Leistungen erbringen konnten, gehörig bewundert – aber nie beneidet.

Die meisten „interessieren“ sich für Sport, das heißt, sie treiben selbst keinen, aber sie wissen über alle Sportarten bestens bescheid. Sie betonen bei jeder Gelegenheit, wie gesund er ist, besonders für die anderen. Und sie können sich in einer für mich nicht nachzuvollziehenden Weise dem „Genuß“ diverser Sportsendungen hingeben und sich dabei engagieren oder sogar aufregen bis zum Herzinfarkt. Wenn sie aktiven Sport treiben würden (beispielsweise joggen), holten sie sich dabei den Tod.

Die Aktiven gliedern sich für mich in zwei Kategorien:

Die einen, die den Sport wirklich zum Spaß und ohne alle Verbissenheit betreiben, und denen gehört auch die Bewunderung eines jeden faulen Menschen (ich meine damit natürlich mich...),

Die anderen, welche ehrgeizig und humorlos ständig auf das Siegen aus sind. Für diese würde ich mir folgendes Urteil anmaßen: Sport verdirbt den Charakter. Der sogenannte sportliche Wettkampf hat doch oft mit Feindschaft und Neid zu tun nach dem Motto: Ich muß besser sein als die anderen.

Und am ärmsten sind diese Kampfmaschinen dran, die damit ihr Geld verdienen müssen. Selbst die Erfolgreichsten können es trotz ihrer Millionen nicht ertragen, wenn sie mal unterliegen oder wenn ihre Karriere beendet ist. Da haben sie nun ihre ganze Energie und ihren Fleiß aufgewendet, um ihren Körper in diesen Zustand zu versetzen, und dann das ! Die Superehrgeizigsten (und die Blödesten) versuchen es dann noch mit allerhand Chemikalien oder Dopingmitteln, bis der Ofen ganz aus ist.

Was soll man machen:

J Jeder ist seines Glückes Schmied J - nein, jeder bekommt im Leben das, was er verdient !!

 


 

 


Herbst

 

war früher einmal meine liebste Jahreszeit. Die Laubfärbung, die schrägen Sonnenstrahlen, Nebel und der Geruch nach gefallenen Blättern erzeugen aber auch eine eigenartige Stimmung, eine Art Nostalgie oder Sehnsucht nach Frieden. Dazu paßt für mich immer wieder das Klarinettenquintett von Mozart, weil es diese Wehmut noch verstärkt.

Aber, meine Gutsten, wenn man so in die Jahre kommt, gewinnt der Herbst noch eine andere Bedeutung – Rückzug, Absterben, Tod. Und das hat man dann vielleicht nicht so gern. Obwohl ich mit dem Sterben noch nichts im Sinn habe, fange ich doch schon damit an, diese Herbststimmungen zu verdrängen oder umzudeuten. Bis zum Jahresende mit den vielen Feiern kann man sich noch etwas ablenken und den Herbst vergessen. Weihnachten und Sylvester nehmen einen aber auch voll in Anspruch, ich glaube, unsere Vorfahren wußten schon, warum sie diese wichtigen Feierlichkeiten in die dunkelste Zeit legten.

Wenn dann aber im Januar der unbarmherzige Winter mit seiner Dunkelheit und Kälte beginnt, lassen die seelischen Reserven nach, und es melden sich so nach und nach die immer unwillkommenen Depressionen, und die müssen erst einmal überstanden werden.

Wie sieht es eigentlich mit der Seelenlage der Menschen aus, die näher am Äquator leben und kaum klimatische Unterschiede im Jahresverlauf zu verkraften haben? Es entgeht ihnen zwar der Reichtum an Naturphänomenen, aber vielleicht haben sie es leichter mit ihrem ewigen Sonnenschein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Warten

 

Die Hälfte des Lebens wartet der Soldat vergebens... Ich sage, daß man das ganze Leben auf etwas wartet, das vielleicht nie eintrifft.

Jedoch, sei es an dem oder auch nicht, ich werde äußerst ärgerlich und aggressiv, wenn man mich hängen läßt. Vielleicht könnte ja ein Mensch, der sich noch einen Rest von Höflichkeit bewahrt hat (gesetzt den Fall, er ist dazu in der Lage und nicht verunglückt oder tot), wenigstens anrufen, absagen oder irgend eine Ausrede erfinden, wenn er eine Verabredung nicht einhalten kann. Aber meistens ist es diesen unpünktlichen und unzuverlässigen Typen völlig egal, ob sie jemanden warten lassen. Nach dem Motto: „Nun stell dich mal nicht so an, das ist doch nicht so  schlimm, du Pedant“.

Ich habe in meinem Leben eine ganze Menge an Mißachtung schlucken müssen. („Du bist aber auch überempfindlich!“). Vielleicht beleidigt es aber alle anderen genau so, wenn sie abgedrängt, ausgelacht, nicht wichtig genommen werden. Oder wenn man sie einfach sitzenläßt. Oder wenn ihre Meinung niemanden interessiert. Oder wenn man sie übergeht. Und vielleicht lassen sie es sich nur nicht so schnell anmerken wie ich.

Der Grund für diese menschlichen Nettigkeiten ist wohl, daß jeder der Größte, der Erfahrenste, der Beste sein möchte. Aber in vielen Situationen wäre etwas Zurückhaltung oder Rücksichtnahme angebracht – zu viel verlangt? Es ist allerdings ein Unterschied, ob man austeilt oder empfängt. Und ob ich selber mit meinen Mitmenschen so umgegangen bin, können diese besser beurteilen.

Ich habe in solchen Situationen oft sehr hart reagiert. Und das alles hat auch dazu geführt, daß mein Verlangen nach menschlichen Kontakten immer mehr geschwunden ist. Mal ehrlich, es tangiert mich auch nur noch peripher oder marginal, woll?

 

 


 


Freiheit !!

 

Freiheit ist für mich der höchste (und vielleicht sogar der einzige) Wert im Leben. Damit beziehe ich mich natürlich nicht auf ein Vegetieren in der Knastzelle oder ein Ächzen unter der Knute einer Sklaverei, sondern auf mein ganz alltägliches „bürgerliches Heldenleben“.

Schon immer hat ein Eingeengt-Sein im Berufsleben oder in einer Partnerschaft mich so beklommen gemacht, daß ich Angst um gewisse Organe bekam. Vor allem das Herz und der Magen konnten sich in gewissen Situationen zusammenziehen bis zur Lähmung. Aber auch bei Veranstaltungen, Feiern, Theaterbesuchen ist bei mir oft der Wunsch nach Flucht aufgetreten. Bloß davon, davon.....

Deshalb bin ich auch nicht der Vereins- oder Parteientyp, der dann bei langatmigen Versammlungen, Sitzungen oder Demonstrationen stundenlang ausharren kann, oder der nach getaner Arbeit und endlich erreichtem Feierabend noch mit den Kollegen „auf ein Bierchen“ zusammensitzt. Ungesellig, oder wie man es modern ausdrückt, von geringer sozialer Kompetenz.

Ich gehe sogar in meinem Freiheitsdrang so weit, daß ich keiner Religion und politischen Ideologie folgen möchte. Denn das engt mich geistig so weit ein, daß ein selbständiges, unabhängiges Denken und Empfinden nicht mehr möglich ist. Meinetwegen kann ein jeder seine sektiererische oder von Vorurteilen geprägte Weltsicht haben, aber er soll mich damit bitte nicht belästigen. Es stellt sich im täglichen Leben sowieso heraus, daß man mit seinen Ideologien nicht sehr weit kommt und sich immer mal in Widersprüche verwickelt oder unnötige Konflikte verursacht.

Diese meine Einstellung führt natürlich zu einer gewissen Isolation. Aber lieber ein freier Single, der immer wieder tief durchatmen kann, als ein verbogener, gefesselter Sozius.

 


 

 

 

 


Zeit

 

ist schwer zu definieren, aber wir sind deren kontinuierlichem und nicht zu beeinflussendem Ablauf gnadenlos ausgesetzt.

Den Zeitpunkt unseres Auftritts haben wir überhaupt nicht im Griff. Den des Todes eventuell, aber besser nicht den des eigenen. Und was dazwischenliegt, das schreitet munter und im Sauseschritt fort, doch es ist zu wertvoll, um nur weggeworfen oder vergeudet zu werden.

Ich will den Zeitbegriff eher unter dem Aspekt der Freiheit sehen. Wenn man über seine Zeit und ihre Gestaltungsmöglichkeiten selbst verfügen kann, ist das für mich das Wichtigste im Leben.

Von der Wiege bis zur Bahre versuchen andere Menschen oder Institutionen immer wieder, auf die zeitlichen Abläufe Einfluß zu nehmen. Das beginnt in der Schule und endet in der Sklaverei des Berufs. Aber auch im privaten Bereich, in der Partnerschaft, ist es nicht viel anders: Tu dieses und jenes, das muß unbedingt noch gemacht werden, du solltest aber mehr Zeit für mich und die Kinder haben, du solltest Sport treiben, wir sollten öfter ausgehen .........

Für mich ist es der Gipfel der Freiheit (und wichtiger als Geld), daß ich tun und vor allem lassen kann, was und wann ich will. Und gewissermaßen als Dank dafür brauche und will ich auch anderen nicht mehr vorschreiben, was sie zu tun und zu lassen haben. Es interessiert mich nicht mehr.

Ebenso möchte ich mir jeglichen Zeitdruck ersparen. Es wird oft behauptet, daß positiver Streß zum erfüllten Leben gehört, das haben wir alles gehabt, und so besonders doll fand ich es nicht.

Wenn die Menschen erst so weit gekommen sind, daß sie nur noch mit Beruhigungsmitteln schlafen und mit Psychopharmaka leben können – weil man ja immer aktiv, dynamisch, gut gelaunt, sportlich, erfolgreich und „cool“ sein soll –

und wenn sie selbst nicht mehr merken, daß sie zu Marionetten geworden sind, die von ihrer Eitelkeit und Geldgier und vor allem von den Erwartungen anderer getrieben sind, dann erlaube ich mir wieder einmal ein arrogantes Urteil: 

Mit  denen ist irgend etwas schief gelaufen.

 


 

 


WORD 97

 

Mit diesem begnadeten Schreibprogramm der Firma Microsoft habe ich das vorliegende Werk gestaltet, ab und zu von schrecklichen Flüchen begleitet, wenn der Computer dabei wieder einmal hängen blieb oder abstürzte. (Wie gerade eben.....)

Nun hat diese Firma so viele nützliche Programme herausgebracht, daß sie inzwischen zu Ansehen und Dollars gekommen ist. Und was passiert? Sie wird mit Häme, Haß und Neid bedacht. Wie alle anderen erfolgreichen Produzenten von Produkten, die jeder unbedingt haben muß (Coca Cola, Nestle, McDonalds, Telecom, Mercedes), zu deren Macht und Reichtum also jeder beiträgt, die man aber am liebsten enteignen möchte.

Eine Ausnahme gilt allerdings: Gaukler, Sportler, Pop-Ikonen oder Schauspieler dürfen mehrfache Millionäre sein, werden vom „Volk“ verehrt und gnädigst von der Neidwelle verschont.

Ich kann noch so alt werden, die menschliche Natur wird mir immer rätselhaft bleiben. Widerspricht sie doch jeglicher Lehrmeinung.

Um aber auf das Schreibprogramm zurückzukommen: Ich wollte doch damit einigermaßen vertraut werden und mußte zu diesem Zwecke ein paar Seiten füllen. Das Geschriebene sollte man nicht allzu ernst nehmen, es war nur eine Fingerübung.......

Vielleicht bringe ich später noch etwas mehr zu Papier, dann auch mit der Neuen

Rechtschreibung, aber für den Moment gehen mir die Themen aus.

 

 

Wolkenförmige Legende: Hasta
luego.........
 


 


PS: Nachschrift

 

Ein Mensch hat draußen nicht viel Glück.

Er zieht sich in sich selbst zurück;

Zu keinem Aufwand mehr verpflichtet,

Doch seelisch recht gut eingerichtet,

Führt er seitdem behaglich dort

Ein Innenleben mit Komfort.

 

 

Ein netter Text von Herrn Eugen Roth ist das, und für mich sehr zutreffend. Und ausnahmsweise ist es auch von mir einmal ernst gemeint, wenn  ich ihn hier zitiere. Wie früher schon mal erwähnt: Wenn es die Lebensform des Singles nicht schon gäbe, hätte ich sie für mich erfinden müssen, um einigermaßen über die Runden zu kommen.

 

 

und im üebrigen moechte

ich alle herzlichst

bitten, mich ganz doll

am ****** zu lecken !

 

 

 

 

 

 

Diese starke Motto sollte eigentlich für die letzten 40 Jahre meines Lebens ausreichen und mir im Umgang mit meinen geliebten Brüdern und (vor allem) Schwestern genügend Kraft und Mut verleihen.

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, daß sich meine Einstellung gravierend ändert, werde ich es an dieser Stelle bekanntgeben.