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Noch’n Buch........

 

 


wo es doch schon viel zu viele gibt, täglich werden hunderte neuer Werke auf den Markt geschleudert, sogenannte Bestseller und anderer Müll, die meisten verschwinden nach einiger Zeit sang- und klanglos wieder von der Bildfläche oder landen im günstigsten Falle auf den Wühltischen der Kaufhäuser.

Also soll diese Schrift nicht auch noch publiziert werden, und das hat den Vorteil, daß ich ganz ehrlich formulieren kann und nicht eitel sein muß (denn meine Meinung interessiert sowieso niemanden), und wenn ich mich damit in den elitären Zirkel der Misanthropen begebe: um so besser !

Ich möchte auch die fiktive (oder virtuelle?) Leserschaft nicht damit quälen, irgendwelche religiöse oder philosophische Erkenntnisse – und auch auf diesem Gebiet sind wir überreichlich und mit sich widersprechenden Theorien beglückt worden – verdauen zu müssen. Wenn nur jeder seine eigenen grauen Zellen gebrauchen könnte oder wollte, würde das schon ausreichen.

Aber vielleicht hat ja kaum jemand Zeit oder Lust zum Nachdenken, vielleicht sind alle zu beschäftigt (mit sich selbst), oder der alte Sebastian Brant hat doch recht gehabt mit seinem „Narrenschiff“ – sei es, wie es sei, mir ist es einerlei.

 

 


 

 

 


Begonnen in Hamburg, im April 1998

 


Der Mensch

 

 

wird oft als die „Krone der Schöpfung“ bezeichnet, geschaffen am letzten Tage derselben, sozusagen gedacht als Sahnehäubchen auf der ansonsten recht gut gelungenen Natur. Aber ob der liebe Gott schon etwas er-schöpft war oder ob er sich einen Scherz erlauben wollte, ist heute nicht mehr festzustellen. Denn bei näherem Hinsehen hätte er bemerken müssen, daß die Ausschußquote verhältnismäßig hoch war und ist, und daß er dieser Spezies nie die Möglichkeit des Herrschens über den Rest der Schöpfung, die ganze organische und anorganische Welt, hätte geben dürfen.

Das Dilemma beginnt schon damit, daß der Mensch nicht einmal fähig ist, mit sich selbst klarzukommen, wie sollte ihm das dann mit seinen Mitmenschen gelingen !

Daher rührt der Erfolg der Religionen und anderer Ideologien mit ihren simplen Freund- und Feindbildern, da weiß man doch wenigstens, woran man ist, wen man zu lieben und wen man zu hassen hat, und der Einfachheit halber schlägt man die Feinde gleich tot. Soll ich erst Beispiele nennen?

Trotz aller Kriege, Hungersnöte und Seuchen gibt es aber immer mehr Menschen auf der Erde, und leider müssen sie sich immer dort multiplizieren, wo das Leben am schwierigsten ist. Neger, Inder und andere genetische Meisterwerke scheinen nichts mehr zu schätzen als Ficken. Und ihre zahlreichen Nachkommen – wenn sie nicht schon als Kinder verhungern oder an Aids sterben müssen – setzen diese Tradition fort und geben sich ihrer Geilheit so oft wie möglich hin, denn es gibt ja nichts Schöneres als Ficken, Ficken, Ficken.....

Noch problematischer und umweltfeindlicher wird es dann, wenn der letzte Chinese oder Russe endlich sein eigenes Auto hat und fordern kann: Freie Fahrt für freie Bürger ! Denn nur mit einem Auto kann man sich richtig verwirklichen und seinen unterdrückten Aggressionen freien Lauf lassen. Da können wir noch so heuchlerische grüne Parolen absondern, wenn man uns unser Auto nehmen will, hört der Spaß wirklich auf.

So ist also die Krone der Schöpfung dabei, nicht nur seine Feinde, sondern auch seine Freunde und sich selbst auszurotten. Ob das wohl die Absicht des großen Meisters war, als er sie schuf ?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle Menschen sind gleich –

 

 

wie oft wird diese schwachsinnige Behauptung aufgestellt ! Natürlich sind alle Menschen verschieden, jeder ist ein Unikat.

Man kann es schon von weitem und von außen bemerken: Es gibt große und kleine, schwarze und weiße, schöne und häßliche, junge, alte, gesunde, kranke, Männer und Frauen, blonde oder dunkle.

Und bei näherer Beschäftigung mit ihnen kann man noch viel mehr Unterschiede entdecken, denn da gibt es stolze und bescheidene, dumme und schlaue, ehrliche und verlogene, kreative, phantasielose, herrschsüchtige, unterwürfige, geizige, großzügige, liebevolle, haßerfüllte, gerechte, beschränkte.......

Schlaue Ideologen behaupten: Der Mensch ist gut (oder sagen sie: Der Mensch ist schlecht – ich habe es vergessen), jedenfalls brauchte man ihn nur mit den richtigen Methoden zum friedvollen Edelmenschen zu erziehen. Was dabei herauskommt, erleben wir jetzt, nämlich rücksichtslose Selbstverwirklicher.

Ich meine, daß sich nicht jeder selbst verwirklichen darf. Bei Verrückten, Größenwahnsinnigen oder Kriminellen muß das unbedingt verhindert werden, und zwar mit autoritären Methoden. Das darf gern schon in der Familie beginnen und nicht in der Schule enden.

Die gleichen Ideologen, es sind die bärtigen, strickenden Weicheier der 1968er Studentengeneration, bezichtigen „die Gesellschaft“ (sie meinen die kapitalistische), wenn aus ihren Gleichmenschen nicht ihr Idealbild geworden ist. Dann sind entweder die dominanten oder unterdrückten Mütter oder die immer geilen und besoffenen, vergewaltigenden Väter schuld. Nicht etwa das Erziehungssystem, nicht die Gesetzgebung und erst recht nicht die Justiz, denn dort sitzen inzwischen besagte Weicheier und bemühen sich erfolgreich, das verhaßte System kaputtzumachen.

 


 

 

 

 

 

 

 

 


Männer und Frauen

 

 

passen überhaupt nicht zusammen, sagt Loriot. Vielleicht passen sie in einer Angelegenheit zusammen, aber nur solange, wie es dauert.

Danach geht es zur Sache, und es muß sich herausstellen, wer im täglichen Machtkampf die Oberhand gewinnt. Wenn der Sexualrausch abklingt – und leider passiert das fast unmerklich und gegen den Willen der Beteiligten – stellen sich Gewöhnung, Gleichgültigkeit, Abneigung, sogar Haß ein. Warum ? Ich habe keine Antwort darauf. Die Natur wird sich schon etwas bei ihrer Planung gedacht haben. Denn dieses“ Bis daß die Scheide euch tötet, nein pardon, bis daß der Tod euch scheidet“, hat sich in der Praxis nicht besonders bewährt.

Sicher müssen Kinder einen sicheren und ruhigen Platz haben, um zu diesen schon einmal erwähnten Edelmenschen heranzuwachsen. Aber das erfordert viel Zeit, vielleicht zwei Jahrzehnte, und in diesem Zeitraum hat sich nach und nach einiges verändert: Der Mann, ständig besoffen und immer geil (außer bei der eigenen Frau), geht im günstigsten Fall fremd, im ungünstigsten vergewaltigt er ohne Rücksicht auf Verluste Töchter, Frau und Söhne. Die Frau, ständig unzufrieden, keifend und in Krankheiten flüchtend, wird im günstigsten Fall zum meckernden Hausdrachen, im ungünstigsten zur Emanze.

Also Freunde, was lernen wir daraus ? Sich paaren und ficken sind zwei grundlegend verschiedene Angelegenheiten.

Eine kleine Anmerkung kann ich mir nicht verkneifen. Wenn einmal ficken lebenslängliche Sklaverei bedeutet, heißt es den Zynismus noch zu toppen, wenn zudem das halbe Vermögen und im ungünstigsten Falle Haus und Hof zur Disposition stehen, dann lieber onanieren.

Wenn aber sich paaren hieße, eine harmonische Partnerschaft eingehen, die auf Toleranz, Freiheit oder gar Liebe beruht, dann könnte man zuraten........

 


 


 

 

 

 


Der Zeitgeist

 

 

ist ein komisches Ding, er wechselt mit den gesellschaftlichen Systemen und kann sich anpassen wie ein Chamäleon. Einige Menschen plappern gehorsam das nach, was offiziell und über die Medien verbreitet wird, später einmal will es jeder besser gewußt haben, er war ja schon immer dagegen, sogar ein Widerstandskämpfer !

Im Moment gilt die „politische Korrektheit“, will sagen das Gutmenschentum. Wir treten für die Menschenrechte ein, lieben alle Ausländer und Behinderten, sind für eine saubere Umwelt, friedliebend, ehrlich und gut. Wir hassen  Gewalt

gegen Frauen, Kinder und Ausländer, aber nicht von Frauen, Kindern und Ausländern. Welch verdammte Heuchelei ! Man darf die Dinge nicht mehr beim Namen nennen (Zigeuner, Neger, Idioten, Verbrecher), sondern umschreibt mit gefälligen Bezeichnungen.

In den Schulen sitzen nur Begabte, Frauen sind die besseren Menschen, vor Gericht sind alle unschuldig, niemand betrügt bei der Steuer, niemand feiert krank, ohne krank zu sein, Werktätige sind fleißig, alle Ausländer sind politisch Verfolgte und hier willkommen, niemand verschmutzt die Umwelt (und wenn doch, sind es die Anderen), niemand arbeitet schwarz und / oder beschäftigt gar Schwarzarbeiter, niemand ist dumm,fett, alt oder häßlich, mit anderen Worten: Es wird gelogen, was das Zeug hält. Und das soll politisch korrekt sein? Vielen Dank für solchen Zeitgeist !

Ich behaupte, daß im Volk sehr wohl hin und wieder Klartext gesprochen wird. Aber kein Politiker oder Journalist könnte sich erlauben, so zu formulieren. Es kämen sofort Vorwürfe wie „Populismus“ oder „Stammtischparolen“. Aber, liebe Freunde, das Volk und die Stammtische und die Kaffeekränzchen, das sind die Wähler – angeblich der Souverän – die alle vier Jahre einmal zur Urne schreiten dürfen. Dazwischen wagt man es nicht, sie zu wichtigen Themen wie zum Beispiel

Euro, Asyl, Kriminalität, Steuern zu Wort kommen zu lassen.

Solange der soziale Friede hält, wird das alles so weitergehen. Aber wehe, wenn das Volk immer mehr von seinem Wohlstand einbüßt !

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Arbeit

 

 

ist der Sinn des Lebens, so hört man es oft tönen. Was aber dann, wenn jemand arbeitslos wird oder in Rente geht: Hat dann sein Leben den Sinn verloren?

Unter Arbeit versteht man ja meistens die Ausübung eines Berufs zum Gelderwerb. Diese Arbeit ist natürlich gesellschaftlich sinnvoll und notwendig, denn sie hält die Wirtschaft in Gang, schafft Werte, versorgt die Bevölkerung mit Waren und Dienstleistungen. Daß diese Art Betätigung auch persönliche Befriedigung schafft, ist völlig unbestritten, denn der Mensch braucht Erfolgserlebnisse. Damit kommen wir dem Lebenssinn schon etwas näher.

Aber was ist mit anderen Formen der Arbeit – in der Schule, im Haushalt, im ehrenamtlichen Bereich – die nicht so viel materielle oder ideelle Anerkennung finden? Sind denn diese Beschäftigungen weniger wert, weil sie kein Geld bringen?

Also was ist nun der Sinn des Lebens? Vor allem das Leben selbst, das leben, so hat es die Natur oder meinetwegen auch besagter Schöpfer gemeint. Die alten Griechen meinten: Das Glück ! Mit dem Gedanken könnte ich mich anfreunden, und glücklich kann allerhand machen, nicht nur die Arbeit. Die kann übrigens auch mal unglücklich machen, wenn man unter- oder überfordert wird, unterdrückt ist oder keine Anerkennung findet.

Aber mit dem Glück kann man viel anfangen, wenn man es denn überhaupt haben will. Wer negativ denkt und pessimistisch ist, wird auch das Glück nicht gerade anziehen. Und negative Gefühle wie Haß, Neid, Angst machen außerdem krank, und Krankheit macht unglücklich: Das ist ein Teufelskreis !

Nochmal zurück zur Arbeit. Wenn man außer ihr nichts für sinnvoll hält, versäumt man einiges im Leben. Und wenn man keine anderen Interessen entwickelt, wird man zum Fachidioten. Dann wird allerdings der Verlust oder die Aufgabe des Jobs zum schweren Problem, ja zur Lebensgefahr.


 


Eine Bewerbung

 

 

sollte in angemessener Form erfolgen. Man muß sich bescheiden-überlegen, kreativ, phantasievoll darstellen. Und die Form des Schreibens muß dieser äußerst bedeutungsvollen Angelegenheit Rechnung tragen. Das Papier muß von exquisiter Qualität sein und darf keine Kaffee-, Rotwein- oder Spermaflecken aufweisen.  Der Stil darf brilliant oder originell sein und die Ordograpfie und die Gramaddik müssen der letzten Version der Rechtschreibreform entsprechen.

Etwa so:

„Sehr geehrte EntscheiderInnen,

bitte entschuldigen Sie, daß kein Porträtfoto beiliegt, ich wollte mich nicht zu vorteilhaft darstellen, sonst hätten ja etwaige Mitbewerber überhaupt keine Chance mehr. Sofern die ausgeschriebene Stelle noch frei ist, kommt sie nur für mich in Frage. Schon als Kind habe ich Ihre geschätzten Produkte konsumiert, und nun, als reifer Mann, besticht mich Ihre Firmenphilosophie. Außerdem habe ich erfahren, daß in Ihren Betrieben ein außergewöhnlich gutes Klima herrscht, so schlimme Phänomene wie etwa Mobbing oder Ellenbogenkarrieren sind dort unbekannt.

Ich würde Ihnen Tag und Nacht zur Verfügung stehen und mich ständig weiterbilden. Geld ist mir nicht wichtig, aber wenn Sie mir unbedingt etwas zahlen wollten, würde ich es karitativen Einrichtungen zur Verfügung stellen.

Wenn in Ihrer Firma überhaupt noch etwas zu verbessern wäre, dann vielleicht der Börsenkurs und die Umsatzzahlen. Genau genommen fühle ich mich für diese hohen Ziele unwürdig, und ich bitte Sie, doch lieber von einer Einstellung meiner Person Abstand zu nehmen.“

 

 

 

 


 


Ein Lebenslauf

 

muß ehrlich und vor allem lückenlos sein. Wer mag schon gerne Lücken, besonders Zahn- und Gedächtnislücken können sehr lästig sein. Wenn im Lebenslauf Lücken auftauchen, dann könnte der Delinquent während dieser Zeiten vielleicht im Knast gesessen oder gerade an einer schweren Syphilis gelitten haben. 

Man sollte auch vielleicht nicht verschweigen, daß man geisteskrank (na !!) oder sogar schwanger oder schwul (nanana !!!) ist. Denn je ehrlicher man auftritt, um so mehr Chancen hat man in der Personalabteilung.

Vielleicht könnte man einen Lebenslauf doch so beginnen: „Ich wurde geboren.“ Das macht sich immer gut, und es kann ja jedem passieren. Auch kann man ganz beiläufig erwähnen, wer die Eltern sind – dann kommt nicht der Verdacht auf, man sei zugelaufen oder ein Findelkind. Natürlich hatte man eine glückliche und geborgene Kindheit, in Schule und Universität war man allseits beliebt und äußerst erfolgreich.

Natürlich hat man keine Schwierigkeiten mit dem anderen Geschlecht, und deshalb gründete man bald eine Familie und führt bis dato eine harmonische Ehe. Bei den bisherigen Arbeitsverhältnissen war man strebsam, bescheiden und kollegial (siehe beiliegende wohlwollende Zeugnisse), aber auch konsequent, selbstbewußt und eine Führungspersönlichkeit.

Um die Arbeitskraft in vollem Maße zur Verfügung stellen zu können, treibt man auch diverse Sportarten, so zum Beispiel Tennis, Golf, Segeln und Reiten. Daß ein Pilotenschein vorhanden ist, versteht sich von selbst.

Etwaige Krankheiten oder gar menschliche Schwächen sind nicht vorhanden, und ein moralisch einwandfreier Charakter ist eine Selbstverständlichkeit.

Amen !

Wer das alles glaubt, wird selig !

 

 


 

 

 

 

 


Ein Testament

 

 

muß handschriftlich und mit Datum und Unterschrift versehen sein. Außerdem muß man daraus entnehmen können, daß der Verfasser während des Schreibens nicht betrunken oder geistig verwirrt war. Auch von starken Gefühlsregungen wie Haß oder Liebe muß abgeraten werden. Es ist in kurzer, unmißverständlicher Form der letzte Wille auszudrücken.

Vielleicht könnte man diese schwierige Aufgabe so lösen:

„Ich erkläre hiermit, daß ich weder wahnsinnig noch normal bin, sondern nur ein sterblicher Mensch. Sollte letzteres wider Erwarten eintreten, dann soll das Erbe an meine Erben gehen. Ich möchte Feuer- und anonym bestattet werden, weil das am wenigsten Platz beansprucht. Die Feier soll bescheiden und am besten ohne Predigt sein, denn irgendwelche Lobhudeleien sind oft an den Haaren herbeigezogen oder dreiste Lügen.

Bei der Musik vermeide man alles Traurige, vielmehr bitte ich um Ausschnitte aus „Jauchzet, frohlocket !, Freude, schöner Götterfunken ! und Till Eulenspiegels lustige Streiche“,  damit die Feier optimistisch ausklingt.

Sollten sich überhaupt Gäste eingefunden haben, dann bitte man sie anschließend in ein gutes griechisches Restaurant und fülle sie während des Festmahles kräftig mit Ouzo und Retsina ab. Vielleicht könnte auch der anschließende Besuch eines Bordells erwogen werden.

Ich habe mich während meines Lebens immer bemüht, alles positiv und nicht so bierernst zu sehen, und alle verbissenen oder jammernden Typen waren mir fremd. Vielleicht hätte ja bei viel mehr Fleiß und besserer moralischer Führung aus mir etwas werden können......

Macht’s gut und bleibt gesund !“

 


 

 

 

 

 


Bedenkenträger

 

 

muß es auch geben. Aber wenn ein ganzes Volk nur noch aus Zögerern, Angsthasen, Verhinderern und Neinsagern zu bestehen scheint, dann kann man schon mal nachdenklich werden.

Daß mit diesem Volk der Wiederaufbau und die Wiedervereinigung möglich waren, grenzt an ein Wunder. Das Wunder wird etwas verständlicher, wenn man an das große Ziel denkt: Die Deutsche Mark, oder wie es jetzt ganz aktuell heißt: Mehr Geld.

Und in diesen Monaten vor der großen Wahl versprechen die Politiker aller Parteien mehr Geld für alle und für alles. Wo es herkommen soll, bleibt noch etwas im Dunklen – aber wenn es nicht aus Steuererhöhungen stammen soll, kann es nur durch mehr Produktivität entstehen. Doch man braucht kein großer Experte zu sein um vorherzusagen, daß es wohl eher weniger Geld sein wird, das zur Verfügung stehen kann, denn nach mehr Arbeitsplätzen und mehr Konsum sieht es momentan nicht aus, und außerdem sind wir ja das Sozialamt für die halbe Welt geworden.

Aber alles, was nicht ganz direkt mit mehr Geld zu tun hat, wird von den Bedenkenträgern erstmal abgelehnt, nach dem Motto: Ich bin gegen alles ! 

   - sei es Volkszählung, Transrapid, Lauschangriff, Gentechnik, Atomkraft, Zensuren, Autobahn, Rechtschreibreform, Euro, Dosenbier, Kapitalismus, Gefängnisse, Aktien, Autorität, Computer, Schweinefleisch.......          

  -  bis sie irgendwann einmal darauf kommen, daß manche dieser schrecklichen Dinge doch vielleicht ganz nützlich sein können und sogar den ewigen Neinsagern zu mehr Geld (auch „Staatsknete“ genannt) verhelfen. 

Wie Helmut Kohl ganz richtig erkannt hat, sind die Deutschen am besten, wenn es ihnen schlecht geht und sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Oder im Umkehrschluß: Es geht ihnen zu gut, und sie wissen ihren Wohlstand, Frieden und Fortschritt überhaupt nicht zu würdigen.

Nun fällt mir gerade noch rechtzeitig ein, daß ich auch gegen einiges bin:

-       jede Mode mitmachen

-       die Grünen

-       Schönreden

-       Dummheit und Arroganz

-       Streit

 

 

 

 

 

 

Die Börse

 

 

handelt mit Aktien und Wertpapieren. Dieses ist an sich noch nichts Schlimmes, und es hat sich im Laufe der Geschichte weltweit durchgesetzt. Allerdings hat dieser Handel mit Kapital oder Geld (was ist Geld? eine Vereinbarung? das wäre ein neues Thema für dieses Buch!) immer den Geruch des Unmoralischen gehabt.

Denn man muß natürlich sein Geld auf ehrliche Weise verdienen, das bedeutet, durch seiner Hände Arbeit, am liebsten als Bauer oder Erbauer. Ein sehr erbaulicher Gedanke.

Falls man zu faul zum Arbeiten ist, kann man auch sein Geld arbeiten lassen. Blödsinn! Geld kann selbst nicht arbeiten! (was ist Geld? siehe oben). Man kann aber das Geld investieren, um Menschen arbeiten zu lassen.

Wenn man sein Geld investiert, hat man zwei Interpretationsmöglichkeiten:

· Die Sozi-Variante: man beutet Menschen aus,

· Die Kapi-Variante: man schafft Arbeitsplätze.

Wenn die Börse steigt, ist es besonders unmoralisch, denn man hat sich auf Kosten anderer bereichert und Neid erregt.

Fällt sie, dann hat man Pech gehabt. Man hätte sein Geld eben nicht verzocken sollen, sondern spenden müssen. Das wäre dann äußerst moralisch gewesen.

 

Natürlich kann man sein Geld auch zu 2% auf das Sparbuch legen.........

oder man kann es ausgeben.........

 

 

Hurra ! Heute ist die Börse wieder explodiert !

 


 

 

 

 


Schönrederei

 

 

zu deutsch „Euphemismus“ gab es schon immer, aber zur Zeit ist es so arg, daß man kaum noch frei sprechen kann, ohne gegen die political correctness zu verstoßen.

Besonders vorsichtig muß man bei menschlichen Eigenschaften sein, und es gilt als ungezogen, jemanden fett, alt, dumm, häßlich oder arrogant zu nennen. Es heißt natürlich: übergewichtig, älter, einfach, interessant oder selbstbewußt.

Waren sind nicht billig oder gar altmodisch, sondern preiswert und kultig. Es gibt auch kein Ungeziefer und Unkraut mehr, nur noch Nützlinge und Wildkräuter. Die lieben Kleinen sind nicht ungezogen oder frech, sondern ursprünglich und spontan. Räuber und Mörder findet man kaum noch, dafür mutmaßlich zu Unrecht Verdächtigte.

Noch ein paar schöne Beispiele:

Neger                                                    Farbige

Zigeuner                                     Roma und Sinti

Eskimos                                       Innuit

Flüchtlinge                                  Asylanten

Asoziale                                      sozial Benachteiligte

Verrückte                                   Verwirrte

Geisteskranke                            Behinderte

Arbeiter                                     Werktätige

Lagerarbeiter                            Fachkraft für Lagerhaltung

Bedienung                                   Servicemitarbeiter         

Knecht                                         landwirtschaftliche Fachkraft  

Student                                       Studierender

Penner                                         Obdachloser

Polizist                                        Bulle (ach nee, das paßt hier nicht rein....)

 

Ich bin sicher, daß auch diese Mode irgendwann durch einen anderen Schwachsinn ersetzt wird, aber bis dahin heißt es feste heucheln und lügen, um nicht als radikaler Barbar zu erscheinen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Touristen,

 

 

besser gesagt Massentouristen sind immer die anderen. Man selbst ist natürlich ein Individualreisender.

Als solcher benimmt man sich im Ausland korrekt und unauffällig, will heißen man interessiert sich für Land, Leute und die hochstehende Eingeborenenkultur, man verbraucht keinen Strom und kein Wasser, verursacht keinen Müll, läuft nicht besoffen und halbnackt durch die Gegend und schändet keine einheimischen Jungen und Mädels. Das alles tun natürlich die Touristen, und deshalb stimme ich voll mit den grünen Fundis überein, die das Reisen reglementieren wollen. Sonst wehren wir uns zwar gegen alle Vorschriften, aber diese muß wirklich sein. Wo kämen wir denn da hin, wenn jeder Proletarier den Touristen spielen kann?

Ich bin dem Massentourismus dankbar, denn er hat es ermöglicht, daß man in aller Welt preiswerte Hotels vorfindet und daß das Fliegen für den Normalbürger erschwinglich geworden ist. Und nebenbei entstehen dadurch in vielen armen Ländern Arbeitsplätze. Selbst habe ich schon etwa 100 Flugreisen gemacht (Teufel auch ! Aber ohne mich wären die Flieger vielleicht auch geflogen), und hoffentlich bin ich noch für 100 weitere gut.

Die ganzen Eindrücke und Erlebnisse, die mir diese Reisen verschafft haben, möchte ich nicht missen, und es ist so ähnlich wie mit gemachten Erfahrungen: Die kann einem niemand mehr nehmen, nicht einmal die Grünen.

( Warum protestiert eigentlich niemand gegen Massenveranstaltungen, Fußball, Pilgerreisen, Autorennen, Flugshows, Olympiaden, Freizeitparks, Kreuzfahrten ? Darüber müßte man einmal länger nachdenken. )

 

Nun habe ich noch eine gute Empfehlung, nämlich eine „Traumreise“. Die ist ökologisch korrekt, gratis und garantiert ungefährlich. Man muß nicht extra einen fliegen oder fahren lassen, verschmutzt garantiert nicht die Umwelt, wird weder von Fliegen und Ratten, noch von Räubern oder Bettlern belästigt, holt sich keine Krankheiten wie Tripper, Malaria oder Hepathitis, sondern es erfüllen sich alle Träume hinsichtlich Kultur, Klima, Geilheit, Gastronomie ect......


( leider stammt dieser Einfall nicht von mir, sondern von einem anderen Sachsen namens Karl May ! ).

Ingenieure

 

 

werden wieder einmal dringend gesucht, denn wer ist wohl noch bereit, ein solch „trockenes Fach“ zu belegen. Und wenn es dann jemand durchgestanden hat und ist dabei noch nicht zum Sonderling oder Fachidioten verkommen, wird ihm jeder beliebige Geisteswissenschaftler vorgezogen.

Außerdem heißt es, daß das Ingenieurwissen allein heutzutage nicht mehr ausreicht, es müssen mindestens noch zwei Fremdsprachen perfekt, Führerschein, Flexibilität,  Psychologie, Führungsstärke, Computerwissen, betriebswirtschaftliche Kenntnisse, Allgemeinbildung, Kreativität, Teamgeist, Risikobereitschaft, Weltbürgertum, Spontaneität, Kunstsinn, Askese, Selbstdisziplin, Bescheidenheit, Durchsetzungsvermögen, Heterosexualität und politische Korrektheit nachweisbar sein.

Natürlich haben die echten Ingenieure, beispielsweise die Erfinder und Entdecker von Stromversorgung, Telefon, Auto, Funk und Fernsehen, Ton- und Bildaufzeichnung, Film, Computer und anderer sensationeller Dinge diesen unerbittlichen Kriterien nur teilweise genügt, aber sie waren erfolgreich.

Doch bitte, nennt mir einmal ihre Namen  !

Die großen Philosophen, Dichter, Herrscher, Musiker, Maler kann fast jeder auf Anhieb benennen. Aber die Ingenieure ?

Außerdem ist auch die Bezahlung dem Aufwand nicht immer angemessen („mehr Geld !“), so daß die geisteswissenschaftliche Richtung jedem zu empfehlen ist, dem die oben  genannten Anforderungen etwas zu überzogen erscheinen. Oder härter ausgedrückt: Eines Tages wird sich diesen Ansprüchen niemand mehr zu stellen wagen.

 

„Der Inschenör hat‘s schwör“ ,

„Früher wußte ich nicht, wie sich Inschenör schreibt, und nun bin ich einer !“

 

Die Berufsbezeichnung beruht auf so anspruchsvollen Sprachwurzeln wie :

Schöpferische Geisteskraft, Erfindergabe, Scharfsinn, freimütiges und kunstvolles Erdenken.


 


Kinder und Jugendliche

 

 

sind unsere Zukunft. Aber über jeden Trapsvogel, Frosch oder jedes Unkraut macht sich die Politik mehr Gedanken als über den Nachwuchs.

Wenn Kinder kriminell werden, spätestens dann könnte man vielleicht mal auf den Gedanken kommen, daß die Erziehung gescheitert ist. Doch wer wird denn so kühn sein, die freimütige Erziehung freier Eltern, Lehrer, Ausbilder, Psychologen, Hochschullehrer, Großeltern und anderer begnadeter Pädagogen in Zweifel zu ziehen ! Denn sie lieben alle die Kinder soo sehr, daß sie nur ihr Bestes wollen !

Welches Kind nicht das Glück hat, von vermögenden Eltern auf eine gute Schule oder ein Internat geschickt zu werden, muß sich in den öffentlichen Schulen mit einem repräsentativen Querschnitt unserer „multikulturellen“ Bevölkerung im wahren Sinn des Wortes herumschlagen. Die Lehrer dürfen oder wollen keine Autorität ausüben, denn das könnte ja die kleinen Wesen daran hindern, sich selbst zu verwirklichen. So wächst eine ganze Generation von egoistischen und bequemen Rotzlöffeln heran, die später einmal im Berufs- oder Privatleben mit den größten Schwierigkeiten zu kämpfen haben.

Einige dieser Erziehungswunder sind angeblich schon nicht mehr in der Lage, richtig schreiben und rechnen zu können, und das gesellschaftliche Erstaunen ist groß, wenn man ihnen keine akzeptablen Lehr- oder Arbeitsstellen anbietet.

Andere werden gewalttätig oder kriminell, um sich Dinge zu verschaffen, die ihnen weder gehören noch zustehen.

Und eine kleine Elite, also Menschen, die intelligent genug sind, trotz unseres begnadeten Bildungssystems etwas zu lernen und später den sehr strengen Kriterien des Berufslebens zu genügen, werden verteufelt und später wegen ihres hohen Lebensstandards gehörig beneidet.

Ja, sie werden sogar über ihre Steuern und Abgaben dazu gezwungen, die vielen faulen und asozialen Analphabeten zu unterhalten !

Es gibt nur eine Lösung: Autoritäre Erziehung zu Fleiß, Disziplin und Bescheidenheit in Familie und Schule – die Selbstverwirklichung kann gerne  ein paar Jährchen warten, damit der Lebensweg nicht schon in der Jugendzeit im Knast oder in der Gosse endet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gefängnisse

 

 

scheinen keine besonders abschreckende Wirkung mehr auf Verbrecher zu haben. Weil kaum einem dieser Täter zugemutet wird, dort vorübergehend seinen Wohnsitz zu haben, denn vor Gericht stoßen diese Herrschaften oft auf sehr verständnisvolle und milde Richter, Sachverständige, Psychologen und andere Spezialisten. Und wenn doch – natürlich völlig unberechtigt – ein Urteil ergeht, sind die Verteidiger erst richtig in ihrem Element. Dann war der Richter befangen, hat Formfehler begangen oder es wird gleich Revision eingelegt und so lange eine höhere Instanz bemüht, bis endlich der Freispruch erfolgt ist.

Natürlich sitzen in den Gefängnissen auch nur Justizopfer und Unschuldige (das würde ja bedeuten, daß die wahren Schuldigen noch frei herumlaufen). Und was ein rechter Mörder ist, der kann sich auch nicht über mangelndes Interesse von Psychologen und Sozialarbeitern beklagen. Da gibt es häufig Ausgang (mit reichlich Gelegenheit zur Flucht), damit sich der arme so in seiner Persönlichkeit verletzte Täter an seine sowieso baldige Freilassung gewöhnen kann.

Um die Opfer kümmert sich niemand, obwohl die einen guten Psychologen nötig hätten. Wer sollte denn das bezahlen? Von Schadenersatz ganz abgesehen ! Das Opfer hat eben Pech gehabt, denn beim Verbrecher ist ja nichts zu holen, weil ihm die böse Gesellschaft nicht erlaubt hat, sich ein Vermögen zu erwerben.

Die Gefängnisse scheinen recht komfortabel zu sein, denn die Insassen können dort ihren Neigungen nachgehen, so weit das möglich ist. Denn es scheint manches möglich zu sein, beispielsweise Rauschgift, und das wird stillschweigend geduldet, damit die Herrschaften keine Gefangenenrevolte beginnen. Es wäre doch auch sehr inhuman, wenn man einem Süchtigen seine Rauschmittel vorenthielte !

Es wird immer viel über die Menschenrechte und die menschliche Würde geredet, besonders die in anderen Ländern als in Deutschland. Bei uns ist die Freiheit ein so hohes Gut, daß man sie Kriminellen beläßt oder schnell zurückgibt und daß man Asozialen die Entscheidung überläßt, würdevoll in der Gosse zu landen.


 

 


Steuern

 

 

zahlt niemand gern, aber sie müssen sein, damit der Staat seine Wohltaten an jedermann verteilen kann und auch seine eigenen Diener nicht im Regen stehen läßt.

Wenn nun jedes Einkommen ohne Ausnahme gerecht besteuert würde, und zwar ohne Progression und ohne „Schlupflöcher“ oder Abschreibungsmöglichkeiten, dann müßte das doch eigentlich ausreichend sein. Aber nein, die heuchlerischen Politiker, die sonst so verfeindet tun, sind sich in dieser Beziehung unheimlich einig: Sie streuen das Gerücht aus, daß sie alle Welt mit Steuergeschenken beglücken wollen – aber in Wirklichkeit denken sie sich immer neue  Steuern aus.

Dem Erfindergeist sind da keine Grenzen gesetzt ! So lange es überhaupt Staaten oder Regierungen gibt, sind Scharen von Beamten damit beschäftigt, sich ständig neue Schikanen auszudenken, wie sie das Volk schröpfen können. Denn nur die Masse des Volkes bringt die gewaltigen Einnahmen – wenn man den paar Reichen ihr Geld wegsteuerte, wäre dieses bald wieder ausgegeben.

So hat man sich die Salzsteuer, die Fenstersteuer, die Vergnügungssteuer , die Autosteuer, die Sektsteuer, die Regensteuer, die Grundsteuer ausgedacht.

Worauf noch keiner gekommen ist: eine Fick- und eine Furzsteuer einzuführen. Aber im Moment ist bei allen Gutmenschen eine neue Steuer hochwillkommen, nämlich die Energiesteuer. (Nach dem Motto : Wir sind doch alle für eine saubere Umwelt! ). Ein meisterhafter Akt der Heuchelei, und zudem ein ökonomischer Schwachsinn ohne Beispiel.

Aber die goldene Palme gehört dem  Erfinder einer Steuerart, die man immer, auf alles und von jedem erheben kann: Die Mehrwertsteuer. Das ist nun die Perfidie überhaupt, daß jeder Bürger, dem sein Geld schon einmal durch die Lohn- oder Einkommensteuer aus der Tasche gezogen wurde, für jede Dienstleistung oder Ware, die er von seinem schon versteuerten Geld kauft, noch einmal 16% des eigentlichen Preises drauflegen muß.

Aber seltsamerweise hat das entweder noch niemand bemerkt, oder es ist den Leuten egal, weil sowieso alle zuviel Geld haben: Es wird stillschweigend geduldet.

Und wenn das Einkommen nicht reicht, dann gehen wir eben zum Sozialamt und holen uns was. So einfach ist das mit den Steuern.

 

 

 

 

 

 

Geld

 

 

oder noch besser mehr Geld ist immer und bei jedermann willkommen. Da machen auch Kirchen, Sozis, Ethiker, Pazifisten, Ökofreaks, Nazis, Rentner, Neger, Gewerkschaftler, Kinder, Finanzämter, Bettler, Geschäftsleute, Frauen, Spieler und Banken keine Ausnahme.

Geld hat selbst keinen Wert, sondern es steht nur für das, was man dafür bekommt. Es ist ein Wertsymbol für erbrachte Leistungen und Waren, und deshalb als Produkt von Arbeit auch als Entlohnung für Arbeit geeignet.

Als Geld noch Gold war, hatte es zumindest noch den Metallwert, und selbst der ist nicht absolut, sondern beruht auf Vereinbarung. Man drückte und drückt also den Wert des Goldes auch durch einen variablen Geldwert aus.

Aber Geld als Papiergeld kann von einem Tag zum anderen nichts anderes mehr als nur bedrucktes Papier sein.

Andererseits verleiht der Besitz von Geld Macht und Prestige, besonders wenn man es nicht ausgibt (sonst hätten es die anderen).

Besonders geil ist es, wenn man über anderer Leute Geld verfügen kann, es umverteilen, stehlen, enteignen, entwerten, versteuern, beschlagnahmen, verschleudern und verteufeln kann. Wer tut denn sowas? Politiker, die vom Volk gewählt sind.

 

 

Noch ein paar starke Sprüche zu diesem Thema:

 

„Geld regiert die Welt“,

„Geld macht nicht glücklich, aber es beruhigt“,

„Lieber reich und gesund, als arm und krank“,

„Der Teufel scheißt immer auf den größten Haufen“,

„Wie gewonnen, so zerronnen“.

 

 


 

 


Süchte

 

 

sind menschlich und gelten sogar als krankhaftes Verhalten. Wenn ich also sage: Ich bin zwanghaft arbeitssüchtig und muß deshalb erstens therapiert und zweitens pensioniert werden, dann geht das in Ordnung.

Folgende Dinge können süchtig machen

·       Drogen                        hui !

·       Alkohol                        pfui !

·       Rauchen                       igitt !

·       Spielen                        uuh !

·       Kaufen                         ooh !

·       Arbeiten                     iih !

·       Essen                           eeh !

·       Sex                              aaaaaahhhhh !!

Seltsamerweise werden Alkohol und Rauchen von unserer sonst so toleranten Gutmenschenbande am wenigsten toleriert, ja sogar verteufelt. (Obwohl fast jeder mit diesen beiden Sachen zu tun hat oder hatte, mag sich kaum noch jemand öffentlich dazu bekennen). Was früher als geselliges Verhalten galt, wird heutzutage mit Schwäche, mangelndem Bewußtsein, Umweltverschmutzung und Rücksichtslosigkeit in Zusammenhang gebracht.

Dabei bringen Alkohol und Tabak gewaltige Steuern in das Staatssäckel, und so könnte es eigentlich für einen Staat höchst unerwünscht sein, wenn niemand mehr rauchte oder söffe.

 

PS: Diese Seite wurde im Alkoholrausch geschrieben.

 

 


 

 

 

 

 


Drogen

 

 

sind eine schreckliche Sache, gelten aber aus mir unverständlichen Gründen als irgendwie geil, exotisch, geheimnisvoll, lüstern.

Obwohl verboten, scheint die Drogensucht doch sehr verbreitet zu sein. Wie oft werden von der Polizei oder vom Zoll große Mengen, kilo- und sogar zentnerweise, aus dem Verkehr gezogen. Und wieviel wird denn erst unentdeckt nach Deutschland gelangen !

Da ist wohl die Frage erlaubt, wer das alles konsumiert. Etwa die paar Penner, die das öffentlich tun und zur Freude aller braven Bürger in Bahnhöfen und Parks mit ihren unappetitlichen Spritzen hantieren?

Oder vielleicht Hausfrauen, Staatsanwälte, Rentner, Prostituierte, Ärzte, Lehrer, Journalisten, Kinder, Yuppies, Beamte, Verkäuferinnen, Richter, Omas, Pastoren, Lehrlinge, Politiker, Manager?

Wenn meine Theorie stimmt, dann ist es kein Wunder, daß das Mäntelchen der Nächstenliebe und Verschwiegenheit über diesen Skandal geworfen wird.

Und was auf keinen Fall ausreicht ist, daß man zur Beruhigung des Gewissens die „Dealer“ verteufelt. Zu dieser Kette gehören noch einige mehr:

·       Die Erzeuger              Arm! Bauern! Dürfen aus Gründen der Korrektheit nicht

                                          verurteilt werden,

·       Die Verteiler              Die großen Kartelle (reich! ) sind ganz böse,

                                          Die kleinen Dealer (Neger, Kurden ) wollen auch leben,

·       Die Konsumenten        Krank! Unschuldig!

 

Ohne die Konsumenten würde die ganze gewaltige Organisation austrocknen, absterben, verarmen. Dann wäre auch die Verführung zum Einstieg nicht mehr gegeben, vielleicht würden noch ein paar Unbelehrbare ihren Hanf im Blumentopf anbauen, oder der Konsum von Medikamenten würde steigen.

Ich meine, daß man alle bekannten und asozialen Drogensüchtigen zwangsweise dem Entzug und einer guten medizinischen Versorgung zuführen sollte. Selbst wenn es teuer wird, aber für die menschliche Würde ist nichts zu teuer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kunst

 

ist heutzutage schlecht dran, denn wegen der allgemeinen Kommerzialisierung (alles muß Profit bringen) und einer falsch verstandenen Demokratisierung (jeder habe den gleichen schlechten Geschmack) muß sie sich prostituieren.

Die Kunst der vergangenen Jahrhunderte konnte nur durch ein konsequentes Mäzenatentum existieren. Offensichtlich hatten die Kirchenfürsten und Adligen einen besseren Geschmack als das Volk, und sie haben sich damit durchgesetzt. So können wir uns als Bildungsbürger jetzt an vielem erfreuen, was uns -  quasi als Museum - erhalten geblieben ist.

Momentan ist die Kunst gespalten, für die Elite und für die Masse findet man ganz verschiedene Richtungen, was nicht unbedingt heißen soll, daß dabei etwas Gutes herauskommt.

·      Die bildende Kunst bietet entweder abstrakte Scheußlichkeiten oder Kitsch in jeder Form, Kaufhauskunst oder Souvenirs.

·      Die moderne Musik existiert fast nur noch als atonales Gequietsche und elektronisches Piepsen. Was von der Mehrheit konsumiert und akzeptiert wird ist Rock, Pop oder die sogenannte Volksmusik. Schade eigentlich.

·      Die Literatur kann außer Bestsellern, Comics und Lore-Romanen  nichts weiter bieten. Von den Theaterstücken und Drehbüchern für Film oder Fernsehen reden wir besser nicht.

 

Wenn es einen für unsere Verhältnisse gültigen Stil gäbe, würde der sich auch durchsetzen. Aber vielleicht geht es uns momentan um anderes als Kunst, es ist „FUN“ angesagt.


 

 

 

 

 

 

 


Kirche – Religion – Glaube

 

sind so verschiedene Dinge, daß sie nicht sehr viel miteinander zu tun haben.

Glaube ist eine persönliche Angelegenheit, und man sollte es sich nicht erlauben, darüber zu urteilen oder jemanden zu beeinflussen. Offenbar braucht der Mensch solche Hilfen oder Rettungsringe, um das Leben besser erklären und ertragen zu können.

Religion ist schon gefährlicher, aber auch sie scheint für viele Menschen nötig zu sein, weil sie mit ihren Kulthandlungen und ihrem Brimborium den Eindruck der Gemeinschaftlichkeit und der Geborgenheit verschafft, und weil man dabei seine

primitiven Gefühle zeigen darf, ohne verspottet zu werden. Und als Ausgleich für das eigene armselige Leben werden jedem Gläubigen nach dem Tode paradiesische Zustände versprochen. Das setzt allerdings die Annahme voraus, daß die Seele unsterblich ist, eine etwas gewagte Vision.

Die esoterischen Sekten sind besonders erfolgreiche Verführer, und sie manipulieren die Leute bis zur Selbstaufgabe.

Kirche ist eine Organisation zur Ausübung von Einfluß und Macht. Sie hat es immer verstanden, ihre Schäfchen freiwillig oder durch Psychoterror bei der Stange zu halten und ihnen viel Geld abzunehmen.

Zugegebenermaßen ist von den Kirchen auf sozialem und kulturellem Gebiet viel getan worden. Aber es sind von ihnen auch Kriege, Unterdrückung und Verfolgung ausgegangen.

Natürlich stehen hinter den Kirchen Millionen von Menschen, denen es bei allen Friedensgesängen und Gebeten offensichtlich ganz recht ist, wenn man ihnen die moralische Rechtfertigung dafür liefert, Andersgläubige zu unterdrücken oder umzubringen.

Ich halte es jedenfalls für eine Anmaßung, jemanden mit einem anderen Gesangbuch als Barbaren, Ungläubigen oder Heiden zu bezeichnen und ihn deshalb zu verachten oder zu vernichten. Besser würde ich es allerdings finden, wenn man sich nicht von einer Religion abhängig und damit manipulierbar machte.

 

Amen !